Der Rückkehrer Semir Ljumani war der Matchwinner für den TuS Holzkirchen beim Kirchheimer SC.
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Der Rückkehrer Semir Ljumani war der Matchwinner für den TuS Holzkirchen beim Kirchheimer SC.

Der Matchwinner vom TuS Holzkirchen im Interview

Semir Ljumani: „Das Team wollte mich unbedingt zurück haben“

  • vonGuido Verstegen
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Semir Ljumani kehrte im Januar zurück zum TuS Holzkirchen. Am Wochenende traf er nach seiner Einwechslung doppelt zum Sieg gegen den Kirchheimer SC.

Holzkirchen – Monatelang lagen ihm seine Ex-Teamkollegen in den Ohren, er möge doch zurückkommen und erneut für den TuS Holzkirchen stürmen. Seit Januar ist Semir Ljumani wieder da – und wie. In seinem ersten Punktspiel für den TuS seit dem 11. Mai 2019 (0:2 gegen Nördlingen) schlug er beim 2:1 in Kirchheim binnen zwölf Minuten zweimal zu und stellte eindrucksvoll seine Qualitäten als Joker unter Beweis. In der Bayernliga-Saison 2018/2019 erzielte der 22-Jährige drei seiner vier Treffer nach der Einwechslung. Ein Kurzinterview.

Glückwunsch, Herr Ljumani! In Minute 78 kommen Sie rein, in Minute 79 treffen Sie zum 1:0. Dann folgt ein Jubellauf über den ganzen Platz. Da hat sich einiges gelöst bei Ihnen. Waren Sie enttäuscht, dass Sie in Kirchheim nicht von Anfang an dabei waren?

Na ja, ich bin in der Vorbereitung entweder eingewechselt worden oder habe gar nicht gespielt. Mental bin ich voll da, ich hab‘ sehr gut trainiert und hatte auch ein gutes Gefühl. Das hat offenbar nicht getrogen.

Ljumani: „Eigentlich wollte ich ganz aufhören mit Fußball.“

Dabei haben Sie immerhin ein halbes Jahr lang ausgesetzt…

Eigentlich wollte ich ganz aufhören mit Fußball. Aber die Mannschaft wollte mich unbedingt zurück, die Jungs haben nicht locker gelassen. Umso schöner ist es, dass ich dem Team mit meinen Toren helfen konnte.

Zwei Tore in zwölf Minuten. Sie treffen offensichtlich gerne mal nach einer Einwechslung. Sind Sie der ideale Joker?

Das würde ich nicht sagen, auch wenn ich letzte Saison in der Bayernliga drei meiner vier Tore nach der Einwechslung gemacht habe. Klar ist, ich will immer von Anfang an dabei sein. Der Sieg in Kirchheim war im Kampf um den Klassenerhalt eminent wichtig.

Sehen Sie das Team auf dem richtigen Weg?

Auf jeden Fall. Es läuft zwar noch nicht alles nach Plan, und wir müssen noch mehr mit Köpfchen spielen statt wild anzurennen, aber die Relegation oder gar der direkte Abstieg sollten für uns kein Thema sein.

Das Gespräch führte: Guido Verstegen

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