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„Leidenschaft und Feuer“ will Bierofka gegen Bayern von seinen Spielern sehen.

Bierofka: "Werden im Derby schwer zu schlagen sein"

München – Seit Wochen ist das Grünwalder Stadion ausverkauft. Wenn am Sonntag (13 Uhr, Sport1 überträgt live) die beiden Reserveteams des FC Bayern und des TSV 1860 aufeinandertreffen, wi...

München – Seit Wochen ist das Grünwalder Stadion ausverkauft. Wenn am Sonntag (13 Uhr, Sport1 überträgt live) die beiden Reserveteams des FC Bayern und des TSV 1860 aufeinandertreffen, wird Giesing wieder für 90 Minuten in einen Ausnahmezustand versetzt.

Das Derby, dieses ursprüngliche Kräftemessen zwischen Rot und Blau, und wenn es nur in der viertklassigen Regionalliga ist, elektrisiert die Massen unverändert. In der vergangenen Saison konnte die U23 des Rekordmeisters beide Lokalduelle für sich entscheiden (3:1, 1:0). Am Rückspiel war Daniel Bierofka bereits als Trainer der Junglöwen beteiligt. Von offenen Rechnungen aber will er ebenso wenig hören wie von etwaigen Erkenntnissen, die er aus seinem ersten Regionalliga-Derby gewonnen habe.

Vielmehr gelte für seine Elf erneut die Vorgabe: „Für uns ist das Derby das schönste Spiel des Jahres, die Jungs sollen einfach rausgehen, Spaß haben und alles raushauen.“ Seine Mannschaft, erläutert der 36-Jährige, dürfe „nicht zu verhalten agieren, sondern mit Leidenschaft und Feuer, dann werden wir schwer zu schlagen sein.“ Am Dienstag war das noch anders gewesen. In Memmingen war die Bierofka-Elf laut ihrem Trainer „zu sorglos“ und unterlag mit 0:2. Mittlerweile jedoch, nachdem sein Team „am Mittwoch noch einen Föhn bekommen hat“, sei der Ärger verraucht.

Die Bayern als Favorit

Die Konzentration gilt nun ganz dem Derby. Wenngleich er von einem „50/50-Spiel“ spricht, so gibt er doch die Favoritenrolle bereitwillig an den Lokalkonkurrenten ab. „Die Bayern“, sagt Bierofka, „haben sich den Druck mit der Zielsetzung Meisterschaft ja selbst auferlegt, also gehen sie auch als Favorit ins Derby.“

Widerspruch erhält er in dieser Hinsicht nicht von seinem Pendant Heiko Vogel, für den es das erste Regionalliga- Derby ist. Der 39-Jährige schränkt aber ein, dass seine Elf „maximal ein 51/49-Favorit“ sei. Während die Bierofka- Elf bereits drei Partien bestritt und dabei vier Zähler sammelte, absolvierte Vogels Team erst am Mittwoch ihr Auftaktspiel. Das 1:1 in Illertissen war zwar kein Traumstart, mit der Darbietung seiner Mannschaft aber war der Bayern-Coach durchaus einverstanden.

Sein Team müsse „am Sonntag einfach da weitermachen, wo wir am Mittwoch aufgehört haben“. Von einigen Begegnungen auf diversen Fußballplätzen kennen sich beide Trainer, bezeichnen sich gegenseitig als „angenehmen, sympathischen Kollegen“. Bierofka, der einst in jungen Jahren beim FC Bayern ausgebildet wurde, erklärt die Rivalität so: „Ich bin halt ein Blauer, natürlich prickelt es beim Derby besonders. Nach den 90 Minuten werden wir uns aber die Hand geben und alles ist gut.“ An dieser Haltung sollten sich auch die Anhänger orientieren.

Quelle: fussball-vorort.de

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