Will das Ansehen des Vereins steigern: Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny.
+
Will das Ansehen des Vereins steigern: Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny.  

Aufsteiger reicht Lizenzunterlagen für 2. Liga ein

NLZ fraglich! Türkgücü spielt weiter im Olympiastadion und Grünwalder

  • vonNico-Marius Schmitz
    schließen

Türkgücü München hat die Lizenzunterlagen für die 2. Bundesliga fristgerecht eingereicht. Die Suche nach einem Ort für ein NLZ gestaltet sich allerdings schwierig.

München – Gestern war Stichtag. Die Lizenzunterlagen für die 2. Bundesliga mussten von Bewerbern aus der 3. Liga eingereicht werden. Auch Türkgücü München hat die Unterlagen vorsorglich abgeschickt. Ein großes Problem, sollte es überhaupt zu einem Aufstieg kommen, besteht aber weiterhin: Die Suche nach der Fläche für ein Nachwuchsleistungszentrum. Ab der 2. Liga müssen die Vereine ein NLZ betreiben, Türkgücü hätte aber ein Jahr Karenzzeit. Heißt: Sollte man ab Sommer 2021 in der 2. Liga spielen, müsste das NLZ bis Sommer 2022 installiert sein. Doch wie die Stadt auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, konnte Türkgücü immer noch kein „konkretes Angebot“ für eine mögliche Fläche gemacht werden: „Da Flächenpotentiale in München sehr begrenzt sind, beinhaltet die Suche nach Grundstücken auch die Suche nach Belegzeiten auf vorhandenen und neu entstehenden Sportflächen.“

Türkgücü München: Gespielt wird weiterhin im Grünwalder Stadion und Olympiastadion

Immerhin in der Stadionfrage gibt es nun Klarheit. Auch in der kommenden Saison werden die Münchner im Grünwalder Stadion auflaufen und sollen eine zusätzliche Option für „wenige Spieltage“ erhalten: „Diese Spielstätte soll wie in der letzten Saison das Münchner Olympiastadion sein.“

Aktuell läuft Türkgücü den eigenen sportlichen Ansprüchen ohnehin noch hinterher. Auch wenn der neue Trainer Sedar Dayat „einen einstelligen Tabellenplatz und positiven Fußball“ als Zielsetzung für die restliche Saison erhielt, hat das 1:1 gegen Zwickau die Verantwortlichen enttäuscht. Spielerisch fanden die Münchner keine Lösungen. Geschäftsführer Max Kothny hatte vor der Partie extra betont, dass sportlicher Erfolg helfen soll den aktuell „negativen Stellenwert“ und das Ansehen innerhalb der Stadt zu verbessern.

Von Bürgermeisterin Verena Dietl gab es gegenüber unserer Zeitung jedenfalls positive Worte: „Die Stadt München ist stolz darauf, gleich drei Prof-Vereinen eine Fußball-Heimat zu geben.“ Dies sei ein starkes Signal für die Sportstadt München. Doch für eine wahre Sport-Heimat fehlt Türkgücü weiterhin das eigene Grundstück.

(NICO-MARIUS SCHMITZ)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare