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„Schlechtestes Spiel, seit ich Trainer bin“: TuS Holzkirchen unterliegt SpVgg Landshut mit 0:1

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Seltener Vorstoß: Gegen die SpVgg Landshut entwickelte der TuS Holzkirchen selten so viel Zug nach vorne wie hier Maximilian Drum (v.r.) gegen (v.l.) Lucas Biberger und Johannes Zettl.
Seltener Vorstoß: Gegen die SpVgg Landshut entwickelte der TuS Holzkirchen selten so viel Zug nach vorne wie hier Maximilian Drum (v.r.) gegen (v.l.) Lucas Biberger und Johannes Zettl. © Christian Scholle

Der TuS Holzkirchen hat seine Partie gegen die SpVgg Landshut mit 0:1 verloren. Nach ereignisarmen 90 Minuten sprach Trainer Joe Albersinger vom schlechtesten Spiel unter seiner Führung.

Holzkirchen – Für ein sehenswertes Fußballspiel wäre am vergangenen Samstag in Holzkirchen eigentlich das perfekte Wetter gewesen. Doch das letzte Landesliga-Duell der Hinrunde des TuS gegen die SpVgg Landshut entwickelte sich von Anfang an zu einer kämpferischen Angelegenheit – ein Kampf, den die Kicker von der Haidroad an diesem Tag nicht gewinnen konnten, weil sie ihn nicht überzeugt gewinnen wollten. Die Elf von Trainer Joe Albersinger unterlag in einer ereignisarmen Partie letztlich verdient mit 0:1, was die fünfte Pleite der Spielzeit bedeutete.

„Das war mit Sicherheit unser schlechtestes Spiel, seitdem ich hier Trainer bin“, stellte TuS-Coach Albersinger schmerzlich fest. „Auch trotz einiger Verletzter hatten wir einen Kader, der alle Möglichkeiten und Fähigkeiten gehabt hätte, hier mindestens einen Punkt zu holen – das war nicht der Fall und da müssen wir dem Gegner Respekt zollen und uns hinterfragen.“

Mit verletzten Spielern meint der 55-Jährige allen voran Toni Bauer, Stefan Lechner und Beni Löhnert. Die Offensivkräfte sind allesamt schon einige Wochen außen vor, sodass spürbar Leben und Variabilität im Angriffsspiel fehlt – eine Ausrede, die Albersinger unter keinen Umständen zählen lassen will: „Als Erklärung für so ein Spiel ist mir das viel zu einfach.“ Die Spielvereinigung Landshut sei seinem Team in Sachen Zweikampfführung, Technik und Ballbesitzspiel weit überlegen gewesen. „Und wenn du als Team merkst, dass an einem Tag nichts geht, kannst du immer noch 0:0 spielen und einen Punkt holen.“

Beinahe wäre jedoch alles anders gekommen: Nach einer Viertelstunde wäre der TuS um ein Haar in Führung gegangen. Einen Freistoß aus etwa 20 Metern und einigermaßen spitzen Winkel setzte Standardexperte Beni Gulielmo an die Latte. Landshuts Keeper wäre nicht ganz frei von Mitschuld gewesen, hätte sich der Ball noch unter den Querbalken gesenkt.

In der Folge wandelte sich die Partie. Schnelle Ballverluste, technische Fehler und Unkonzentriertheiten prägten das Spiel des TuS. Landshut war zwar nicht drückend überlegen, nutzte jedoch eine der vielen Holzkirchner Nachlässigkeiten aus: Zehn Minuten vor dem Seitenwechsel kontrollierte ein TuS-Verteidiger einen langen Ball zu unpräzise und lud die Landshuter Stürmer dadurch ein, alleine auf Torhüter Beni Zeisel zuzulaufen. Lucas Biberger blieb eiskalt und schob die Kugel flach rechts an Zeisel zur 1:0 Gästeführung ein.

Eine Reaktion der Hausherren blieb im zweiten Durchgang aus. Die Unsicherheiten bei der Ballannahme zogen sich durch die späten Phasen des Spiels. Auch kämpferisch behielt die Spielvereinigung bis zum Schlusspfiff die Oberhand.

„Insgesamt hat Landshut unseren Spielern kaum Raum und Zeit gelassen“, sagt Albersinger. „Zum ersten Mal in dieser Saison war über ein ganzes Spiel zu wenig Leben zu spüren und wir haben nicht bis zur letzten Sekunde an uns geglaubt.“

Der Trainer des TuS will diesen Umstand in der Trainingswoche klar ansprechen: Seine Mannschaft habe sich bis hierhin schon viel erarbeitet und auch begeistern können. „Das sind wir unseren Zuschauern auch jetzt wieder schuldig und darüber werden wir sprechen.“

TuS Holzkirchen – SpVgg Landshut 0:1 (0:1)

TuS Holzkirchen: Zeisel – Elouafai (85. Paal), S. Bauer, Zetterer, Keskin – Siebler (73. Ferraro), Drum, Gulielmo – Korkor, A. Bauer (60. Erten), Fischer (73. Seidl).
Tore: 0:1 Biberger (35.).
Gelbe Karten: Zettel, Tellez.
Gelb-rote Karte: Drum.
Schiedsrichter: Sascha Voglgsang.
Zuschauer: 110.

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