Adam Jabiri vom FC Schweinfurt 
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Adam Jabiri vom FC Schweinfurt 

Stürmer vom FC Schweinfurt im Interview

Jabiri: „Türkgücü wird sich den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen“

Adam Jabiri ist der Toptorschütze vom FC Schweinfurt und führt gleichzeitig mit Patrick Hasenhüttel und Lukas Riglewski die Torjägerliste der Regionalliga an.

Am 07. März geht es für den FC Schweinfurt wieder los. Der Tabellenzweite in der Regionalliga startet in die Rückrunde. Im Moment befindet sich die Mannschaft von Tobias Strobl auf dem zweiten Platz. Der Fußballclub liegt acht Punkte hinter Spitzenreiter Türkgücü München. Mitverantwortlich für den Erfolg des Tabellenzweiten ist Adam Jabiri, der neben Patrick Hasenhüttl (Türkgücü München) und Lukas Riglewski (SV Heimstetten) die Torjägerliste anführt.  Der Stürmer hat bereits 13 Tore in dieser Saison verzeichnen können. 

Was war das für ein Gefühl für die TSG Hoffenheim in der Bundesliga aufzulaufen?

Das war ein unbeschreibliches Erlebnis für mich. Jeder Fußballer träumt als Kind davon, eines Tages in der höchsten Liga aufzulaufen. Ich bin dafür auch sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte. 

Was sind die wichtigsten Stationen in deiner Laufbahn als Fußballer?

Für mich zählt jeder Verein, bei dem ich unter Vertrag gestanden bin. Ich habe überall dazugelernt und durfte viele Erfolge feiern. Ich hatte Höhen und Tiefen. Dazu gehören leider viele Verletzungen, die ich gerne missen würde. Zu meinen größten Erfolgen gehört der Aufstieg mit den Würzburger Kickers aus der Regionalliga in die 2. Bundesliga. Hier in Schweinfurt durften wir auch viele Pokalerfolge feiern, mit denen keiner gerechnet hat. Zudem habe ich mich mit Erfurt für die 3. Liga qualifiziert.  

Welche Unterschiede verspürst du zwischen der 3. Liga und den Ligen darunter?

Wenn man die Stadien betritt, realisiert man erstmals richtig, dass es eine höhere Liga ist. Die riesigen Tribünen sowie die Anzahl der Zuschauer machen schon einen enormen Unterschied aus. Neben dem Platz werden die Strecken zu den Auswärtsspielen immer länger. In der Regionalliga sind auch viele semiprofessionelle Spieler unterwegs, das ist in der 3. Liga gar nicht mehr vorstellbar. 

Adam Jabiri möchte mit dem FC Schweinfurt Türkgücü München noch einholen

Was macht dich vor dem Tor so gefährlich?

Zu meinen Stärken gehört auf jeden Fall mein Kopfballspiel. Ansonsten gebe ich vor dem Tor mein Bestes und hoffe, dass der Ball den Weg ins Tor findet. Meine Teamkollegen haben natürlich einen großen Einfluss auf meine Torquote. Ohne meine Mitspieler würde ich nicht genau die Pässe bekommen, die zu einem Abschluss bzw. Treffer führen. Jede Bude, die ich mache, verdanke ich meiner Mannschaft. 

Du bist schon ein „alter Hase“ im Fußballgeschäft. Was kannst du den jüngeren Spielern, wie zum Beispiel Florian Pieper, mit auf den Weg geben?

Ich hoffe, dass ich jungen Spielern vor allem Ruhe mitgeben kann. Sie sollen nicht anfangen nervös zu werden, wenn es auf das Saisonende zugeht. Eine Saison ist sehr lang und wird nie an einem Spieltag entschieden.
Welche Ziele möchtest du mit dem FC Schweinfurt noch erreichen?

Am liebsten würde ich gerne die restlichen zwölf Spiele in der Rückrunde gewinnen. Wir werden natürlich versuchen Spitzenreiter Türkgücü München noch einzuholen. Im Normalfall wird sich Türkgücü den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen. Aber wir müssen unsere Leistung bringen und konzentriert bleiben. Am Ende werden wir dann sehen, wofür es reichen wird. 

Auf welcher Postion fühlst du dich am wohlsten?

Im Zentrum bin ich besser aufgehoben, weil ich für die Außenbahnen einfach zu langsam bin. Ich spiele eher körperbetont. Wir haben jetzt einen neuen Trainer. Mit ihm zusammen haben wir ein neues System eingeführt. Das habe ich bis dato auch noch nie gespielt. Hier habe ich noch Lernbedarf. Aber der Trainer geht viel auf mich ein. 

Du hast bereits vor zwei Jahren die 15 Kisten Bier von ERDINGER Weissbräu gewonnen. Was würdest du mit so viel Bier anstellen, wenn dir dieser Coup wieder gelingt?

Ich würde sie an meine Mannschaft spenden, weil ich keinen Alkohol trinke. Das habe ich auch bereits vor zwei Jahren so gemacht. Aber mir ist der Titel als Torschützenkönig gar nicht so wichtig. Priorität hat der Erfolg der Mannschaft. Ziel ist es so viele Punkte wie möglich zu holen und aus der bisher guten Saison eine sehr gute zu machen. 

  

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