Gestörtes Verhältnis: Rainer Koch (l.) und Fritz Keller.
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Gestörtes Verhältnis: Rainer Koch (l.) und Fritz Keller.

Nimmt Rainer Koch die Entschuldigung von Fritz Keller an?

Nach Nazi-Eklat: Keller und Koch treffen sich zum „Friedensgipfel“

  • vonRedaktion Münchner Merkur
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Fritz Keller und Rainer Koch treffen sich am Freitagabend zum „Friedensgipfel“. Ob und wie es nach dem Nazi-Eklat für den DFB-Präsidenten Keller weitergeht, ist unklar.

Berlin –DFB-Präsident Fritz Keller und sein Stellvertreter Rainer Koch wollen sich nach dem zurückliegenden Nazi-Eklat am Freitagabend zu einem „Friedensgipfel“ treffen. Nach SID-Informationen soll das Gespräch in Potsdam im Vorfeld der Zusammenkunft der 21 Landesverbands-Spitzen stattfinden. Dabei wird es darum gehen, ob Koch die Entschuldigung Kellers annimmt.

Keller, der seit Monaten im Mittelpunkt des Machtkampfes beim Deutschen Fußball-Bunds (DFB) steht, hatte seinen Vize Koch in einer Sitzung mit dem Nazi-Richter Roland Freisler verglichen. Keller hat dafür mittlerweile mehrfach um Verzeihung gebeten, einen Rücktritt aber ausgeschlossen.

Nazi-Eklat: Fritz Keller bat mehrmals um Verzeihung - schließt aber einen Rücktritt aus

Bei der Tagung der Landesverbände will Keller nach Informationen des „kicker“ und der „Bild“-Zeitung für einen außerordentlichen Bundestag im Sommer werben. Dort sollen die Delegierten den Machtkampf um Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius entscheiden. Ob es eine Mehrheit für dieses Vorhaben gibt, ist offen. Einige Landesverbände unterstützen diesen Vorschlag und wollen zudem, dass der komplette Präsidialausschuss mit Keller, Koch, Curtius, Vize Peter Peters und Schatzmeister Stephan Osnabrügge die Vertrauensfrage stellt

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, Rolf Mützenich, hat derweil in aller Deutlichkeit den Rücktritt von Keller gefordert. „Fritz Keller sollte sich selbst die Rote Karte zeigen“, sagte Mützenich der Deutschen-Presse Agentur: „In wenigen Wochen beginnt die Fußball-Europameisterschaft, bei der sich 24 Nationen sportlich fair messen. Fritz Keller hat mit einem unsäglichen Nazi-Vergleich dem deutschen Fußball und seinen Fans schwer geschadet. Wie er nach dieser Entgleisung unser Land auf den Ehrentribünen der europäischen Stadien noch würdig vertreten soll, ist mir schleierhaft.“

(dpa/sid)

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