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„Fahren nicht für eine Kaffeefahrt nach Traunstein“: Haidhausen trotz Hinspiel-Pleite kämpferisch

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Von: Vinzent Fischer

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War nach dem Auswärtssieg über die SpVgg 1906 Haidhausen in der Landesliga-Relegation größtenteils zufrieden: Traunsteins Spielertrainer Danijel Majdancevic.
War nach dem Auswärtssieg über die SpVgg 1906 Haidhausen in der Landesliga-Relegation größtenteils zufrieden: Traunsteins Spielertrainer Danijel Majdancevic. © FuPa/Christian Riedel

Der SB Chiemgau Traunstein wird seiner Favoritenrolle in der Landesliga-Relegation gerecht. Die SpVgg 1906 Haidhausen ist enttäuscht. Die Stimmen zum Spiel.

München - Es war ein gebrauchter Nachmittag für die SpVgg 1906 Haidhausen. Der Tabellenzweite der Bezirksliga Süd setzte die Anfangsphase im Relegations-Hinspiel gegen den SB Chiemgau Traunstein völlig in den Sand. Bereits nach 13 Minuten stand es 3:0 aus Sicht der Gäste. Dementsprechend bedient war Spielertrainer Sebastian Bracher. Die Chiemgauer dagegen fahren mit einem klaren Vorteil nach Hause. Wir haben die Stimmen zum Spiel an der Münchner St.-Martin-Straße eingesammelt.

Sebastian Bracher (Spielertrainer SpVgg 1906 Haidhausen) über...

... das Spiel: „Es ist schmerzhaft, weil ich glaube, das Ergebnis spiegelt nicht das wieder, wie die 90 Minuten gelaufen sind. Wir haben die ersten 15 Minuten komplett verschlafen und drei sehr blöde Gegentore bekommen. Da muss man einfach sagen, dass eine Landesliga-Mannschaft das gnadenlos und effektiv ausnutzt. Wir haben uns dann ein bisschen in das Spiel herangearbeitet und in der zweiten Halbzeit unser wahres Gesicht gezeigt. Wenn wir konsequenter gewesen wären, hätten wir noch das 3:2 machen können. Die haben einfach Qualität, das ist der große Unterschied zwischen Bezirksliga und Landesliga.“

... seine Halbzeitansprache: „Prinzipiell war die erste Hälfte auch gar nicht so verkehrt. Es ist immer schwierig, wenn man nach fünfzehn Minuten 0:3 hinten liegt, nochmal zurückzukommen. Wir haben uns gesagt: ‚Jetzt haben wir haben nichts mehr zu verlieren.‘ Wir versuchen jetzt, mehr draufzugehen, aktiver zu sein. Dann hat aber auch wieder der Punch gefehlt.“

... das Rückspiel: „Ich bin immer realistisch - vor allem, wenn du vier Auswärtstore machen musst. Es ist ganz klar, dass wir als Außenseiter in das Spiel gehen. Wir fahren über nicht nach Traunstein, um eine Kaffeefahrt zu machen. Es wird schwer, aber nichts ist unmöglich. Egal, wie es ausgeht, wir werden erhobenen Hauptes vom Platz gehen.“

... die Auswärtstorregel: „Im europäischen Fußball wurde sie abgeschafft, bei uns gibt’s die noch, warum auch immer. Deswegen habe ich meine Mannschaft eher defensiver eingestellt. Ich finde sie eher schlecht.“

Danijel Majdancevic (Spielertrainer SB Chiemgau Traunstein) über...

... seine Ansprache vor dem Spiel: „Ich habe den Jungs klar gemacht, um was es da für den Verein und seine Jugendarbeit geht (der BFV hat die Jugendabteilung des SB Chiemgau Traunstein erneut als eines von 18 BFV-Nachwuchsleistungszentren bestätigt, d. Red.). Deswegen müssen wir einfach in der Landesliga bleiben. Das sind wir allen im Verein schuldig. Wir haben von Anfang gezeigt, dass wir das unbedingt wollen.“

... die zweite Halbzeit: „Unser Problem ist, dass wir anfangen, zu schwimmen, wenn wir unsere Konstanz und Aggressivität verlieren. Das wollen wir unterbinden. Wir haben uns das 3:0 erarbeitet, hätten vielleicht sogar das vierte oder fünfte schießen können. Danach hat man gesehen, dass die Luft eigentlich raus war. Und das ist gefährlich. Wir haben aber nochmal nachgelegt und sind daher zufrieden.“ 

... das Rückspiel: „Es geht wieder bei null los. Dementsprechend wollen wir vor heimischer Kulisse unbedingt gewinnen. Das zählt für uns.“

... über die Auswärtstorregel: „Ich finde sie nicht gut und finde, dass man sie abschaffen sollte. Aber es ist so, wie es ist.“ (vfi)

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