Nicolas Till will mit den Lö- wen zurück in die A-Jugend-Bundesliga. Das Fachabitur ist aber noch wichtiger. Foto: privat

Von Moosinning in die Bundesliga?

Junglöwe Nicolas Till: Zwischen Fußballkarriere und Fachabi

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Nicolas Till kickte schon in Ungarn und bei einem Turnier in China. Der Moosinninger würde gern Profifußballer werden. Er büffelt aber auch fleißig fürs Fachabitur.

Nicolas Till will sein Hobby zum Beruf zu machen. Dieses Ziel verfolgt er seit knapp vier Jahren beim TSV 1860 München. Dafür trainiert er vier bis fünf Mal in der Woche mit seinen Teamkollegen an der Grünwalder Straße. „An den Wochenenden stehen dann meistens Punktspiele, Vorbereitungsspiele oder Turniere an“, erzählte der Schüler der Fachoberschule Erding. Der 17-Jährige spielt als jüngerer Jahrgang in der U?19 des TSV 1860 und versucht sein Bestes zu geben, um in der Rückrunde, die am 24. Februar beginnt, so viel Spielzeit wie möglich zu bekommen. Die Löwen wollen zurück in die Bundesliga.

Der Fußball hat den Moosnninger schon weite Reisen ermöglicht. So war er im August vergangenen Jahres mit seiner Mannschaft in China. Das Turnier dort haben die Löwen gewonnen – auch weil Till vier Tore erzielte. „Das war ein tolles Erlebnis und natürlich auch eine coole Erfahrung“, erzählt er.

Angefangen hatte alles im heimischen Garten, wo sein Vater mit ihm kickte. Mit sieben Jahren ging der Bub zum Verein. Sein erster Club war der SC Sopron in Ungarn. Er zog nämlich mit seinen Eltern und seiner jetzt 20-jährigen Schwester Clarissa für zweieinhalb Jahre nach Ungarn, der Heimat seiner Mutter Eva Maria.

Wieder zurück in Bayern kickte er für den FC Bayern München, den SV Heimstetten, bei der SpVgg Unterhaching sowie für die bayerische Auswahl. 2014 holten ihn die Scouts zum TSV 1860 München.

Till besucht die 11. Klasse der Fachoberschule in Erding und möchte nächstes Jahr sein Fachabitur schreiben. „Es ist nicht leicht, Schule und Fußball zu kombinieren“, räumt er ein. Oft sitze er bis 1 Uhr morgens am Schreibtisch, um zu lernen und Hausaufgaben zu erledigen. „Es ist eine sehr hohe Belastung. Deshalb bleibt da nicht viel Zeit für andere Dinge“, sagt Till. Er weiß: „Um in beiden Bereichen erfolgreich zu sein, erfordert es sehr viel Geduld und Disziplin“, erzählt er. Wenn es mit dem Fußball gut läuft, möchte er sich erst einmal komplett auf sein Ziel, Fußballprofi zu werden, konzentrieren und nichts anderes nebenbei machen. „Ansonsten möchte ich gerne studieren. Aber da lasse ich mir noch alles offen“, erzählt Till.

Text: Pia Hellemann

Quelle: fussball-vorort.de

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