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Einer für die Bayern? Michael Schürg

Schwaben-Kanone auf dem Prüfstand

München - Während die erste Mannschaft in Doha bei rund 25 Grad trainiert, bringt Hermann Gerland seinen FC Bayern II in der Kälte Münchens zum Schwitzen. Mit dabei: ein neuer Stürmer.

Am Montag hat Hermann Gerland den FC Bayern II zur Rückrunden-Vorbereitung zusammengetrommelt. Es liegt viel Arbeit vor Trainer und Team: Der FC Bayern II belegt nach der Hinrunde der 3. Liga  den vorletzten Tabellenplatz.

Gerland muss derzeit auf etliche Spieler verzichten: Maximilian Riedmüller (mit den Profis in Doha), Rouven Sattelmaier (Reha nach Schulter-OP) und Danny Schwarz (Sprunggelenk) werden bald wieder zum Team stoßen, bei David Alaba (spielt in der Rückrunde für Hoffenheim) sowie den Langzeitverletzten Saer Sene, Taygun Kuru und Stefan Schürf ist das anders.

Für die Rückrunde schließen die Verantwortlichen Neuzugänge nicht aus. junior-team-Leiter Werner Kern präzisiert auf fcbayern.de: "Die allerwichtigste Position, die wir besetzen müssen, ist die des Mittelstürmers. Wir brauchen einen Spieler, der für Tore bürgt. Gut gebrauchen könnten wir zudem einen Mittelfeldspieler, der Druck macht, spielerisch gut ist und Tore erzielt."

Eine vermeintliche Tormaschine hatten die Roten mit Sjoerd Ars an der Angel. Der Mittelstürmer vom FC Zwolle erzielte in der laufenden Saison 18 Treffer in 17 Spielen in der zweiten niederländischen Liga. Doch am Ende entschied er sich für einen Verbleib in Zwolle und sagte dem FC Bayern ab.

"Stand heute: Wir haben nichts", sagt Coach Gerland. Doch er zeigt sich zuversichtlich, noch Verstärkungen zu finden. Ob Michael Schürg ein geeigneter Mann ist? Das kann er ab sofort unter Beweis stellen. Der 26-Jährige gastiert im Probetraining beim FC Bayern II.

"Er hat in Ulm, allerdings eine Liga tiefer, zehn Tore geschossen", lobt ihn Gerland. Schürg ist gebürtiger Schwabe, spielte zuvor bei den Stuttgarter Kickers und ist aktuell beim SSV Ulm 1846 unter Vertrag.

Die einst erstklassigen Ulmer spielen heute in der 4. Liga - allerdings nicht mehr lange: Sie haben Insolvenz angemeldet und stehen als Zwangsabsteiger für das Ende der Saison fest. Der Verein möchte jedoch weiterhin am Spielbetrieb teilnehmen - doch für Schürg wäre es sicherlich angenehmer, mit dem FC Bayern in der Rückrunde der 3. Liga gegen den Abstieg zu kämpfen.

Ex-Bundesligisten in den Amateurligen

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