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Dejan Janjatovic im Europa-League-Spiel gegen Valcencia.

Der zweite Teil des großen Interviews

Dejan Janjatovic: "Bundesliga traue ich mir zu"

Im zweiten Teil des großen Interviews mit Dejan Janjatovic erfuhr Vorort-Mitarbeiter Simon Nutzinger wie es für den Kicker beim FC Vaduz weitergeht, wie er sich die Zukunft vorstellt und ob er sich eine Rückkehr nach Deutschland vorstellen kann.

In der vergangenen Spielzeit wurden deine Einsatzzeiten allerdings wieder deutlich geringer. Inzwischen hat dich der Verein zum FC Vaduz verkauft. Was lief plötzlich schief?

Mit Joe Zinnbauer bekamen wir im September 2015 einen neuen Trainer. Unser Verhältnis war von Anfang an nicht das Beste. Er hat mir dann auch mitgeteilt, dass er mich nicht braucht und ich unter ihm keine großen Chancen bekommen werde. Da war es für mich an der Zeit, den Verein zu wechseln. Ich hätte mir natürlich einen anderen Abgang aus St. Gallen gewünscht, aber so ist wohl das Geschäft. Am einen Tag bist du der Beste und alle streicheln dich. Doch schon am nächsten Tag kann alles anders sein und du bist für die Leute nichts mehr wert. Doch ich habe die Geschichte abgehakt und blicke nach vorne.

Da sind wir schon beim Thema. Auch beim FC Vaduz kannst du momentan leider nicht glänzen. Der Grund ist eine Verletzung. Wann bist du wieder fit?

Ja, ich habe leider eine langwierige Muskelverletzung. Bis zum Winter wird es wohl nichts mehr werden. Höchstens noch ein paar Kurzeinsätze. Aber ich richte den Fokus schon jetzt auf die Wintervorbereitung. Da will ich wieder voll angreifen und dann in der Liga Gas geben.

Eine deiner besonderen Fähigkeiten ist deine Schusstechnik. In der Schweiz hast du sogar schon zweimal das „Tor des Monats“ erzielt. Hast du das auf dem Bolzplatz in Neuperlach gelernt?

Oh ja, das waren noch Zeiten. (lacht) Als kleiner Junge haben Liridon und ich jeden Tag nach der Schule nur Fußball gespielt. Dabei ging es zwar nie speziell um unsere Schusstechnik, aber das hat bestimmt etwas gebracht.

Ein Blick in die Zukunft: Was hast du die kommenden Jahre vor? Was sind deine Ziele?

Erstmal habe ich in Vaduz noch einen Vertrag bis Sommer. Da muss man auch erstmal schauen, wie es dann weitergeht. Aber im Prinzip ist alles möglich. Ich hätte schon noch große Lust in anderen europäischen Ligen zu spielen, aber dafür muss ich zunächst verletzungsfrei bleiben und dann Leistung zeigen. Bei Bayern oder Barcelona werde ich wohl nicht mehr landen. (lacht) Aber die Bundesliga traue ich mir schon zu.

Eine Rückkehr nach Deutschland ist also denkbar.

Absolut. Ich bin in München aufgewachsen und fühle mich der Stadt auch verbunden. Interessant wäre ein Angebot aus der zweiten Bundesliga. Von dort kann es schnell mal weiter nach oben gehen. Im Fußball geht es manchmal unglaublich schnell. Aber das lasse ich alles auf mich zukommen. Mein Fokus liegt gerade auf dem FC Vaduz.

Abschlussfrage: Würdest du rückblickend einige Dinge in deiner Karriere anders machen?

Welcher Spieler würde das denn nicht tun? Wenn ich mit 20 Jahren schon meinen Kopf von heute gehabt hätte, würde ich jetzt sicher ganz wo anders stehen. Aber so ist das eben in der Jugend. Damals war ich jung und wild. Und etwas fleißiger hätte ich mit Sicherheit auch sein können. Doch das gehört alles zum Leben. Heute sehe ich die Dinge mit anderen Augen und weiß, welche Dinge wichtig sind und welche weniger.

Im ersten Teil des Interviews spricht Dejan Janjatovic über seine Zeit beim FC Bayern und beim FC Getafe in Spanien und die Einsätze in der Europa Leage mit dem FC St. Gallen.

Quelle: fussball-vorort.de

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