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Walls neuer Trainer Niederlöhner: „Wo ich bin, rührt sich was“

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Die Tinte ist trocken: Michael Niederlöhner (M.) steht in der kommenden Saison an der Seitenlinie des SC Wall. Das freut auch die beiden Spartenleiter Florian Zehrer (l.) und Seppi Estner (r.).
Die Tinte ist trocken: Michael Niederlöhner (M.) steht in der kommenden Saison an der Seitenlinie des SC Wall. Das freut auch die beiden Spartenleiter Florian Zehrer (l.) und Seppi Estner (r.). © SC Wall

Der SC Wall hat einen neuen Trainer: Michael Niederlöhner. Und der gibt sich selbstbewusst. Außerdem kehrt Torhüter Andreas Waldschütz zurück.

Wall – Beim SC Wall kann ein Trainer seine Arbeit in Ruhe durchziehen. Das haben die Amtszeiten von Bernd Bleinroth (jetzt SV Parsberg), der sieben Jahre im Amt war, und von Sepp Bernöcker gezeigt. Letzterer hat den A-Klassisten in den vergangenen drei Jahren gecoacht. In der Winterpause teilte er dem Verein mit, nach der Saison aufzuhören. Jetzt hat der SC Wall mit Michael Niederlöhner einen neuen Übungsleiter gefunden.

„Ich werde nach 25 Jahren Fußball meine Freizeit genießen und nur noch als Fan von außen zuschauen“, freut sich Bernöcker auf die nächsten Jahre am Waller Sportplatz. Abteilungsleiter Seppi Estner lobt die Arbeit des Ex-Trainers: „Er hat in den drei Jahren als Coach ein für die Zukunft stark aufgestelltes Team geformt und es durch die schwierige Corona-Zeit geführt. Daran kann sein Nachfolger anknüpfen.“

Und der ist im Landkreis kein Unbekannter. Niederlöhner trainierte beim SV Warngau Jugend- und Herrenmannschaften. Zuletzt war der 65-Jährige als Jugendtrainer beim ASV Glonn tätig, ehe er vergangenes Jahr nach Bad Tölz zog. „Wir hatten mehrere interessante Kandidaten für den Trainerjob. Michael Niederlöhner hat uns mit seiner langjährigen Erfahrung und seiner großen Begeisterung für den Fußballsport überzeugt“, erklärt Estner.

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Torhüter Waldschütz kehrt zurück

Diese fast schon kindliche Begeisterung ist Niederlöhner anzumerken. Er erzählt gerne, was er schon alles auf und neben den Fußballplätzen in Oberbayern erlebt hat. „Da, wo ich bin, da rührt sich was“, sagt er. Schon bei den ersten Gesprächen mit dem Sportclub hatte der gebürtige Münchner ein gutes Gefühl. „Das sind gute Leute hier“, sagt er über Vorstand Christian Selbherr und Abteilungsleiter Estner. Alle Beteiligten wünschen sich eine vergleichsweise ruhige Saison, in der man mit dem Abstieg nichts zu tun hat.

So richtig ernst wird es beim neuen Spielmodus im Kreis Zugspitze diesbezüglich erst in der zweiten Saisonhälfte. In der Hinrunde qualifizieren sich die Teams aus den Achtergruppen für eine Auf- oder Abstiegsrunde. „Unter die ersten drei zu kommen und die Aufstiegsrunde zu spielen, wäre natürlich ein Traum“, sagt Niederlöhner. Das neue System findet er „eine gute Sache mit vielen Lokalderbys“.

Am kommenden Samstag trifft er zum ersten Mal auf seine neue Mannschaft. Dann wird erst zusammen gesprochen, dann trainiert und am Abend gegrillt. Mit dabei ist auch Andreas Waldschütz. Der Torhüter kehrt nach zwei Jahren beim FC Real Kreuth zu seinem Heimatverein Wall zurück. „Nach zwei Jahren Kreisliga-Luft wird er uns hinten zusätzlichen Rückhalt verleihen“, freut sich Estner, der selbst nach vier Kreuzband-Operationen und knapp vier Jahren Pause an einem Comeback arbeitet. „Der Plan ist es schon, wieder auf dem Platz zu stehen, aber das muss die Vorbereitung zeigen“, sagt er. Das Knie braucht noch Ruhe. Aber in Wall können ja bekanntlich alle in Ruhe arbeiten.

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