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Zentrale Figur in defensiven Mittelfeld: Sebastian Mrowca (r.) ist als Kapitän Leistungsträger in der U19 des FC Bayern. Seine Leistungen – wie hier im Spiel gegen den VFB Stuttgart, das live im Fernsehen auf Sport1 übertragen wurde – haben bei einigen Vereinen Interesse geweckt. Bald muss er sich entscheiden, ob er in München bleiben oder bei einem anderen Club einen Profivertrag unterschreibt.

FC Bayern München U 19 Kapitän

Die steile Karriere des Sebastian Mrowca

München - Der Haushamer Sebastian Mrowca wurde durch eine Zufall entdeckt, jetzt ist er Kapitän der U19 beim FC Bayern. Für viele Menschen ist klar: Es gibt keine Zufälle.

Das, was da manchmal so wundersam vor sich geht und oft unerklärlich ist, das ist Schicksal.So war es auch bei Sebastian Mrowca. Als Zehnjähriger begleitete der Haushamer seinen zwei Jahre älteren Bruder Patryk zu einem Sichtungstraining. „Ich bin da eher zufällig mitgekommen“, sagt der heute 18-jährige. Doch es hatte Folgen: Inzwischen ist er Kapitän der U19 des FC Bayern München.

Sebastian Mrowca wurde bei einem Sichtungstraining entdeckt

Damals hat der Coach ihn aufgefordert, wenn er schon dabei sei, könne er auch gleich mittrainieren. „Am Anfang wollte ich gar nicht“, erinnert sich Mrowca. Er war gerade erst von einer Verletzung genesen und hatte noch dazu keine Schuhe dabei. Doch er ließ sich überreden und machte mit. „Dann haben sie gesagt, wir nehmen euch beide mit.“ Die Mrowcas unterschrieben beim FC Bayern.

Sein Bruder spielt jetzt bei Wacker Burghausen

Mittlerweile, acht Jahre später, hat Sebastian Mrowca sowohl Höhen als auch Tiefen des Geschäfts miterlebt. Einerseits ist er Führungsspieler bei den A-Junioren und führt mit seinem Team – zu dem auch der Miesbacher Julian Green gehört – die Bundesliga Süd/Südwest an. „Wir wollen jetzt natürlich Meister werden“, sagt der defensive Mittelfeldspieler. In dieser Saison läuft es gut: Mrowca kam bislang auf neun Einsätze, erzielte ein Tor. Andererseits weiß er nur zu gut, dass es als Fußballer auch schwierige Zeiten gibt. Zum Beispiel in der vergangenen Saison, als ihm das Kreuzband riss. „Das war nicht leicht“, sagt er. „In dieser Phase hat mir meine Familie sehr geholfen.“ Das Elternhaus in Hausham – obwohl Mrowca mittlerweile in München wohnt – ist der wichtigste Bezugspunkt. Auch zu seinem Bruder Patryk, mittlerweile bei Wacker Burghausen in der 3. Bundesliga unter Vertrag, pflegt er ein enges Verhältnis. An Weihnachten kommen sie zusammen – zu Hause in Hausham.

Mrowca liegen zahlreiche Angebote vor

Darum hat die Meinung der Familie Gewicht bei seinen weiteren Weg zum Fußball-´Profi. „Wir werden uns zusammensetzen.“ Denn Mrowca muss eine Entscheidung treffen. Sein Vertrag beim deutschen Rekordmeister läuft am Saisonende aus. Die Roten würden gerne verlängern, aber er ist noch unschlüssig. „Die Chancen stehen 60 zu 40“ – dass er an der Säbener Straße bleibt. Doch die Angebote sind zahlreich: Bundesliga, zweite Liga – sogar aus dem Ausland liegen seiner Beratungsagentur Kögl & Partner (von Ex-Bayern-Profi Wiggerl Kögl) Anfragen vor. Zuallererst zähle jedoch seine persönliche Entwicklung. „Mir ist es wichtig, dass ich spiele“, stellt er klar.

Entscheidung bis Ende Januar, Anfang Februar

Bei den Münchnern wäre er zunächst einmal für die zweite Mannschaft vorgesehen. „Aber jeder muss einmal klein anfangen.“ So wie in dieser Saison, als er bereits einige Male mit den Profis mittrainieren durfte und auch bei vier Freundschaftsspielen mit von der Partie war. Bis Ende Januar, Anfang Februar will sich Mrowca entscheiden.

Polen im Herzen, würde aber natürlich auch für Deutschland spielen

Eine Entscheidung über einen mögliche Nationalmannschafts-Karriere hat Mrowca bislang noch nicht getroffen. Er besitzt einen polnischen Pass, will aber in Kürze die doppelte Staatsbürgerschaft beantragen. Für wen er dann auflaufen würde, lässt er noch offen. „Ich glaube, der polnische Verband kennt mich noch gar nicht, weil sie mich noch nie eingeladen haben“, sagt er. Er habe Polen im Herzen, würde aber natürlich auch für Deutschland spielen. „Ich bin hier ja aufgewachsen.“ Wie auch immer es ausgeht, es wäre sicherlich kein Zufall. Es wäre Schicksal.

von Markus Eham

Quelle: fussball-vorort.de

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