Neuer Coach: Peter Hyballa leitet nun die sportlichen Geschicke bei Türkgücü.
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Neuer Coach: Peter Hyballa leitet nun die sportlichen Geschicke bei Türkgücü.

Den Gegnern „wehtun“, fordert der neue Coach

Türkgücü München soll eine „Gangstertruppe“ werden - Neu-Trainer Hyballa kündigt harte Gangart an

  • VonJacob Alschner
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Türkgücü München will unter Peter Hyballa die Trendwende. Am Sonntag gibt der neue Cheftrainer gegen Borussia Dortmund II sein Debüt an der Seitenlinie.

München – „Eine Gangstertruppe müssen wir werden“, verkündet Peter Hyballa, 45, auf seiner ersten Pressekonferenz bei Türkgücü München. Dass nach der ruhigen, behutsamen Art seines Vorgängers Ruman nun ein anderer Wind durch die Geschäftsstelle an der Balanstraße weht, merkt man sofort. Hyballa, ein Coach mit Sieben-Tage-Bart, scherzt viel, spricht energisch. Eigenschaften, die er auch von seinem neuen Team auf dem Platz sehen will, wie er ankündigt: „Es muss wehtun, gegen uns zu spielen. Das ist ein Merkmal, das man gesehen haben muss, auch wenn wir verlieren.“

Türkgücü München: Hyballa will die Spieler durch „emotionales Coaching“ motivieren

Das erste Mal soll das direkt am Sonntag (13 Uhr) gelingen, wenn die Münchner im bei ihrer Saisonpremiere im Olympiastadion die U 23 von Borussia Dortmund empfangen. Der BVB also zum Auftakt. „Da musste ich ein bisschen schmunzeln. In Dortmund hatte ich, das kann ich glaube ich so sagen, meine geilste Zeit“, so Hyballa. Ironie des Schicksals könnte man sagen, trainierte Hyballa von 2007 bis 2010 doch die schwarz-gelbe U 19. Mit dabei damals Spieler wie Mario Götze und Antonio Rüdiger.

Die dürften Hyballas „emotionales Coaching“ damals genau so kennengelernt haben wie seine jetzige Mannschaft bei Türkgücü. Einerseits, so ist der Plan, soll das motivieren. Hyballa will Spieler auf positive Art und Weise anstecken. Andererseits, warnt er seine Mannen vor: „Dass einer meiner Trainerkollegen beurlaubt worden ist, da haben die Spieler auch etwas mit zu tun. Die Karten werden neu gemischt und die Jungs müssen jetzt etwas zeigen. Ich werde da zwar von außen helfen, aber die müssen auch von innen heraus brennen.“

„Dass einer meiner Trainerkollegen beurlaubt worden ist, da haben die Spieler auch etwas mit zu tun. Die Karten werden neu gemischt und die Jungs müssen jetzt etwas zeigen. Ich werde da zwar von außen helfen, aber die müssen auch von innen heraus brennen.“

Peter Hyballa

Seine Zeit in Dänemark, wo sich Profis seines Ex-Clubs Esbjerg FB öffentlich über ihn beschwerten und er sich danach öffentlichen Anfeindungen ausgesetzt sah, hänge ihm nicht mehr nach, glaubt Hyballa. Denn eigentlich sei seine große Stärke, dass die Spieler „für mich durchs Feuer gehen“, ähnlich wie bei Jürgen Klopp und Diego Simeone. Wenn es zu viel sei, dass man als Trainer mal einem Spieler auf den Rücken schlage, müssten alle drei im Gefängnis landen. Eines sei jedenfalls sicher, sagt Hyballa: „Nach Dänemark werde ich so schnell nicht zurückgehen.“ (Jacob Alschner)

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