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Vom neuen Konzept beim TSV Irschenberg sind (v.l.) Gesamt-Jugendleiter Peter Mayer sowie die Trainer Benjamin und Hans-Jürgen Boysen von der Fußballschule überzeugt.

Eine Fußballschule für Spieler und Trainer

TSV Irschenberg will seinen Nachwuchs in der Breite fördern

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Dem Nachwuchs das Kicken beibringen und gleichzeitig den Verein stärken - dieses Ziel verfolgt der TSV Irschenberg. Zusammen mit einer Fußballschule sollen Weichen gestellt werden.

Der TSV Irschenberg geht neue Wege im Jugendfußball: Gemeinsam mit der 1. Fußballschule Rhein-Neckar von Ex-Profi Hans-Jürgen Boysen (Karlsruher SC 1980 bis 1985) will der Verein seinen Nachwuchs fußballerisch fit machen – und nicht nur den. Auch die Trainer sollen lernen, wie ein zeitgemäßes, effektives Training aussieht. Dabei geht es nicht um bessere Resultate bei Kindern und Jugendlichen, sondern um ein starkes Fundament, von dem der gesamte Verein profitieren soll.

Die Jugendspieler beim Verein halten

Dass die Zusammenarbeit mit einer Fußballschule nicht gerade neu ist, weiß auch Peter Mayer. „Uns geht es um die Herangehensweise“, erklärt der Jugendleiter des Gesamtvereins, der als Schaltzentrale zwischen den verschiedenen Sparten in Sachen Nachwuchs fungiert. Denn anders als beispielsweise der TuS Holzkirchen, der über eine hohe Leistungsdichte und Zustrom von außen Spitzenspieler ausbilden möchte, geht es beim TSV Irschenberg darum, möglichst viele eigene Nachwuchsspieler so zu fördern, dass sie beim Verein und beim Fußball bleiben wollen. „Uns geht es um die Breite“, sagt Mayer, „nicht um die Spitze.“

Auslöser dafür ist die aktuelle Situation in der Sparte Fußball. „Wir haben derzeit sehr viele Spieler in unseren unteren Jugend-Mannschaften, aber bei den Herren werden es immer weniger“, stellt Mayer fest. Wenn es der TSV Irschenberg also schaffen würde, alle Nachwuchsspieler über die Jahre hinweg zu halten, „dann hätten wir problemlos zwei Mannschaften“. Der Spielbetrieb wäre deutlich leichter zu handhaben.

Werte und Gemeinschaftsgefühl vermitteln

Um dieses Ziel ansteuern zu können, hat der Verein einen Plan entwickelt. „Wir wollen eine sportliche und gesellschaftliche Heimat schaffen“, sagt Mayer, der als Spieler für den SV Parsberg, den FC Miesbach, die SG Hausham und den TSV Irschenberg aufgelaufen ist. Davon profitiere letztlich der gesamte Ort. „Es geht darum, dass die jungen Spieler beim TSV sportlichen Erfolg und Gemeinschaft kennenlernen und das dann später in irgendeiner Form wieder zurückgeben.“ Sei es als Trainer, Funktionär oder in einem anderen Ehrenamt.

Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, hat der TSV eine Partnerschaft mit der 1. Fußballschule Rhein-Neckar geschlossen. Der erste Kontakt fand vor einem Jahr statt: Ziele und Möglichkeiten wurden ausgetauscht, und Anfang August gab es ein erstes Ferien-Trainingscamp für die Nachwuchskicker. „Uns geht es wie der Fußballschule nicht darum, leistungssportorientiert einzusteigen, sondern Werte zu vermitteln“, erklärt Mayer. „Dazu gehören Fairness, Zusammenhalt, Kameradschaft und gegenseitiger Respekt.“

Training stark am Einzelnen ausrichten

Mit Boysens Sohn Benjamin, der in Kolbermoor lebt und beim TSV 1860 Rosenheim als Athletiktrainer fungiert, ist ein Coach der Fußballschule für regelmäßiges Training vor Ort. Auf dem Programm stehen dabei Körperschule, Motorik, Schnellkraft und Sprungkraft. Zudem gibt Hans-Jürgen Boysen monatlich Drei-Tages-Module für die Nachwuchs-Kicker und Trainer des TSV.

Für Hans-Jürgen Boysen geht es darum, möglichst intensiv auf die einzelnen Spieler einzugehen: „So lässt sich der beste Fortschritt erzielen.“ Damit das Erlernte gefestigt wird, sollen die TSV-Trainer das Trainingsprogramm fortsetzen und vertiefen können. „So entsteht eine Entwicklung.“ Gemeinsame Trainingsarbeit, die Gemeinschaft schaffen soll.

ddy

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