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Patrick Hasenhüttl stürmt seit diesem Sommer für Türkgücü München.

Sohn von Southampton-Coach kehrt nach Hause zurück

Drei Tore in vier Spielen: Patrick Hasenhüttl will „mit Türkgücü aufsteigen“

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Schon viele prominente Namen waren im Sportpark Heimstetten zu Gast. Die exzellenten Bedingungen im Münchner Osten locken in jedem Sommer diverse Bundesligisten an, in der Saison 2012/13 trug zudem die Reserve des FC Bayern während des Umbaus des Grünwalder Stadions hier ihre Regionalliga-Heimspiele aus.

München – Einer von Mehmet Scholls damaligen Schützlingen: Pierre-Emile Höjbjerg. Der ist mittlerweile 24 Jahre alt, dänischer A-Nationalspieler und steht in der Premier League beim FC Southampton unter Vertrag. Sein Trainer dort heißt seit letztem Dezember Ralph Hasenhüttl.

Am vergangenen Samstag wiederum trumpfte dessen Sohn Patrick in Heimstetten groß auf. Zum 4:2-Erfolg Türkgücü Münchens über den FC Memmingen steuerte der 22-jährige Angreifer zwei Treffer bei, insgesamt verbucht er damit schon drei Tore in den ersten vier Regionalligaspielen für seinen neuen Klub. Ob Heimstetten nun ein ähnliches Sprungbrett wie für Höjbjerg ist, mag fraglich erscheinen. Den Sprung in den Profifußball aber hat der junge Hasenhüttl noch längst nicht abgehakt.

Geboren im Mai 1997 während des Gastspiels des Vaters in Belgien, war der Wechsel in die bayerische Landeshauptstadt für Hasenhüttl junior so etwas „wie eine Heimkehr“, wie er selbst betont. Der Vater beendete seine aktive Laufbahn in Unterhaching, die Familie wurde hier heimisch. Über die dortige Spielvereinigung und den VfB Stuttgart landete Hasenhüttl, der wie sein Vater den Typus kantiger Mittelstürmer verkörpert, 2015 in Ingolstadt, wo der Papa von 2013 bis 2016 äußerst erfolgreich Station machte.

Sein Sohn blieb bei den Schanzern zwar ohne Profieinsatz, konnte sich aber mit 23 Treffern in 82 Partien immerhin als zuverlässiger Regionalliga-Torschütze etablieren. Im Frühjahr aber waren Hasenhüttls Lehrjahre abgeschlossen. So kam das Angebot aus München gerade recht, „die Ziele des Vereins“, so der 13-malige österreichische Junioren-Nationalspieler, „decken sich mit meinen“.

Türkgücü, den ambitionierten Aufsteiger, betrachtet er als ideal, um „hier den nächsten Schritt in meiner Entwicklung zu machen“. Über seine bisherige Ausbeute könne er „nicht meckern“, was für ihn nicht erstaunlich ist, da „es überhaupt nicht schwer war, mich hier einzufinden“. Unter Trainer Reiner Maurer kann Hasenhüttl weiter unter Profibedingungen arbeiten und im Idealfall „mit Türkgücü aufsteigen“.

Noch aber sei die Saison zu jung, um schon so weit vorauszublicken, schiebt er schnell hinterher, „nach vier Spieltagen ist noch nichts passiert“. Mit neun Punkten aus den ersten vier Runden aber gelang dem erklärten Aufstiegsfavoriten schon mal ein ebenso formidabler Start wie seinem jungen Mittelstürmer. 

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