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Der Campus an der Ingolstädter Straße ist die Heimat der Jugendteams des FC Bayern. 

Beunruhigender Trend im Profifußball

„Perversion“: Präsident von Lahm-Klub kritisiert Kindertransfers beim FC Bayern

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Vereine wie der FC Bayern beginnen immer früher mit der Verpflichtung junger Talente. Schon in der F-Jugend scouten die Profi-Klubs Spieler aus Teams, wie dem FT Gern München.

München - Der FT Gern, Heimatverein von Philipp Lahm, ist im Münchner Umfeld bekannt für seine gute Nachwuchsarbeit. Schon in der Vergangenheit verpflichtete der FC Bayern immer wieder junge Spieler des Klubs, um diese in seinem Leistungszentrum weiter zu fördern. Zum Ende der laufenden Saison werden erneut drei F-Jugendliche den FT verlassen, um in der kommenden Saison für den Rekordmeister aufzulaufen. 

Für Michael Franke, Vorsitzender des FT Gern, ist dieser Trend unbegreiflich. „Es ist eindeutig festzustellen, dass hier die Moral keine Rolle mehr spielt in dem Rennen, den besten jungen Spieler zu holen“, sagt Franke im Sportschau-Interview. Das aktive Scouting schon im Kindesalter, ist für den Vorsitzenden nicht nachvollziehbar. „Es ist eine Perversion, dass diese Nachwuchsleistungszentren- oder Bundesligavereine schon im kleinsten Jugendbereich Erfolge haben müssen. Die müssen die besten sein. Die müssen die besten Spieler haben und das ist das absurde.“, so Franke.

Für ihn ist klar, dass die Nachwuchsarbeit wenig Sinn ergibt, da das Talent in diesem Alter noch nicht eingeschätzt werden kann. Nur rund drei Prozent der Leistungszentrums-Absolventen schaffen den Sprung in eine europäische Profi-Liga. Für die, die es bei den großen Vereinen nicht schaffen, sieht der Verantwortliche des FT große Risiken. „In der Form wie es jetzt läuft, läuft es nur auf dem Rücken der Kinder. Die werden für den Fußball komplett verbrannt“, so der Leiter.

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