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Trainer Andi Pummer will mit dem SV Türkgücü-Ataspor in die Regionalliga. 

Trainer spürt den Druck bei Türkgücü-Ataspor

Pummer: „Was über uns geschrieben wurde, ging eindeutig zu weit“

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Andreas Pummer (36), Trainer des SV Türkgücü-Ataspor, äußerst sich ausführlich über die aktuelle Saison, seine Mannschaft und wehrt sich erneut gegen die Anfeindungen. 

Der SV Türkgücü Ataspor hat sich bekanntlich das Ziel gesetzt, bis spätestens 2020 in die Regionalliga Bayern aufzusteigen. Den Druck, unbedingt erfolgreich zu sein, spürt auch Andreas Pummer, der den Verein letzte Saison übernahm und direkt in die Bayernliga führte. Kein Vergleich zu seiner Zeit beim FC Unterföhring, den er als Bayernliga-Meister verließ: „Dort hätte ich auch mal zehn Spiele am Stück verlieren können. Bei Türkgücü-Ataspor ist alles sehr ambitioniert“, sagt Pummer bei fussball.de. 

Aktuell zeigt sich allerdings, dass er damit gut umgehen kann. Er eilt als Aufsteiger mit seiner Mannschaft von Sieg zu Sieg, bremst aber dennoch die Erwartungen: „Wir haben noch nichts erreicht“, sagt der 36-Jährige trotz souveräner Tabellenführung und sechs Punkten Vorsprung. 

Pummer wehrt sich gegen die Kritik

Nach vier durchwachsenen Jahren in der Landesliga, startet der ambitionierte Klub in der Saison 2017/18 richtig durch - auch dank üppiger Sponsorengelder, mit denen mehrere höherklassige Spieler angelockt wurden. „Ich weiß wirklich nicht, wie hoch unser Etat genau ist“, behauptet Pummer. Er ärgert sich über die teilweise harsche Kritik, die vor allem im Internet in Beleidigungen gipfelte. „Was teilweise anonym über uns geschrieben wurde, ging eindeutig zu weit.“

Vor allem Kommentare wie „Söldnertruppe“ oder „geldgeiles Team“ stoßen ihm sauer auf. Doch die Anfeindungen haben sein Team offenbar noch enger zusammengeschweißt: „Damit gehen wir ganz professionell um, geben die Antwort am besten auf dem Platz. Wenn wir als Aufsteiger dann gleich wieder ganz oben stehen, ist auch ein Stück Genugtuung dabei.“

„Es zählt nur das Leistungsprinzip“

Die oft aggressive Einkaufspolitik von Türkgücü-Ataspor, mit vielen Ab- und Zugängen, sorgt immer wieder für Aufsehen. Für Pummer aber einer der entscheidenden Trümpfe für den Erfolg seiner Mannschaft. „Wir können auch Spiele von der Bank entscheiden, indem wir ohne Qualitätsverlust wechseln“, sagt er über den breiten Kader. Seine Mannschaft könne nicht nur attraktiv und intelligent spielen, sondern auch kämpfen. „Bei so vielen guten Fußballern ist das nicht selbstverständlich“, lobt der Coach.

Pummer gibt Einblicke in sein Erfolgsrezept und spricht über den Umgang mit seinen Spielern. „Ich verlange Disziplin, Pünktlichkeit und Ehrlichkeit. Bei mir spielt es keine Rolle, wie hoch jemand früher gespielt hat. Es zählt nur das Leistungsprinzip.“ 

Dass es aber auch die unschönen Seiten gibt, leugnet Pummer nicht. Er müsse auch auch Spielern mitteilen, dass sie am Spieltag nicht in der Startelf stehen. Jammern möchte er deswegen nicht, denn mit Blick auf den hochkarätig besetzen Kader des SV Türkgücü-Ataspor war dem ehemaligen Unterföhring-Coach sicherlich klar, dass es zu Härtefällen kommen wird. 

Am Sonntag kommt es für Pummer zum Wiedersehen mit seinem ehemaligen Klub. Auf Schützenhilfe darf der Vorletzte der Bayernliga aber nicht hoffen. Dafür ist der Druck bei seinem jetzigen Verein zu hoch. 

Text: Markus Altmann

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