TuS Holzkirchen – Kirchheimer SC: 3:4 (2:1) - Zwei-Tore-Vorsprung verspielt
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Entscheidender Akteur: Holzkirchens Sebastian Hahn (M.) traf gegen den Kirchheimer SC zum 3:1. 15 Minuten vor Schluss flog er mit Gelb-Rot vom Platz – trotz heftiger Proteste des TuS. Das Spiel kippte.
TuS Holzkirchen – Kirchheimer SC: 3:4 (2:1) - Zwei-Tore-Vorsprung verspielt
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TuS Holzkirchen – Kirchheimer SC: 3:4 (2:1) - Zwei-Tore-Vorsprung verspielt
TuS Holzkirchen – Kirchheimer SC: 3:4 (2:1) - Zwei-Tore-Vorsprung verspielt
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TuS Holzkirchen – Kirchheimer SC: 3:4 (2:1) - Zwei-Tore-Vorsprung verspielt

Gelb-Rot gegen Sebastian Hahn

TuS Holzkirchen – Kirchheimer SC: 3:4 (2:1) - Zwei-Tore-Vorsprung verspielt

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Gegen den Kirchheimer SC verspielte der TuS Holzkirchen eine 3:1 Führung. In einer turbulenten Schlussphase rettete Kirchheim den 4:3 Endstand in Überzahl über die Zeit.

Holzkirchen – Es war keine leichte Aufgabe für den TuS Holzkirchen. Die Elf von Trainer Jens Eckl erwartete zum sechsten Spieltag mit dem Kirchheimer SC einen Aufsteiger, der immer besser in Fahrt kommt und zuletzt mit Karlsfeld die Mannschaft der Stunde geschlagen hatte. In einer sehenswerten Begegnung, die von wackelnden Defensivreihen geprägt war, sah Holzkirchen lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Eine zwischenzeitliche 3:1 Führung reichte jedoch nicht. Nach einer turbulenten Schlussphase rettete Kirchheim den 4:3 Endstand in Überzahl über die Zeit.

Der Vorbericht zum Spiel: TuS-Coach warnt: „Wir müssen aufpassen“

TuS Holzkirchen – Kirchheimer SC: Zwei-Tore-Vorsprung verspielt

Für den TuS bedeutet dies die dritte Niederlage in Folge und den Absturz auf Tabellenrang 13. „Es fehlt uns derzeit noch an Stabilität“, musste Kapitän Lars Doppler feststellen. „Wir haben gute Phasen mit einer Menge Chancen und Phasen, in denen wir einbrechen.“

Coach Eckl, der beinahe seinen gesamten Kader zur Verfügung hatte, entschied sich vor Anpfiff dafür, seine Elf wieder auf einigen Positionen zu verändern. So gab es alleine in der Innenverteidigung zwei Wechsel, indem Alexander Zetterer auf den Platz neben Doppler zurückkehrte und Neuzugang Oschmir Amidou sein Startelf-Debüt auf der linken Außenbahn gab. Der erst 20-Jährige hatte immer wieder Probleme mit den schnellen Flügelspielern der Kirchheimer, die den Druck auf die Hintermannschaft des Gastgebers anfangs sehr hochhielten.

Trotzdem gelang dem TuS der Führungstreffer: Ein schnell ausgeführter Freistoß durch Sean Erten, der Toni Bauer schickte, führte zu einem einfachen 1:0. Nur sieben Minuten später schaffte es der SC erneut, die linke Abwehrseite der Holzirchner zu überspielen. Amidou stieß den Angreifer, was folgerichtig zum Strafstoß führte. Sturm-Kante Fabian Löns ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte zielsicher zum Ausgleich.

