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Ernst Tanner: Leiter des Nachwuchsleistungszentrum von Red Bull Salzburg.

Nachwuchsförderung

Tanner über NLZ-Leitung: "Das war und bleibt ein Gerücht"

FC Bayern München - Ernst Tanner war einer der möglichen Kandidaten für den Posten des Sportlichen Leiters im neuen Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern. In einem Interview mit talentkritiker.de erklärt er, worauf es neben der fußballerischen Ausbildung in einem NLZ ebenfalls ankommt.

Der gebürtige Traunsteiner war bereits bei mehreren Vereinen in der Nachwuchsarbeit tätig. Tanner war Nachwuchskoordinater bei den Löwen und bei der TSG Hoffenheim. 2012 übernahm er dann die Leitung des NLZ in Salzburg. In einem Interview mit talentkritiker.de spricht der 50-Jährige über den Konkurrenzkampf zwischen Salzburg, Bayern und 1860 München und über das Gerücht um seine Person beim FC Bayern.

Viele Jugendliche und Kinder, die mit dem Fußballspielen anfangen, träumen davon, Profi zu werden. Aus den vielen Nachwuchszentren der Republik schaffen nur wenige den Sprung ins Profi-Geschäft. Für beide Gruppen ist es jedoch von großer Bedeutung, sich auf das Leben nach bzw. neben dem Fußball vorzubereiten. Zwischen der U15 bis zur U18 ist es daher erforderlich, neben der fußballerischen Ausbildung eine schulische Grundlage zu schaffen. "Bei uns gibt es im Jugendbereich Niemanden, der nicht auch etwas Schulisches oder eine Ausbildung machen würde", wird Tanner zitiert. Als gutes Beispiel nennt er Marcel Schäfer, einen ehemaligen Schützling von ihm, der bereits mehrere Studiengänge hinter sich hat und kurz vor dem Einstieg ins Berufsleben steht.

In Bayern sind die erfolgreichsten Nachwuchsmannschaften der FCB und 1860. Für junge Talente aus dem Raum südöstlich von München ist Salzburg aufgrund der regionalen Nähe eine weitere Option. Bei Red Bull Salzburg gibt es dafür jedoch eine klare Richtlinie. "Wir wollen nicht, dass die Jungs länger als eine halbe Stunde, beziehungsweise eine dreiviertel Stunde im Bereich ab der U12, einfach fahren", betont Tanner. Weiter erklärt er, wenn ein Spieler hinterhalb des Chiemsees wohne, wäre dieser dann schon zu weit. Ebenso müsse man die FIFA-Richtlinen bezüglich der Entfernung über die Grenzen beachten. Dann könne das Talent erst mit 16 nach Salzburg wechseln, und alle Guten seien dann schon bei Sechzig oder Bayern.

Zu dem Thema Leitung des Nachwuchsleistungszentrums beim FC Bayern äußerte sich Tanner mit einer klaren Aussage. "Das war und bleibt ein Gerücht. Ich habe immer gesagt: Ich habe hier in Salzburg einen Vertrag und fühle mich sauwohl. Es gibt für mich nicht viele Gründe, etwas anderes zu machen."

Quelle: fussball-vorort.de

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