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Albert Rudnik: Der Topscorer vom TSV Großhaderen

Interview mit Albert Rudnik vom TSV Großhadern

Rudnik: „Bin zu sehr abgehoben und ziemlich tief gefallen“

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  • Luca Iannotta
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Albert Rudnik steht mit dem TSV Großhadern auf dem ersten Platz in der Kreisliga. Im Interview spricht er über die aktuelle Saison und den Verlauf seiner Karriere.

  • Albert Rudnik ist der Topscorer beim TSV Großhadern in der Kreisliga
  • In der Jugend hat Rudnik sogar für den FC Augsburg in der Bundesliga gespielt
  • Jetzt peilt er mit dem TSV den Aufstieg in die Bezirksliga an

Du stehst derzeit mit dem TSV Großhadern ungeschlagen auf dem ersten Platz und bist mit 13 Toren aus 10 Spielen sehr gut dabei. Gelingt der Aufstieg dieses Jahr?

Rudnik: Ja wir sind komplett ungeschlagen! Ich hoffe auf jeden Fall, dass wir es dieses Jahr packen. Das Ziel ist es ganz oben mitzuspielen und bisher sieht es gut aus.

Wie groß würdest du deinen persönlichen Beitrag zu dieser erfolgreichen Hinrunde einschätzen?

Ich denke, dass diese 13 Tore für sich sprechen. Abgesehen davon funktionieren wir als Team einfach super. Jeder einzelne ist ein wichtiger Bestandteil von diesem Team und trägt dementsprechend sein Beitrag zu dieser starke Hinrunde bei. 

Du hast in der U19 bereits Bundesliga gespielt. Wie kam es dann zum wechsel nach Grünwald in die Bezirksliga, eine vermeintlich schwächere Liga?

Ich habe in der A-Jugend Bundesliga für Augsburg gespielt. Dort habe ich dann sogar vom Verein eine eigene Wohnung bekommen. Leider bin ich dann zu sehr abgehoben und ziemlich tief gefallen. 

Gab es denn in deiner Zeit beim FC Augsburg eine Tendenz zum Fußballprofi?

Ja, das auf jeden Fall. Wir wurden immer wieder zu der ersten Mannschaft hochgeschickt und es gab auch bereits Gespräche aber am Ende sollte es wohl einfach nicht sein. Enttäuscht bin ich heute nicht mehr wirklich, denn das Leben hat mehr zu bieten als nur den Fußball.

„Haben in dieser Saison bei Grünwald überragende Leistung gezeigt“

Von Grünwald ging es dann 2014 bergauf zum VfR Garching in die Regionalliga. Wie kam dieser Wechsel zustande?

Durch einen komischen Zufall: Mein Bruder Robert hat dem damaligen Coach Daniel Weber zum Geburtstag gratuliert und darauf meinte er nur, ob wir beiden denn Lust hätten nach Garching zu kommen. Wir beide haben in dieser Saison bei Grünwald überragende Leistung gezeigt und standen deshalb schon unter Beobachtung.

Nach einem Jahr Garching ging es schon wieder zurück nach Grünwald. Warum der schnelle Wechsel zurück in die Bezirksliga?

In Garching habe ich nicht genug Spielzeit bekommen und war deshalb dort nicht mehr allzu glücklich. Mir ist es lieber etwas niedriger zu spielen und dafür ordentlich Tore zu erzielen, als höher und dafür wenig Spielzeit zu bekommen. Auch das berufliche stand mir im Weg und so ist mir das Alles ein wenig zu viel geworden. 

Vor drei Jahren kam dann der Wechsel nach Großhadern in die Kreisklasse. Im ersten Jahr gelingt dann direkt der Aufstieg. Hast du mit dem TSV größeres vor?

In der Vergangenheit hatte ich schon öfter Kontakt mit dem TSV Großhadern. Viele meiner Freunde spielen beim TSV und zusätzlich bin ich letztes Jahr nach Großhadern gezogen. Es hat also alles zusammengepasst. Momentan bin ich sehr zufrieden und sehe keinen Grund den Verein zu verlassen. Diese Saison gilt es auf jeden Fall erstmal so weit oben mitzuspielen wie möglich und wenn dann tatsächlich der Aufstieg glückt, müssen wir erstmal schauen, wo der Weg hinführt. Jeder will so weit wie möglich kommen. 

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