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Beim letzten und bislang einzigen Spiel von Torsten Spittler als Trainer des TuS Holzkirchen schneite es noch. Immerhin gewann der TuS 2:1 in Kirchheim. 

Trainer des TuS Holzkirchen

Splitter: „Pokal ist interessant, bis man ausscheidet“

  • vonHans Spiegler
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Gerade einmal ein Spiel des TuS Holzkirchen in der Landesliga leitete Torsten Splitter vor der Corona-Pause. Jetzt beschäftigt er sich mit der Kaderplanung.

Holzkirchen – In zwölf verschiedenen Ländern hat Torsten Spittler als Trainer gearbeitet. Seit einigen Monaten schon leitet der gebürtige Augsburger die Geschicke an der Seitenlinie des TuS Holzkirchen, ohne aber mehr als ein Spiel absolviert zu haben. Nach Spittlers Auftaktsieg bremste die erste Corona-Welle sein Team im Vorhaben ein, die Landesliga auf direktem Wege zu halten. Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt Spittler, wie er den neu beschlossenen Ligapokal findet, wie fit seine Mannschaft bereits ist und in welcher Hinsicht die Corona-Krise die Kaderplanung beeinflusst.

Herr Splitter, das vorgestellte Konzept des BFV sieht – kurz zusammengefasst – einen Ligapokal vor, bei dem auch Sie die theoretische Chance hätten, in die Bayernliga aufzusteigen beziehungsweise im Abstiegsfall die Klasse zu halten. Wie reizvoll finden Sie diese Idee?

Grundsätzlich muss ich zwei Sachen vorwegnehmen: Ich gehöre zu denjenigen Personen, die es besser gefunden hätten, die laufende Saison für beendet zu erklären, ohne dass jemand auf- oder absteigt. Zum Zweiten habe ich mich nicht bis ins letzte Detail mit dem Pokal auseinandergesetzt. Meine Meinung aber ist, dass es schon Sinn ergibt für die ausfallende nächste Saison eine Art Ersatz zu schaffen.

Gänzlich zufrieden mit dieser Lösung wirken Sie aber nicht, oder?

Naja. Hätten wir die Spielzeit beendet, wären wir wieder im ganz normalen Zyklus, und auch die Schwierigkeit mit den Transfers wäre jetzt nicht gegeben. Außerdem war doch ein Grund für die Fortsetzung, dass es Probleme geben würde mit den Teams, die aufgestiegen wären. Jetzt können Teams dann doch über den Pokal aufsteigen – das ist irgendwo ein Widerspruch, und da muss man sich fragen, was denn passiert, wenn ein Verein durch den Pokal die Klasse hält und gleichzeitig ein anderer Verein aufsteigt? Aber wie gesagt: Dafür habe ich mich zu wenig damit beschäftigt.

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Splitter: Es fehlt das Salz in der Suppe

Trotz all dem dürfte es für Ihre Spieler doch eine attraktive Sache sein, oder?

Ein Pokal ist immer so lange attraktiv, bis man draußen ist (lacht). Dieser Modus hört sich im ersten Moment gut an, aber man muss überlegen, was man mit den Mannschaften macht, die früh ausscheiden. Das sind alles eventuelle Nachteile, die auftauchen könnten.

Kommen wir zum aktuellen Geschehen: Seit einigen Wochen dürfen Sie wieder auf dem Platz trainieren. Wie weit ist das Team?

Wir trainieren seit gut drei Wochen jeweils zwei Mal pro Woche. Auch mit den Corona-Vorschriften und Abstandsregeln haben wir uns arrangiert, sodass wir uns nun langsam an eine gewisse Form herantasten wollen. Man merkt, dass nicht jeder zuhause das Laufprogramm absolviert hat – aber wir haben noch jede Menge Zeit, und die Jungs haben Spaß.

Dass nicht jeder Spieler topfit aus dieser außergewöhnlichen Unterbrechung herauskommt, war wahrscheinlich abzusehen.

