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Eine Entscheidung der Mannschaft: Weil der Kader noch mal kleiner geworden ist, ziehen sich die Handballer aus Föching mit Trainer Michael Hahn (hinten M.) aus dem aktuellen Punktspielbetrieb zurück.

Weitere Ausfälle verkleinern den Kader

Sportfreunde Föching melden ihr Team ab

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Es ist eine Entscheidung der Vernunft: Die Handballer der Sportfreunde Föching melden ihr Team aus dem laufenden Spielbetrieb in der Bezirksliga Staffel 2 ab. Der Grund dafür ist der zu dünn besetzte Kader.

Es war der Wunsch der Mannschaft, einen Schlussstrich zu ziehen, berichtet Michael Hahn. „Wir haben uns zusammengesetzt und die Situation für die Rückrunde analysiert. Und das sah nicht gut aus“, sagt der Trainer und Spartenleiter. Zwei am Knie verletzte Spieler seien hinzugekommen, und ein weiterer Spieler müsse berufsbedingt mehrfach ins Ausland. „Das bedeutet, dass wir gerade mal acht Leute im Kader haben“, sagt Hahn. „Aber ohne Auswechselspieler macht das alles keinen Sinn. Bevor wir ewig rumeiern, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen.“

Der Rückzug soll jedoch nicht das Ende des Handballsports in Föching sein – im Gegenteil. „Wir wollen diesen Sport am Leben halten. Wir bauen gerade wieder junge Spieler auf, aber für diese brauchen wir eine Perspektive.“ Und die sieht so aus: Die Sportfreunde treten in der kommenden Saison in einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Schliersee an.

Denn der TSV, mit dem die Sportfreunde seit dieser Saison bereits eine Trainingsgemeinschaft gestartet haben, befindet sich in einer ähnlichen Situation: guter, aber kleiner Kader und ein vielversprechender Nachwuchs im Aufbau. Bis die jungen Spieler aber bei den Herren angreifen können, braucht es noch etwas Zeit, die es zu überbrücken gilt.

„Wir müssen uns überlegen, wie es mit dem Handball im Oberland weitergehen kann“, sagt Hahn. Mit einer Spielgemeinschaft könne ein eingespieltes Team erhalten werden, in das der Nachwuchs integriert werden soll. Mit einem großen Kader, der auch Absenzen der Spieler am Spieltag ausgleichen kann.

Auf diese Weise hätten die Sportfreunde in der Saison 2013/14 auch den Aufstieg geschafft. „Damals hatten wir 16 Spieler“, erinnert sich Hahn. „Von denen sind aber nur noch sechs da.“ Der Grund: Die jungen Handballer werden mittlerweile im Beruf gefordert, müssen sportlich kürzer treten oder ganz aufhören. „Der Zusammenhalt war irre“, erklärt Hahn, „aber jetzt müssen viele im Job Vollgas geben.“

Eine Spielgemeinschaft mit Schliersee habe durchaus Perspektive. „Wir bringen die Erfahrung aus der Bezirksliga mit, und der TSV hat ein gutes Team, das in die Bezirksliga aufsteigen kann.“ Das heißt: Sollte der Aufstieg gelingen, könnte Föching trotz sportlichen Abstiegs als Spielgemeinschaft in der Liga bleiben. Die Anträge sind nach der Saison im April beim Verband zu stellen.

Damit das gelingt, werden einige SF-Spieler zur Rückrunde den TSV verstärken. Laut Hahn sind das voraussichtlich Keeper Jakob Breu sowie Andreas Oset, Jakob Kuchenbrod, Benedikt Rackowitz und Bastian Kreidl. „Vielleicht kommt ja noch der eine oder andere hinzu. Wir werden auf jeden Fall wie bisher gemeinsam mit Schliersee trainieren.“

Hahn sieht das Ende der Föchinger in der Bezirksliga „relaxt“, denn die neue Perspektive einer Spielgemeinschaft habe Potenzial. Mit TSV-Trainerin Carmen Theer funktioniere die Zusammenarbeit, sodass vorstellbar sei, nächste Saison gemeinsam an der Bande zu stehen. „Ein Team wäre auch für einen einzelnen Trainer hilfreich, aber das wird sich alles noch zeigen“, sagt Hahn. Ziemlich konkret sei aber, dass er als Funktionär, also Sportlicher Leiter, bei der neuen Spielgemeinschaft fungieren wird. Mit dem Rückzug hat Hahn seinen Frieden gemacht: „Das ist gut so – für die Mannschaft und auch für die Liga. Denn es wäre ja Wettbewerbsverzerrung, mal Spiele mangels Spieler absagen zu müssen und ein anderes Mal in Vollbesetzung zu punkten.“

ddy

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