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Türkgücü-Präsident Hasan Kivran (r.) übte nach zwei Verpflichtungen Druck auf Trainer Reiner Maurer aus. 

Trennung nach Kivrans Art

Maurer: Abschied war seit Ende Januar „eigentlich klar“

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Die Trennung von Reiner Maurer und Türkgücü München ist beschlossene Sache. Trotz souveräner Tabellenführung in der Regionalliga Bayern hat der Trainer mit dem Abschied gerechnet.

  • Für Reiner Maurer war die Trennung von Türkgücü München bereits seit Ende Januar klar. 
  • Präsident Hasan Kivran hat sich in und nach der Winterpause in die sportlichen Belange eingemischt. 
  • Der scheidende Coach ist mit seiner Bilanz beim Tabellenführer der Regionalliga Bayern nach einem Jahr zufrieden.
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München– So ungewiss die Zukunft in Corona-Zeiten auch sein mag: Türkgücü München, der souveräne Tabellenführer der Regionalliga Bayern, sorgt für Schlagzeilen auch während der Spielpause. So wurde dieser Tage bekannt, dass der Ligaprimus den Vertrag seines Erfolgstrainers Reiner Maurer nicht verlängern wird. Von einer Vertragsauflösung könne zwar nicht die Rede sein, wie beide Seiten betonen; der Kontrakt läuft am 31. Mai regulär aus. Anschließend werde man aber getrennte Wege gehen.

Türkgücü München: Maurer wartet seit 28. Januar auf Antwort von Hasan Kivran 

Maurer bleibt damit die Chance verwehrt, seinen erfolgreichen Weg in der 3. Liga fortzusetzen. Überrascht jedoch ist er darüber nicht: „Seit ich dem Präsidenten am 28. Januar eine E-Mail geschickt und darauf nie eine Antwort erhalten habe, war das eigentlich klar.“ Und spätestens seit Geschäftsführer Robert Hettich, mit dem Maurer einst schon beim TSV 1860 erfolgreich zusammengearbeitet hatte, Ende Februar geschasst wurde, sei ihm bewusst gewesen, dass sich auch seine Zeit bei Türkgücü dem Ende zuneigt.

Elf Spieltage sind noch zu absolvieren in der derzeit pausierenden Regionalliga, mit neun Punkten Vorsprung auf Verfolger Schweinfurt steht das ambitionierte „Projekt Türkgücü“ vor dem dritten Aufstieg in Folge. Da die Regionalliga frühestens am 1. September ihre Saison fortsetzt, stünde Türkgücü München vorzeitig als Aufsteiger fest, falls sich die 3. Liga auf einen Neustart einigt. So jedenfalls will es der Bayerische Fußball-Verband (BFV).

Türkgücü München: Maurer plante von Beginn an für eine Saison

Die beiden vorherigen Aufstiege hatte übrigens Andreas Pummer zu verantworten. Die Verantwortung musste er dennoch an Maurer abgeben, der 37-jährigen fungierte in der letzten Saison als dessen Co-Trainer.

Auch Maurer, der ehemalige 1860-Coach, hatte sein Amt von Beginn an in dem Wissen angetreten, dass „sich meine Planung erst mal nur auf diese Saison beschränkt“. Was er allerdings damals noch nicht ahnte: Präsident Hasan Kivran versucht nur allzu gerne, Einfluss auf das Sportliche zu nehmen. 

Kivran mischt sich in sportlichen Bereiche ein

Die beiden Winter-Verpflichtungen Sercan Sararer und Emre Güral etwa wurden nach Alleingängen Kivrans verpflichtet, anschließend wollte er die beiden, die aus dem Profi-Lager kommen, natürlich in der Mannschaft sehen. Einmischungen in die sportlichen Belange jedoch wird Maurer, 60, niemals hinnehmen, wie er betont, da „am Ende ja immer ich als Trainer den Kopf hinhalten muss“.

Mit seiner Entscheidung, sich Türkgücü anzuschließen, sei er dennoch „zufrieden“, wie der Ex-Löwe erklärt: „Die Arbeit mit der Mannschaft hat mir Spaß gemacht und sportlich haben wir alle Ziele erreicht.“ Wie es nun mit der Regionalliga Bayern und deren Tabellenführer weitergeht, ist derzeit ebenso unklar wie Maurers Zukunft.

Türkgücü München: Maurer-Nachfolger hängt von der Liga ab

Bevor ein Nachfolger verpflichtet werde, „müssen wir erst mal wissen, in welcher Liga wir nächste Saison spielen“, erklärt Türkgücüs neuer Geschäftsführer Max Kothny die aktuelle Unsicherheit. 

Für Maurer indes steht derzeit nur fest, dass sein Lebensmittelpunkt weiter in München liegen werde. Nach Stationen in Griechenland und Thailand steht der Allgäuer selbst einem weiteren Auslandsabenteuer aufgeschlossen gegenüber. „Im Moment“ jedoch, gab Maurer zu bedenken , „muss man eh erst mal abwarten, wie sich der Fußball nach Corona entwickelt.“ 

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