In gewisser Weise schon. Wir bewegen uns sozusagen auf mittlerer Amateur-Ebene. Infolgedessen muss man auch in der Landesliga damit rechnen, dass es manche Spieler in solchen Phasen vielleicht ein wenig schleifen lassen. Da ist Eigenverantwortung gefragt, und jeder Typ ist unterschiedlich. Darüber hinaus fehlt dem Training ja noch das Salz in der Suppe – wir können zwar Technik, Taktik und vieles mehr trainieren, dürfen aber noch keine Zweikämpfe führen.

Splitter: Zebec verlässt TuS Holzkirchen

Nebenbei müssen Sie in Zusammenarbeit mit dem Sportlichen Leiter Michael Wagner ja auch den Kader für die Zukunft planen.Wie sehr wirkt sich die Corona-Krise da aus?

Es gestaltet sich teilweise schwierig. Wir haben jetzt beispielsweise mit Luka Zebec einen Stammspieler, der studiumsbedingt zurück in seine kroatische Heimat geht – das ist für uns ein herber Verlust. Da haben wir nicht viele Optionen auf dieser Position. Jetzt kommen die Regeln der Wintertransfers zum Tragen, bei dem der abgebende Verein das Veto-Recht besitzt – das heißt für uns, dass Spieler, mit denen wir uns einig waren, womöglich nicht kommen können.

Vermutlich landen wir dann bei der Frage des Geldes.

Exakt. Natürlich gilt das für alle Vereine, aber wenn der abgebende Verein die Ablöse aufgrund der aktuellen Regel nach oben schieben kann, müssen wir uns als TuS Holzkirchen überlegen, wie weit wir mitgehen können. Man hat bestimmte Fixkosten im Team, und auch bei den Sponsoren herrscht gerade Unsicherheit. Vielleicht können diese auch gerade nicht so zahlen, wie sie wollen würden. Man hängt also insgesamt sehr in der Luft.

Bevor Sie mit bestimmten Spielern in Verhandlung treten, müssen Sie diese ja erst mal finden. Nach welchen Kriterien sucht der TuS Verstärkungen?

Bei der Spielerauswahl fehlt mir aufgrund meiner Auslandsvergangenheit ein wenig die Übersicht, das muss ich zugeben. Das übernimmt aber Michael Wagner. Der kann das und macht das gut.

Splitter: Sind ein Ausbildungsverein

Aber Sie stimmen sich ja bestimmt ab?

Selbstverständlich (lacht). Also grundsätzlich schauen wir gerne zuerst einmal nach Spielern, die vielleicht schon beim TuS waren und die man eventuell rekrutieren könnte. Unser Augenmerk liegt ganz eindeutig auf Spielern aus der Region. Das hat zwei Vorteile: Erstens haben diese Jungs eine kurze Anreise, was bei anderen Spielern oft ein kritischer Punkt sein kann, und zweitens herrscht hier von Natur aus eine andere Verbundenheit für die Gegend und die Leute.

Nun fallen Talente mit Landesliga-Format in der Region nicht von den Bäumen.

Genau das ist der Knackpunkt. Wir müssen uns die Frage stellen, ob dieser Spieler die Qualität und die Körperlichkeit besitzt, uns irgendwann in dieser Liga weiterzuhelfen. Hier komme ich dann ins Spiel: Ich möchte diese Jungs weiterentwickeln, was ich – und das darf ich bestimmt behaupten – als meine Spezialität bezeichnen würde. Wir strecken also die Fühler nach dieser Art von Spieler aus, sehen uns als Ausbildungsverein und wollen das Sprungbrett für junge Fußballer sein.

Sie sagen, dass man derzeit in allen Bereichen in der Luft hängt. Wie sehr freuen Sie sich auf das erste Punktspiel?

Das dürfte noch eine lange Reise werden (lacht). Zunächst freue ich mich, wenn wir wieder ein echtes Training abhalten dürfen. Der nächste Schritt wären Freundschaftsspiele – und dann sehen wir weiter.

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