Weiter dagegenhalten: Der TuS Holzkirchen – hier mit Burhan Bahadir (vorne l.) – braucht gegen Waldkirchen einen weiteren Sieg.
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Weiter dagegenhalten: Der TuS Holzkirchen – hier mit Burhan Bahadir (vorne l.) – braucht gegen Waldkirchen einen weiteren Sieg.

Den Schwung der Sensation mitnehmen

TuS Holzkirchen will gegen TSV Waldkirchen nachlegen

  • vonHans Spiegler
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Es ist immer wieder interessant zu beobachten: Mannschaften, die in einem Spiel als unterlegen gelten und folglich nicht viel zu verlieren haben, sind oft zu besonderen Leistungen fähig.

Den Landesligisten TuS Holzkirchen ist dieses Kunststück am Sonntag beim Tabellenführer SV Erlbach gelungen: Mehrmals geriet der Underdog in Rückstand, ließ sich davon aber nicht unterkriegen und machte mithilfe unfassbarer Schlussminuten einen immens wichtigen 4:3-Sieg klar.

„In der Kategorie der verrücktesten Siege ist dieser ziemlich weit vorn dabei“, muss Holzkirchens Schlussmann Benedikt Zeisel zugeben. „Dieser Dreier war zwar nicht eingeplant, dafür aber umso schöner. Vielleicht können wir diesen Schwung ein wenig mitnehmen.“

Denn nun geht es der TuS sozusagen zur Tagesordnung über: Beim Heimspiel am Tag der Deutschen Einheit gegen den TSV Waldkirchen hat die Elf von Trainer Jozo Ereiz eine Begegnung vor der Brust, bei der Fans und Verantwortliche schon viel eher mit einem Sieg rechnen. Der Vorletzte der Tabelle konnte schon sage und schreibe neun Partien in Folge nicht mehr gewinnen und stellt mit 32 Gegentreffern eine von drei Mannschaften dar, die schon über 30 Tore kassiert haben. Trotzdem mahnt Zeisel: „Wir müssen genauso konzentriert agieren wie gegen Dachau oder Erlbach. Jeder Spieler muss 100 Prozent abrufen. Wenn nur einer weniger gibt, wird es nicht reichen.“

Immerhin konnte die Truppe von Trainer Anton Autengruber dem TSV Eintracht Karlsfeld – bekanntermaßen der neue Tabellenführer – ein 1:1-Unentschieden abtrotzen. „Es wird kein Pflichtsieg, sondern ein schweres Spiel für uns“, merkt Zeisel folglich an. „Ein Sieg wäre aber enorm wichtig.“ Reicht es nicht zu drei Punkten, fällt die Wertigkeit des Erlbach- Coups wieder deutlich ab, denn auch jetzt beträgt der Abstand zu den abstiegsbedrohten Tabellenplätzen gerade mal drei Zähler. Ereiz‘ Elf ist also gut beraten, Waldkirchen als eine Art zweites Erlbach zu betrachten. Denn für einige Fans mag es logisch erscheinen, für andere verwunderlich sein: Die Holzkirchner lassen sich offensichtlich zu Höchstleistungen anstacheln, wenn der Gegner vermeintlich stärker ist.

hsp

Zum Spiel

Donnerstag, 3. Oktober, 14 Uhr Stadion an der Haidstraße.

Voraussichtliche Aufstellung: Zeisel – Gerg, Zetterer, Doppler, Amidou – Gulielmo, Höpfinger, B. Bahadir – Korkor, T. Bauer, Frei.

Auf der Bank: Kuile, Baumann, Zebec, Mättig, S. Bahadir, Grbic, Maurer, Erten. Schiedsrichter: Tobias Spindler (SV Ostermünchen).

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