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Das beschauliche Umfeld in Heimstetten ist vorerst Geschichte. Türkgücü läuft ab sofort im Grünwalder Stadion auf.

Erstes Spiel im Grünwalder Stadion

Türkgücü erwartet 1500 Zuschauer gegen den FC Bayern

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Das Spiel gegen die Bayern-Amateure hat für Türkgücü gleich doppelten Test-Charakter. Sowohl die Mannschaft als auch das Grünwalder Stadion stehen vor einem Probelauf.

  • Am Sonntag testet Türkgücü gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern.
  • Erstmals spielt der Klub unter dem Namen Türkgücü München im Grünwalder Stadion
  • Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf werden für einen guten Zweck gespendet

München - Am Sonntag kommt es im Stadion an der Grünwalder Straße zu einem echten Münchner Derby - allerdings nur als Testspiel. Türkgücü München empfängt die zweite Mannschaft des FC Bayern. Während es bei den Bayern-Amateuren vor allem um Spielpraxis und Training geht, testet Türkgücü auch die Organisation rund um das Grünwalder Stadion. Denn dort wird die Mannschaft alle ihre Heimspiele nach der Winterpause absolvieren. Und sollte dem Regionalliga-Tabellenführer der Aufstieg in die 3. Liga gelingen, könnte das Stadion in der kommenden Saison zur dauerhaften Heimstätte des Klubs.

Bayerns Zweite wird auf Nachwuchs-Stars verzichten müssen

Die Bayern-Amateure werden wohl ersatzgeschwächt in den Testkick gehen müssen. Denn fast zeitgleich steht die Bundesliga-Mannschaft des Rekordmeisters im Berliner Olympiastadion auf dem Platz. Neben den Langzeitverletzten Niklas Süle und Lucas Hernandez fehlen den Münchnern außerdem Javi Martinez und Kingsley Coman. Auch bei Serge Gnabry scheint trotz ersten Trainingseinheiten ein Mitwirken gegen die Hertha unwahrscheinlich. Dazu ist Joshua Kimmich nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt.

Für einige der Bayern-Nachwuchsspieler bedeutet das wohl, dass sie am Sonntag in Berlin auf der Bank Platz nehmen und die Profis verstärken werden. Der Kader für die Auswärtsfahrt ist allerdings noch nicht bekannt. Schon bei der vergangenen Testpartie der zweiten Mannschaft gegen den SSV Ulm war von den Doha-Reisenden lediglich Torhüter Ron-Thorben Hoffmann dabei. Das Spiel endete nach zwei frühen Toren 1:1-Unentschieden. Die übrigen Nachwuchstalente waren am Wochenende beim Testspiel der Profis gegen Nürnberg im Einsatz, als der Rekordmeister überraschend deutlich mit 2:5 unterlag.

Unterschiedlicher Trainingsstand bei den Mannschaften

Für Türkgücü ist die Partie gegen den FC Bayern der Auftakt einer langen Vorbereitungsphase. Erst am 7. März geht in der Regionalliga Bayern der Spielbetrieb weiter. Bis dahin stehen für den aktuellen Tabellenführer Freundschaftsspiele unter anderem gegen den SSV Ulm 1848, die DJK Pasing oder den TSV Dachau 1865 auf dem Programm. Außerdem reist die Mannschaft von Trainer Reiner Maurer gleich zweimal ins Trainingslager. Einmal darf das Team nach Spanien und profitiert vom Sieg beim ERDINGER Meistercup im vergangenen Sommer. Vom 19. bis 26. Februar wird dann in der Türkei am Feinschliff für die restlichen zwölf Spiele gefeilt. 

Für die Bayern geht es dagegen schon am Sonntag, 26. Januar, in der 3. Liga los. Entsprechend unterschiedlich sind die Trainingsstände. „Unsere Mannschaft kann nach drei Trainingseinheiten noch nicht in Topform sein, aber wir werden versuchen, uns von unserer besten Seite zu präsentieren und ein gutes Spiel abzuliefern“,  sagt Türkgücü-Geschäftsführer Robert Hettich.

Verletzte Türkgücü-Spieler kehren zur Mannschaft zurück

Trotzdem blickt er sehr positiv auf den Zustand des Tabellenführers: „Wir haben am Mittwoch mit der Vorbereitung begonnen. Die Spieler hatten knapp sechs Wochen Urlaub, sind gut erholt. Alle hatten natürlich auch im Urlaub entsprechende Läufe zu absolvieren, sodass wir nicht bei Null starten. Alle sind gesund.“

Der in der Hinrunde verletzte Marian Knecht kann nach einer intensiven Reha wieder langsam an die Mannschaft herangeführt werden und auch Dominik Weiß, der in der Pause an beiden Leisten operiert wurde, soll bald wieder voll am Training teilnehmen können.

Türkgücü probt auch Abläufe im Grünwalder Stadion

Das Testspiel ist aber auch eine Probe für die anstehenden Heimspiele von Türkgücü im Stadion an der Grünwalder Straße. „Bezüglich Ticketing und allen Abläufen rundrum ist es auch ein guter Testlauf für uns. Für die Spieler, sich an den Platz und die Gegebenheiten zu gewöhnen“, so Hettich. 

Und es wird gleich ein echter Härtetest. Bis jetzt wurden etwa 1000 Tickets verkauft. Hettich rechnet am Wochenende mit rund 1500 Zuschauern. Deutlich mehr als die bisher üblichen 500, die regelmäßig die Heimspiele von Türkgücü verfolgen. Probleme bei der Organisation im neuen Umfeld gab es noch keine. „Es lief bisher alles reibungslos“, berichtet der Geschäftsführer. Die Einnahmen aus dem Testspiel werden komplett an „Bunte Münchner Kindl“ gespendet. Die Initiative stattet bedürftige Kinder mit qualitativ guten Schulmaterialien aus.

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