Vor 180 Zuschauern entwickelte sich nun ein intensives Spiel, bei dem beide Teams aggressiv zu Tage gingen. Den Deckel auf die erste Hälfte machte Basti Hahn bereits in der 28. Minute. Nach einem langen Pass startete der Offensiv-Spieler eines seiner Tempo-Dribblings und legte die Kugel vorbei am Schlussmann der Kirchheimer ins lange rechte Eck zum 2:1. Nicht nur wegen des Tores bewies Hahn früh, dass er für sein Team eine sofortige und massive Verstärkung darstellt. Lauf- und spielfreudig leitete der 24-Jährige viele Angriffe ein.

Der Vorbericht aus Sicht der Kirchheimer: Kirchheim mit breiter Brust nach Holzkirchen

TuS Holzkirchen – Kirchheimer SC: In der zweiten Hälfte kippt das Spiel

Den deutlich besseren Start nach der Halbzeit erwischte Eckl‘s Elf. Der Bayernliga-Absteiger erspielte sich Chance um Chance und alleine Toni Bauer hätte mindestens zwei Treffer erzielen müssen. Die vermeintliche Entscheidung besorgte dann der Kapitän selbst: Nach einer scharfen und präzisen Ecke schraubte sich Doppler in die Luft und köpfte in der 59. Minute sehenswert zum 3:1 ein. In dieser Phase schien Kirchheim gebrochen. Der TuS setzte seinen Sturmlauf fort, verpasste es aber, endgültig den Deckel auf die Begegnung zu packen.

Irgendwann ließ die Spannung aufseiten des Heimteams nach. Wie aus dem Nichts gelang Joker Peter Schmöller nach einem Einwurf der Anschlusstreffer. Bei Eckls Akteuren machte sich immer mehr Hektik breit. Kurze Zeit später verwies der Unparteiische Torschütze Hahn mit der zweiten Gelben Karte des Platzes. Kurz danach glich erneut Schmöller zum 3:3 aus, indem er einen schnellen Konter klug ins kurze Eck vollendete.

„Der Platzverweis war aus meiner Sicht sehr fragwürdig“, meint Doppler. „Trotzdem dürfen wir eine Zwei-Tore-Führung nicht so einfach aus der Hand geben.“

Dem nicht genug: In der 84. Minute landete der Ball nach einer flipperähnlichen Situation im Tor von Benedikt Zeisel. Offensichtlich wollte die Linienrichterin auf Abseits entscheiden, Schiedsrichter Elias Wörz aber zeigte auf den Anstoßpunkt, was das 3:4 aus Holzkirchner Sicht besiegelte. „Die Linienrichterin hat kurz die Fahne gehoben, die Entscheidung aber schnell wieder zurückgenommen“, erklärt Doppler. Er wollte aber nicht lamentieren: „Wir werden versuchen, den Kopf oben zu behalten – wir haben mehr drauf, als zuletzt an den Ergebnissen zu sehen war.“

Zur Holzkirchner Zweiten: TuS Holzkirchen II: Wer wird der neue Capocefalo?

TuS Holzkirchen – Kirchheimer SC: 3:4 (2:1)

TuS Holzkirchen: Zeisel – Gerg, Zetterer, Doppler, Amidou (74. Amidou) – Höpfinger, B. Bahadir (86. Grbic), Hahn, T. Bauer – Erten (67. Gulielmo), Korkor. 

Kirchheimer SC: Magdolen – Martin, Toy, Jacobi, Zielke (48. Wilms) – Ecker, Karlin (80. Pfeiffer), Flohrs, Baitz, Duggan (80. Schmöller) – Löns. 

Tore: 1:0 (16.) T. Bauer, 1:1 (23.) Löns, 2:1 (28.) Hahn, 3:1 (59.) Doppler, 3:2 (65.) Schmöller, 3:3 (75.) Schmöller, 3:4 (81.) Löns. 

Gelbe Karten: Doppler, Amidou, Korkor, Zeisel – Baitz, Löns, Jacobi. 

Gelb-Rote-Karte: Hahn (75.) 

Schiedsrichter: Elias Wörz (Friesenried). 

Zuschauer: 180.

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