FC Bayern Hermann Gerland
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Bayern-Krise: Kein Ende in Sicht

München – Hermann Gerland ist nicht der Mensch, der sich ständig beklagt. Doch die aktuelle Misere beim FC Bayern II belastet ihn sehr: „Wir sind in einer schwierigen Situation.“

Nach 14 Spieltagen hat die Reserve des Rekordmeisters erst einen Sieg auf der Habenseite. Es droht der Absturz in die Regionalliga. Dieses Szenario will Gerland mit allen Mitteln verhindern: „Für den Unterbau und die Entwicklung der Talente müssen wir in der Dritten Liga antreten.“ Traditionell sind die Bayern in der Vorrunde schwächer, die Junioren müssen sich erst an die Dritte Liga gewöhnen. Regelmäßig hat man dann in der Rückrunde die Punkte zum Klassenerhalt gesammelt. „Da darf der Abstand zum Tabellen-Mittelfeld aber nicht zu groß werden“, meint Gerland vor dem Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt (Samstag, 14 Uhr im Stadion an der Grünwalderstraße). „Wir wollen unbedingt gewinnen, das wird aber schwer, wir haben weiter viele Ausfälle zu beklagen.“

Vom ersten Spieltag an schrumpfte der Kader

Auch Abteilungsleiter Werner Kern kann sich nicht an eine derart lange Liste von verletzten Akteuren erinnern: „Das betrifft nicht nur unsere zweite Mannschaft, auch viele Junioren fallen aus. Da ist es schwierig, schlagkräftige Teams aufs Feld zu schicken.“ Vom ersten Spieltag an schrumpfte der Kader, Gerland musste ständig improvisieren und einige Jugendspieler hinzuziehen. Auch gegen Erfurt fehlt wieder fast eine gesamte Mannschaft: Mit erheblichen Blessuren plagen sich Rouven Sattelmeier, Ivan Cosic, Julian Leist, Christian Saba, Stefan Schürf, Tygun Kuru, Danny Schwarz, Thomas Kurz und Saer Sene herum. Nicola Sansone sitzt noch eine Rotsperre ab. Da ist es für den Trainer nur ein schwacher Trost, dass David Alaba eventuell seine Mannschaft verstärken könnte. Nach überstandener Verletzung wird der österreichische Nationalspieler aber auch bei den Profis gebraucht. Bis zum Winter müssen sich die Bayern durchwursteln, dann soll personell nachgelegt werden. „Mit nur einem Stürmer kommen wir nicht weiter, da muss etwas geschehen“, plant Gerland die Verpflichtung neuer Offensivleute.

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