Maurer nörgelt trotz 3:0 der Löwen

- Von den drei Bayernligisten aus der Münchner Region konnten am 13. Spieltag nur die Amateure des TSV 1860 voll punkten. Beim Tabellenletzten FC Bayern Hof gewannen die "kleinen Löwen" mit 3:0. Trainer Reiner Maurer war aber trotzdem nicht hundertprozentig zufrieden: "Bis zur Pause lief es noch einigermaßen, doch dann waren wir nicht mehr agil genug. Dies könnte sich gegen stärkere Gegner rächen."

Bis zum Seitenwechsel führten die Löwen durch Treffer von Christophe Lepoint, Lance Davids und Thomas Wörle bereits mit 3:0, dann aber kehrte der Schlendrian ein. Die Hofer kamen durchaus zu guten Möglichkeiten, doch Löwen-Schlussmann Christian Horn zeigte tolle Paraden. "Ihm gebührt ein Sonderlob", meinte der Löwen-Coach, dem es aber weniger gefiel, dass der Südafrikaner Lance Davids wegen einer Knöchelverletzung ausgewechselt werden musste: "Sein Ausfall wäre bitter für uns, denn Lance hat sich in den letzten Wochen sehr positiv entwickelt."


Für die Amateure der SpVgg Unterhaching, die zuletzt nicht nur wegen des Pokalsieges gegen den Regionalligisten FC Bayern Amateure für Furore sorgten, gab es einen Dämpfer. Das Team von Trainer Fredy Ruthe verlor mit 0:1 in Passau. Dabei konnte der Coach einige Profis aufbieten, wie etwa den wiedergenesenen Torjäger Angelo Vaccaro, der wegen eines Kreuzbandrisses fast sieben Monate pausieren musste. "Wir haben versucht, nur mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, die Passauer kamen mit kämpferischen Mitteln zum Erfolg, leider hat uns dann auch noch der Schiedsrichter benachteiligt. Es war ein bitterer Samstagnachmittag", bedauerte Hachings Trainer Ruthe.


Nach fünf Siegen in Serie verlor der FC Ismaning zuletzt mit 2:4 in Ansbach. Jetzt konnte sich das Team von Trainer Tom Sitter wenigstens etwas rehabilitieren mit dem 1:1 im Derby gegen den SC Fürstenfeldbruck. Nach zweiwöchiger Verletzungspause feierte Mittelfeld-Ass Manfred Bender ein gelungenes Comeback. Der 37-jährige Ex-Profi konnte im Mittelfeld durchaus Akzente setzen, musste aber auch feststellen: "Insgesamt war es ein zerfahrenes Spiel." Bei teilweise wolkenbruchartigem Regen hatten alle Akteure Probleme mit dem glatten Rasen und Tormöglichkeiten blieben Mangelware.


Die Brucker gingen in der 24. Minute durch Florian Hönisch in Führung, bedingt durch einen Blackout in der Ismaninger Abwehr. Kurz vor der Pause staubte dann Christian Jalsevec zum 1:1 ab, nach einem Freistoß von Dzevat Murici. Im zweiten Spielabschnitt rettete Ismanings Torhüter Manuel Baum mit tollen Paraden das Remis und Trainer Tom Sitter zeigte sich insgesamt zufrieden: "Betrachtet man den Spielverlauf, dann können wir mit dem Punkt gut leben." Fürstenfeldbrucks Coach Peter Gebele sah es ähnlich: "Wir hatten es in Ismaning fast geschafft, unser Konzept durchzuziehen, am Ende werden in der Bayernliga sowieso die Amateur-Teams der Profivereine ganz oben landen, deshalb war dies wieder ein Punkt im Kampf um den Klassenerhalt."

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