Keine ruhige Phase für Hasan Kivran: nach den verbalen Auseinandersetzung des TSV 1860 München folgen nun ernsthafte Anschuldigungen.
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Keine ruhige Phase für Hasan Kivran: nach den verbalen Auseinandersetzung des TSV 1860 München folgen nun ernsthafte Anschuldigungen.

Der Aufsteiger steht erneut negativ im Rampenlicht

Menschenschmuggel? Türkgücü München weist Vorwürfe zurück

  • vonFussball Vorort FuPa Oberbayern
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Türkgücü München bleibt weiter im Fokus. Der Verein wurde nun mit Menschenschmuggel in Zusammenhang gebracht. In einer Stellungnahme distanziert sich der Aufsteiger von den Vorwürfen.

München - Türkgücü München reagiert auf schwere Unterstellungen! Ismail Küpeli veröffentlichte am gestrigen Dienstag auf seinen Twitter-Kanal einen vorwurfsvollen Tweet. Der Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt auf politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Türkei und in Deutschland bezichtigt den Aufsteiger der Beteiligung am Menschenschmuggel durch eine Kooperation mit der AKP-kontrollierten Kommune Ceylanpınar. Genauer gesagt: 37 Personen wurden illegal nach Deutschland gebracht, Türkgücü soll laut Ismail Küpeli seine Finger im Spiel gehabt haben. Der beschuldigte Verein reagierte nun auf die Vorwürfe und hat diese entschieden zurückgewiesen.

Türkgücü München: Verein angeblich in Menschenschmuggel involviert

In seinem Tweet bezieht sich der Politikwissenschaftler auf Ermittlungen von Cemal Bozoğlu. Der 59-Jährige ist Landtagsabgeordneter bei Bündnis 90/Die Grünen und sitzt seit Oktober 2018 im Bayerischen Landtag. Zudem ist der Politiker auch Bürgerbeauftragter für Asyl und Migration und beschäftigt sich mit illegalen Immigrationen nach Deutschland, über dessen Verlauf er seinen Follower in den sozialen Netzwerken informiert. 

Nun nimmt er den Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München ins Visier: Laut BirGün, einer landesweit vertriebenen türkischen Tageszeitung, fand Cemal Bozoğlu pikante Details heraus. Die besagten, 37 Menschen aus der Gemeinde Ceylanpınar, die im Süd-Westen des Landes an der Landesgrenze zu Syrien liegt, sollen im Februar des vergangenen Jahres im Rahmen eines Sportprojekts als Gäste nach Deutschland gereist sein - und illegal geblieben. Die Einladungen seien von Türkgücü München gekommen.

Grünen-Politiker Cemal Bozoğlu kontaktiert wegen Türkgücü München Innenminister Joachim Herrmann

Bozoğlu blieb dran, und hat sich der türkischen Tageszeitung zufolge an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gewandt. Dieser konnte zwar nicht Licht ins Dunkle bringen, Fakt ist aber: Die Debatten um Menschenschmuggel aus der Türkei sprudelten in den letzten Tagen nur so hervor. Die Masche ist simpel: Aus Deutschland und den Nachbarländern werden Einladungen für Veranstaltungen ausgeschrieben, die zur Tarnung dienen und es in Wirklichkeit nicht gibt.

Eingeladene Personen bekommen im Anschluss sogenannte ‚Graue Pässe‘ - die eigentlich für Beamte gedacht sind - und können damit ungehindert nach Deutschland einreisen. Die Tagesschau hat das Thema aufgegriffen. 

Türkgücü München weist Anschuldigungen zurück

Türkgücü München reagierte auf die Vorwürfe, und wies diese entschieden zurück. In einer Stellungnahme vom Verein heißt es: „Türkgücü München distanziert sich von jeglichen Vorwürfen dieser Art. Der Verein hat weder im Jahr 2020 noch in den Jahren zuvor oder danach derartige Einladungen in die Türkei verschickt. Es existieren zudem keine Kooperationen zwischen Türkgücü München mit Vereinen oder Projekten aus der Türkei.“ Der Aufsteiger will dennoch den Anschuldigungen auf den Grund gehen. Weiter schreibt der Klub: „Der Verein geht dem Sachverhalt aktuell auf den Grund und prüft juristische Schritte.“

(Paul Ruser)

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