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Ehrentreffer für die nächsten 15 Jahre: Warngauer Fußballfest gegen SpVgg Unterhaching

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Von: Sebastian Schuch

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Viel gefordert war die Warngauer Defensive um Sebastian Klaus (l.) und Keeper Thomas Mielke, der in der zweiten Hälfte im Tor stand.
Viel gefordert war die Warngauer Defensive um Sebastian Klaus (l.) und Keeper Thomas Mielke, der in der zweiten Hälfte im Tor stand. © Ralf Poeplau

Nach drei Jahren des Verschiebens war es endlich soweit: Die SpVgg Unterhaching kam zum Benefizspiel zum SV Warngau, dem der Ehrentreffer gelang.

Warngau – Fußballfeste des SV Warngau sind gerne feucht-fröhlich, in diesen Wochen vor allem feucht. Nachdem schon das entscheidende Relegationsrückspiel gegen die SF Egling-Straßlach von einem vorbeiziehenden Gewitter geprägt war, wurden Zuschauer und vor allem Spieler und Trainer auch beim Benefizspiel gegen die SpVgg Unterhaching am Freitagabend ordentlich nass. Zunächst hatte es noch ausgesehen, als würde es bei ein paar Tropfen bleiben, in der zweiten Hälfte öffnete der Himmel allerdings seine Schleusen endgültig.

Für Hachings Präsident ist das noch lange kein Grund, das seit drei Jahren ausgemachte und immer wieder verschobene Spiel erneut auf die Wartebank zu setzen. Zwar hatte der Verein gefragt, ob gespielt werden könne, doch der Präsident hätte schon dafür gesorgt, dass die Warngauer ihr Dankeschön für die Hilfe beim Merkur CUP-Finale 2019 endlich bekommen, wie er am Rande der Partie betonte. Der Holzkirchner war froh, dass er sein Versprechen nun endlich einlösen konnte.

Die Freude war auch den Warngauern anzumerken. „Mit dem Aufstieg war das noch einmal ein besonderes Highlight“, schwärmte Jugendleiterin Yvonne Frischmuth. „Es ist nur schade, dass unser Vorsitzender Christian Schöllner erneut nicht da sein konnte.“ Dessen Vertretung übernahm der Zweite Vorsitzende Sebastian Spiegler gerne. „Wir helfen alle gut zusammen, da ist es kein Riesenunterschied. Alleine kann man das nicht stemmen.“ Die Warngauer Zusammenarbeit war an diesem Abend von den A-Jugendlichen an der Kasse, über die Küche bis zur Mannschaft auf dem Rasen zu sehen.

Die Zuschauer versammelten sich aufgrund des einsetzenden Regens zum größten Teil unter dem Vordacher der Schupf.
Die Zuschauer versammelten sich aufgrund des einsetzenden Regens zum größten Teil unter dem Vordacher der Schupf. © Ralf Poeplau

Mayer stolz auf seine Mannschaft

Das Team von Trainer Daniel Mayer setzte alles daran, es der Regionalliga-Elf von Sandro Wagner so schwer wie möglich zu machen. Das gelang ihnen vor allem in der ersten Hälfte, in der Haching logischerweise spielbestimmend war, aber nur zwei Treffer erzielte. „Da haben wir wirklich bombe gespielt, gut dagegen geschoben, sodass sie irgendwann zum Stehen gekommen sind. Das muss man erst mal schaffen“, lobte Mayer.

Im zweiten Durchgang waren dann doch etwas die unterschiedlichen Voraussetzungen erkennbar: Während Unterhaching am vergangenen Montag die Vorbereitung auf die kommende Saison aufgenommen hat, haben die Warngauer gerade erst aufgehört, den Kreisklassen-Aufstieg zu feiern, und seitdem nur einmal trainiert. Zudem nutzte Mayer die besondere Gelegenheit und setzte jeden zur Verfügung stehenden Spieler ein. „Es hat jeder spielen können, der irgendwie hat Laufen können. Das hat sich auch jeder verdient.“ Unterhaching auf der anderen Seite sorgte mit einem Doppelschlag nach der Pause für klare Verhältnisse und erzielte insgesamt zehn Treffer.

Da kann man schon mal abklatschen: Torschütze Christian Hinterholzer (l.) und Hans Spiegler feiern den Ehrentreffer der Warngauer.
Da kann man schon mal abklatschen: Torschütze Christian Hinterholzer (l.) und Hans Spiegler feiern den Ehrentreffer der Warngauer. © Ralf Poeplau

Hinterholzer gelingt Ehrentreffer

Doch das war für die Warnauer freilich zweitrangig, schließlich gelang Christian Hinterholzer per Weitschuss der vielumjubelte Ehrentreffer. „Die Ziele waren, den Ball 25 Mal in den eigenen Reihen zu halten und ein Tor zu schießen, weil da reden wir in 15 Jahren noch drüber. Und das ist uns gelungen“, freute sich Mayer. Auch der sonst so ehrgeizige Wagner ärgerte sich „überhaupt nicht“ über das Gegentor und lobte den SV: „Sie haben es gut gemacht. Warngau hat alles reingeworfen, eine sehr gute Mannschaft.“

Wie für Manni Schwabl ist es auch Wagner wichtig, mit der Spielvereinigung im Oberland präsent zu sein. „Es ist wichtig, dass man eine gute Bindung zur Region hat. Man kann sich als Verein zeigen, die Spieler können sich zeigen. Hier in Warngau bin ich schon oft vorbeigefahren, aber auf dem Sportplatz war ich noch nie. Von daher ist es auch für mich eine schöne Sache“, erklärt der 34-Jährige.

Ein Schmuckstück bekam Manni Schwabl (M.) von Yvonne Frischmuth und Slyrs-Geschäftsführer Hans Kamenater als Dankeschön überreicht.
Ein Schmuckstück bekam Manni Schwabl (M.) von Yvonne Frischmuth und Slyrs-Geschäftsführer Hans Kamenater als Dankeschön überreicht. © Sebastian Schuch

Wetter schreckt einige Zuschauer ab

Noch schöner wäre es sicherlich gewesen, wenn das Wetter mitgespielt und so mehr als gut 180 Zuschauer den Weg zum Benefizspiel gefunden hätten. Ansonsten: „Rundum gelungen“, fasst Frischmuth zusammen. Das Torwandschießen des Jugendfördervereins des SV Warngau wurde gut angenommen und der Erlös der fünf Kisten Bier von Top-Torjäger Sebastian Klaus kommt dem Nachwuchs zugute.

Somit stand für die Warngauer Fußballer nur noch eines auf der To-do-Liste: die Saisonabschlussfeier, die bis in die frühen Morgenstunden dauerte.

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