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Mit seinen Team auf dem Weg in die Bezirksliga: Großhadern-Coach Markus Diebel

Der Coach des TSV Großhadern im Interview

Markus Diebel: "Dass uns viele als Söldner darstellen, nervt uns"

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Markus Diebel ist in seinem dritten Jahr als Trainer des TSV Großhadern.  Im Interview spricht er über die aktuelle Verfassung der Mannschaft und den zweifelhaften Ruf des Vereins.

Servus Markus, Glückwunsch zum Sieg gegen den FC Hellas München. Eine Woche zuvor habt ihr das mit Spannung erwartete Spitzenspiel gegen den FC Neuhadern gewonnen. Hattet ihr euch mit dem Unentschieden im Derby bereits abgefunden oder insgeheim noch auf den Lucky Punch spekuliert?

Wir gehen immer auf den Lucky Punch. Daher haben wir auch gehofft. dass wir dieses Spiel noch gewinnen, egal wie.

Letzte Saison habt ihr 50 Gegentore kassiert, diese Spielzeit bisher gerade einmal neun. Der Schlüssel zum Erfolg?

Wir stehen allgemein kompakter. Wie sagt man so schön: ‚Die Offensive gewinnt die Spiele und die Defensive die Titel‘. Wir hoffen, dass sich diese Phrase bewahrheitet.

Nicht erst seit seinem Traumtor gegen Neuhadern ist Albert Rudnik in aller Munde. Ist er in der Form überhaupt zu stoppen und über die Saison hinaus in Großhadern zu halten?

Zu stoppen ist er natürlich nicht. Ich bin ziemlich sicher, dass wir ihn halten können. Es macht ihm viel Spaß in der Truppe.

"Wenn wir verlieren, sind wir die Söldner" 

In Großhadern soll, passend zum sportlichen Aufschwung, ein neuer Platz entstehen. Könntest du uns auf den aktuellen Stand der Dinge bringen?

Leider wurde über unsere Köpfe entschieden, dass es ein Kunstrasen wird. Ich muss sagen, dass es nicht mehr das Hadern ist, das es früher einmal war. Das ganze schöne Flair dieses Platzes geht somit verloren.

Sieben Punkte Vorsprung auf den vierten Rang, bisher ungeschlagen. Hättet ihr nach der vergangenen Saison mit so einem Wahnsinns-Start gerechnet?

Natürlich haben wir das gehofft, wir haben uns in der Breite neu aufgestellt. Unter anderem mit Co-Trainer Weber Andy, der seine Sache sehr gut macht. Außerdem passen die neuen Spieler optimal ins Team.

Was sind deine persönlichen Ziele? Wo soll es für dich bei diesem Verein noch hingehen?

Wojtek (Gula), Andy (Weber) und ich haben uns das Ziel gesetzt, den Verein wieder dahin zu bringen, wo er früher war. Wo es hingeht, wird sich zeigen. Priorität hat erstmal der Aufstieg in die Bezirksliga. Wir wollen die Außendarstellung des Vereins wieder verbessern. Dass uns viele negativ und als Söldner darstellen, stört uns. Die Spieler identifizieren sich total mit dem Verein und fühlen sich pudelwohl. Deswegen stehen wir aktuell auch da, wo wir sind. Es hat ein Jahr gedauert, aber nun greifen wir voll an. Was mich ärgert: Wenn wir gewinnen, ist es normal und wenn wir verlieren, sind wir die Söldner.

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