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Vergeblicher Einsatz: Auch Patrick Hasenhüttl (rotes Trikot) blieb im Eichstätter Defensivnetz hängen.

Türkgücü München scheitert am Eichstätter Bollwerk

Maurer-Elf noch kein Spitzenteam

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Dass „die Niederlage nicht unverdient war“, musste Türkgücü-Coach Reiner Maurer zähneknirschend anerkennen. Sein Team, so der 59-Jährige, habe „müde und teils verunsichert gewirkt“.

Erklärungen dafür fand er keine, was aber nur bedeutet, dass Maurer nicht nach Ausreden suchte, sondern die dritte Saisonniederlage sportlich fair akzeptierte. Nach einem Ballverlust Mario Erbs schloss Eichstätts Atdhedon Lushi aus gut 20 Metern sehenswert zum Siegtreffer ab (69.), die Maurer-Elf dagegen wirkte gehemmt und in der Offensive hilflos.

„Mit der Leistung von heute“, so Maurer, „können wir uns sicher nicht oben festsetzen.“ Dass allerdings genau das der Anspruch ist, weiß auch der ehemalige 1860-Coach. „Ein Spitzenteam zeichnet aus“, erläuterte er, „auch mal ein schlechtes Spiel zu gewinnen.“ Auch sein offensiver Mittelfeldspieler Benedikt Kirsch, im bisherigen Saisonverlauf einer der absoluten Leistungsträger, am Samstag aber ebenso blass wie seine Teamkollegen, hatte „zu viele kleine Fehler“ erkannt, „in der Summe dann halt einer zu viel“.

Nicht von ungefähr stellt der Vizemeister der Vorsaison mit erst sieben Gegentreffern die beste Abwehr der Liga, auch von Türkgücü war das VfB-Bollwerk nicht zu knacken. „Eichstätt hat gut verteidigt“, lobte auch der 23-jährige Kirsch, der erst im Sommer aus Fürth gekommen war, „du musst aber dann in so einem Spiel wenigstens einen Punkt mitnehmen“. Zumal die Niederlage historisches Ausmaß hatte: Fast zwei Jahre lang war Türkgücü zuvor auf eigenem Platz ungeschlagen geblieben, die letzte Liga-Heimniederlage datierte vom 22. Oktober 2017, als Eintracht Freising noch in der Landesliga mit 3:1 gewann.

In Heimstetten, wo der Verein erst seit Beginn der Vorsaison seine Heimspiele austrägt, war der ambitionierte Emporkömmling erst einmal zuvor als Verlierer vom Platz gegangen: Im Totopokal-Achtelfinale siegte Drittligist Unterhaching vor knapp zwei Wochen mit 3:2. Immerhin konnte Maurer am Samstag das Ergebnis aus Buchbach wohlwollend zur Kenntnis nehmen, „drei Punkte Rückstand sind mir lieber als sechs“, bilanzierte er nach einem ernüchternden Nachmittag mit einer Prise Erleichterung.

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