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Abschied von Türkgücü München: Arbnor Segashi läuft, wie einst seiner Vater, jetzt für den FC Kosova auf. 

Vater spielte bereits fünf Jahre dort

Für Arbnor Segashi schließt sich beim FC Kosova ein Kreis

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Im Februar hat Arbnor Segashi bei Bayernliga-Meister Türkgücü München noch verlängert. Doch inzwischen spielt der 24-Jährige bei Bezirksliga-Neuling FC Kosova.

„Ich habe mich dort extrem wohlgefühlt. Ich hatte nicht mehr die Zeit, den Trainingsaufwand zu stemmen“ sagt Segashi über seinen Abgang trotz laufenden Vertrags. „Ich habe mich selbstständig gemacht. Ich wusste nicht, dass es so viel Stress wird und ich es zeitlich nicht mehr packe.“

Mit seinem besten Freund hat Segashi eine Bar in Schwabing eröffnet. Leicht fiel ihm der Abschied nach nur einer Saison nicht: „Ich habe ziemlich lange nachgedacht. Ich habe dort nicht aufgehört, weil ich es nicht gepackt habe, sondern weil ich mehr Zeit für mich und meine Arbeit haben wollte.“

Arbnor Segashi über Wechsel zum FC Kosova: „Das hat meinem Vater gefallen“

Der Regionalliga-Aufsteiger hätte den Linksfuß gerne behalten, legte ihm dann aber nach einem Gespräch keine Steine in den Weg und ließ ihn ablösefrei ziehen: „Arbnor kam mit dem Wunsch auf uns zu, aus privaten Gründen den Vertrag aufzulösen. Diesem Wunsch haben wir entsprochen, weil Arbnor ein verdienter Spieler ist“, sagt Türkgücü-Geschäftsführer Robert Hettich über den Abgang zu Saisonbeginn.

Seine neue, fußballerische Heimat fand er bei Kreisliga-Meister FC Kosova. Für Segashi schließt sich ein Kreis, denn auch sein Vater Smajl trug fünf Jahre das Trikot des FCK, beackerte dort den rechten Flügel und ist heute noch ein gern gesehener Gast. „Bevor Du ganz aufhörst, kannst Du doch da hingehen, damit Du Fußball spielst und Sport machst“, empfahl ihm Smajl Segashi. Nach zwei Besuchen der FCK-Verantwortlichen in der neu eröffneten Bar gab er seine Zusage. „Das hat meinem Vater gefallen“, sagt Arbnor, der beim Aufsteiger in Zukunft im Mittelfeld die Fäden ziehen soll.

Arbnor Segashi: „Der Spaß steht im Vordergrund“

Obwohl sein Hauptaugenmerk inzwischen in seiner neuen Aufgabe als Unternehmer in Schwabing und nicht mehr auf dem Fußballplatz liegt, möchte der ehemalige Regionalliga-Spieler auch bei seinem neuen Klub erfolgreich Fußball spielen. „Der Spaß steht natürlich im Vordergrund“, sagt Segashi, „aber ich möchte nicht in der Bezirksliga um den Klassenerhalt spielen. Es wäre schön, wenn wir oben mitmischen können. Wenn die Mannschaft nicht aufsteigt, ist es aber auch keine Tragödie.“

In den vergangenen beiden Spielzeiten kletterte die Mannschaft nach zwei Aufstiegen unter Trainer Bajram Kackin von der Kreisklasse in die Bezirksliga. Nach sechs Spieltagen steht der FC Kosova auf Platz sechs der Tabelle und hat drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter MTV Berg. Geht es nach Segashi, soll auch die Bezirksliga nur eine Zwischenstation sein. „Es kommen viele Zuschauer, es macht Spaß und ist familiär. Innerhalb der nächsten zwei Jahre aufzusteigen, wäre cool“, findet der neue Spielmacher. Segashi muss es wissen. 2017 gelang ihm mit dem FC Pipinsried der Sprung von der Bayern- in die Regionalliga.

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