Hitziges Duell: Otterfings Florian Bacher (r.) legt sich trotz hoher Außentemperatur voll ins Zeug gegen seinen Gegenspieler auf Seiten des SC Baldham Vaterstetten.
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Hitziges Duell: Otterfings Florian Bacher (r.) legt sich trotz hoher Außentemperatur voll ins Zeug gegen seinen Gegenspieler auf Seiten des SC Baldham Vaterstetten.

Bezirksliga Ost

TSV Otterfing siegt trotz schwacher Leistung über SC Baldham Vaterstetten

  • VonHans-Peter Koller
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Zwei späte Tore haben dem TSV Otterfing zu einem Sieg gegen den SC Baldham Vaterstetten gereicht. Ein glanzvoller Auftritt war das jedoch nicht.

Otterfing – Wer solche Spiele gewinnt, wie es dem TSV Otterfing beim SC Baldham-Vaterstetten gelungen ist, braucht sich um den Klassenerhalt keine Sorgen zu machen. Die Elf aus Vaterstetten, die im bisherigen Saisonverlauf einige Minusrekorde in den Rucksack gepackt hatte, war bis zur Mitte der zweiten Halbzeit der Führung näher als die ideenlose Nordring-Truppe. Erst ein Freistoßtreffer in der Schlussphase und das 2:0 in der Nachspielzeit sicherten dem TSV Otterfing die drei Punkte.

Stefan Bürgermeier war vor der Partie in einer prekären Lage. Langzeitverletzte, Urlauber und zwei rotgesperrte Aktive nötigten dem Trainer des SC Baldham-Vaterstetten ab, alles auf die Bank zu setzen, was einen Spielerpass hat. Und obwohl er mit Yannic Poyda bereits den Ersatztorwart als Stürmer auf den Platz geschickt hatte, waren zwei seiner drei Reservisten gelernte Keeper.

Allerdings gelang es dem TSV Otterfing nicht, aus der Personalnot der Platzherren Vorteile zu ziehen. Die Baldhamer traten allerdings betont defensiv auf. Fünferkette in der Abwehr und davor eine Viererkette. Da wäre Kurzpassspiel durch die Mitte oder Flanken-Soli ein probates Mittel gewesen. Die Nordring-Elf aber fand kein Mittel und erarbeitete sich entsprechend keine einzige Torchance bis zur Pause. „Wir waren zu statisch und die Bälle in die Tiefe fanden keinen Abnehmer“, fasst TSV-Trainer Mike Probst den ersten Abschnitt zusammen.

Mit fortschreitender Spieldauer wurden die Beine der Baldhamer müder. Die Otterfinger schafften es dennoch nicht, kombinatorisch zu Chancen zu kommen. Aber der Druck wurde langsam größer.

„Irgendwie ist allen bei uns ein Stein vom Herzen gefallen“, erklärte Probst, als Florian Bacher in der Schlussphase das 1:0 (83.) gelang. Bezeichnenderweise nicht aus dem Spiel heraus, sondern über einen Freistoß.

Wenige Minuten vor dem Abpfiff ging Stefan Ott für Benedikt Schaal vom Feld. Und was dem A-Juniorenkicker gelang, ist der Traum jeden Spielers. Der 18-Jährige erlief bei seiner ersten Aktion einen Steilpass, umkurvte einen Verteidiger und lupfte das Leder abgezockt zum 2:0 (91.) ins Netz.

„Es war das erwartet schwere Spiel“, meint Probst. „Über das was auf dem Platz abgelaufen ist, kann man geteilter Meinung sein“. Der Otterfinger Trainer auf jeden Fall sah seine Burschen zurecht als Sieger an. Sie hatten schließlich zwei Tore mehr geschossen, als der Gegner.

ko

SC Baldham Vaterstetten – TSV Otterfing: 0:2 (0:0)

TSV Otterfing: Westner - Blaschke (46. M. Eder), Pallauf, Höcker, J. Eder - K. Eder (44. Schmiedel), S. Eder, Schmalz, Ott (89. Schaal) - Bacher, Dengler (82. Küfler).

Tore: 0:1 Bacher (81.), 0:2 Schaal (91.).

Gelbe Karten: Stanojevic, Holzapfel - S. Eder, Höcker, Schmiedel.

Zuschauer: 70.

Schiedsrichter: Dominik Baumgartner.

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