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Stolperstein Geretsried: Im Isaraustadion fängt sich der TuS Holzkirchen (in Grün) die höchste Niederlage der Saison ein. (v.l.) Maximilian Dengler, Deniz Sari und Alexander Pilik fahren mit leeren Händen nach Hause.

Landesliga Südost

Vernichtend geschlagen

TuS Holzkirchen – 0:5 geht der TuS Holzkirchen beim TuS Geretsried unter. Zu allem Überfluss verletzt sich auch noch Neuzugang Florian Voit.

Gediminas Sugzda, Trainer des TuS Holzkirchen, hatte es vor der Landesliga-Partie beim TuS Geretsried gesagt: „Das wird unsere schwierigste Woche.“ Gemeint hat er damit die kritische Personalsituation, die bei den Holzkirchnern zwar jedes Jahr um diese Zeit herrscht. Doch heuer – und gerade in dieser Woche – tritt sie besonders deutlich zu Tage. Trotzdem: Dass dieses Problem gegen Geretsried dermaßen zum Tragen kommen würde, war nicht zu erwarten. Mit 0:5 endete die aus Holzkirchner Sicht enttäuschende Partie, in der es auf Seiten der Gäste an den Basiselementen des Fußballs fehlte.

Nur punktuell schaffte es Sugzdas Team, für Geretsried gefährlich zu sein, und brachte sich selbst zu den ungünstigsten Zeitpunkten mit äußerst einfachen Fehlern um jegliche Chance, Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Dies lässt sich auch keinesfalls nur auf das Fehlen zahlreicher Spieler zurückführen.

Nochmal zum Überblick: Maximilian Preuhs, Dominic Baumann, Ljeotrim Sekiraqa, Erman Gümüs, Marko Maric und Sean Erten – alle im Urlaub. Antonio Longo, Wolfgang Sappl, Mario Briegel – verletzt. Dem TuS fehlten also alleine fünf Spieler, die Potenzial zum Stammspieler auf der Außenverteidigerposition haben. Wobei hier der Langzeitverletzte Klaus Siebenäuger noch gar nicht mitgezählt ist. „Es ist unglaublich wie viele Außenspieler uns fehlen – die meisten Mannschaften haben gar nicht so viele Spieler“, sagt Sugzda.

Die Folge: Der Coach war gezwungen, zahlreiche Positionswechsel vorzunehmen, unter anderem Lars Doppler auf die linke Abwehrseite zu schieben und Neuzugang Florian Voit bei seinem ersten Auftritt auf rechts verteidigen zu lassen. Auch dies sollte gegen Geretsried nicht reichen, denn nach etwa 20 Minuten verletzte sich Voit. Sugzda musste mit Dominik Stadler den nächsten ins kalte Wasser schmeißen – auch wenn der 20-Jährige schon im Pokal gegen Ismaning bewiesen hatte, dass er die Voraussetzung hat, in der Landesliga zu verteidigen.

„Auch wenn es ohne so viele Spieler sehr schwierig ist, hatten wir eigentlich mit dieser Aufstellung trotzdem die Qualität, um besser dagegenzuhalten“, meint Stürmer Maximilian Dengler, der in der ersten Halbzeit, in der Holzkirchen noch einigermaßen gleichwertig agierte, einmal am gegnerischen Torhüter scheiterte. „Ich glaube, dass das Spiel anders gelaufen wäre, wenn wir in den ersten 15 Minuten etwas aus unseren Chancen gemacht hätten."

Kurze Zeit später aber nahm das Unheil für Sugzdas Mannen seinen Lauf. Bei einem haltbaren Fernschuss von Martin Bachhuber brachte Torwart Benedikt Zeisel nur seine linke Hand an den Ball. Dieser Kontakt reichte jedoch nicht, und die Kugel machte einen Bogen ins eigene Tor. „Beni weiß, dass es sein Fehler war. Aber das kann eben mal passieren – er hat uns schon so oft den Kragen gerettet“, sagt Dengler.

Nach dem gut herausgespielten 2:0 durch Johann Latanski vergab Doppler kurz vor der Halbzeit die Möglichkeit, die Begegnung offen zu halten. Nach einer Ecke war der Kopfball des Verteidigers nur wenige Zentimeter zu hoch, sodass der Ball von der Latte nicht hinter der Torlinie aufprallte. „Für die fehlende Frische nach den englischen Wochen und den verfügbaren Kader, war die erste Hälfte noch ganz okay“, meint Sugzda. „Aber die Geretsrieder haben ihre Chancen verwertet. Und wir eben nicht."

Nach einem starken Konter in der 64. Minute – wieder durch Latanski vollendet – brach der TuS völlig auseinander. Wobei auch dazu passte, dass Dengler einen klaren Elfmeter nicht gepfiffen bekam und somit der mögliche Platzverweis ausblieb. Ein Abstauber und ein strammer Fernschuss sorgten letztlich für den 0:5-Endstand und die höchste Holzkirchner Niederlage in dieser Saison.

„Insgesamt war unsere Spielweise sehr enttäuschend und bei allen Umständen nicht zu entschuldigen“, stellt Sugzda klar. „Die Körpersprache war teilweise echt alarmierend und wird so nicht mehr vorkommen.“ Ähnlicher Meinung ist Dengler: „Das war eines unserer schlechtesten Spiele – Wille, Laufbereitschaft und Aggressivität müssen viel besser werden, und an unseren Fans sollten wir Wiedergutmachung betreiben."

Hans Spiegler

Zum Spiel

TuS Geretsried - TuS Holzkirchen 5:0 (2:0)

TuS Geretsried: Herz – Lang (64. Buchner), Fischer (70. Fister), Berwein, Ma. Bachhuber – Latanski (55. Mi. Bachhuber), Sacher, Baki, Kapfhammer – Huber, Schubert.

TuS Holzkirchen: Zeisel – Doppler, S. Kinshofer, M. Kinshofer, Voit (21. Stadler) – Pilik (80. Adam), Sari, Gulielmo, Keßler (58. Pietzko) – Allgeier, Dengler.

Tore: 1:0 (16.) Ma. Bachhuber, 2:0 (28.) Latanski, 3:0 (49.) Latanski, 4:0 (64.) Mi. Bachhuber, 5:0 (75.) Berwein.

Gelbe Karten: Lang – S. Kinshofer, Gulielmo.

Zuschauer: 350.

Schiedsrichter: Vinzenz Pfister (SV 66 Oberbergkirchen).

Quelle: fussball-vorort.de

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