Wetter in Deutschland: DWD gibt rote Warnung heraus - Drastische Maßnahme beim Karneval

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Reiner Maurer (links) blickt mit Sorge auf die lange Vorbereitungsphase.

Türkgücü-Coach will die Spannung aufrecht halten

Reiner Maurer warnt vor den Tücken der langen Vorbereitung

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Sieben Wochen Vorbereitung. Für Profi-Mannschaften im Winter eigentlich unmöglich. Bei Türkgücü ist das aber Realität. Nicht zur Freude von Trainer Reiner Maurer.

  • Türkgücü steht am Beginn einer siebenwöchigen Vorbereitung. 
  • Die Mannschaft muss derzeit auf Kunstrasenplätze ausweichen. 
  • Trainer Reiner Maurer warnt vor einem Spannungsverlust in der langen Pause. 

München - Gerade einmal drei Tage waren die Kicker von Türkgücü im Training, da wartete mit der zweiten Auswahl des FC Bayern gleich ein erster Testspiel-Brocken. Die sehr kurze Vorbereitungszeit war für Trainer Reiner Maurer allerdings kein Grund, mit Kritik an dem Auftreten seiner Mannschaft - insbesondere in der ersten Halbzeit - zu sparen.

„Ich bin ein Trainer, der früh attackieren will“, erklärte Maurer nach der Partie. Das habe aber im ersten Durchgang überhaupt nicht funktioniert. Zu pomadig agierten die Türkgücü-Spieler. Zu wenig Laufbereitschaft zeigten sie auf dem Platz. Die Konsequenzen dafür kündigte Maurer schon für das nächste Training an: „Wenn man im Spiel nicht läuft, muss man halt morgen im Wald mehr laufen.“

Vorbereitung auf Kunstrasenplätzen nicht optimal

Ohnehin legt Maurer zu Beginn der sieben Wochen langen Vorbereitung viel Wert auf den Aufbau von Ausdauer und Fitness. Das ist auch den Trainingsbedingungen geschuldet, mit denen die Mannschaft klarkommen muss. Die meisten Naturrasen-Plätze sind derzeit gesperrt, auch der eigene Trainingsplatz an der Bezirkssportanlage in der Heinrich-Wieland-Straße. Das Team trainiert deshalb auf dem Kunstrasenplatz in Unterföhring.

Gerade aber für Spieler, die von Verletzungen zurückkehren, ist das harte Geläuf ein Problem. Michael Zant und der lange verletzte Dominik Weiß sind bereits angeschlagen. Deshalb will Maurer auch viel Zeit für Laufeinheiten und Intervall-Training verwenden. Das kann man auch im Wald oder auf Kies durchführen. Trotzdem betont Maurer, dass er natürlich froh ist, überhaupt im Winter draußen trainieren zu können. Die milden Temperaturen kommen dem Türkgücü-Coach dabei ebenfalls entgegen.

Maurer warnt vor Spannungsverlust

Türkgücü ist neben den Schweinfurtern die einzige Mannschaft in der Regionalliga Bayern, die ausschließlich auf Profi-Spieler setzt. Die enorm lange Winterpause bekommt der Verein deshalb besonders heftig zu spüren. Während die Spieler der anderen Klubs ihrem Arbeitsalltag nachgehen, dreht sich bei Türkgücü weiter alles um den Fußball.

Was zunächst nach einem Vorteil aussieht, kann sich aber auch zu einem Problem entwickeln, findet Maurer: „Ich wollte jetzt nicht noch früher anfangen. Im Winter ist das saugefährlich. Da geht die Spannung verloren.“ Die Spieler würden sich bei Fehlern darauf ausruhen, dass noch viel Zeit bis zum ersten Spiel ist.

Spieler denken bereits an die dritte Liga

Dazu kommt die besondere Situation von Türkgücü. Formulierte man vor Saisonbeginn noch vorsichtig eine Platzierung unter den ersten Sechs als Saisonziel, steht das Team jetzt mit acht Punkten Vorsprung auf Rang eins. Und auch wenn Maurer vor dem - im Vergleich zu Verfolger Schweinfurt - schweren Programm im März und April warnt, so formuliert er doch klar: „Wir wollen jetzt natürlich Meister werden.“

Nachlassen dürfe man aber deshalb noch nicht, warnt Maurer. „Diese Geschichte ist natürlich in den Köpfen der Spieler drin, dass sie praktisch schon Drittliga-Spieler sind.“ Das beste Mittel dagegen seien Spiele gegen niederklassige Vereine. Dort könne man den Spielern am besten aufzeigen, an welchen Stellen es spielerisch noch hakt. 

Deshalb stehen auf dem mindestens elf Spiele umfassenden Testspiel-Programm nicht nur Partien wie gegen die Bayern-Amateure oder den SSV Ulm, sondern auch gegen die DJK Pasing und den TSV Schwabmünchen.

Zwei Trainingslager im warmen Süden

Damit aber nicht nur auf den Kunstrasen-Plätzen in der kalten Heimat trainiert wird, sondern die Spieler auch noch auf Naturrasen an ihrem Spiel feilen können, reist das Team für zwei Trainingslager in den warmen Süden. Als Sieger des ERDINGER Meister Cups trainiert die Mannschaft vom 30. Januar bis zum 5. Februar in Barcelona.

Das mildere Wetter will Maurer insbesondere für Taktik-Training nutzen. Das sei selbst bei den milden Temperaturen in Deutschland derzeit nicht möglich. „Bei acht Grad kannst du die Spieler nicht hinstellen und zehn Minuten was erzählen“, sagt Maurer. Dazu stehen zwei Testspiele auf dem Programm, unter anderem gegen den SV Drochtersen-Assel, der in der Regionalliga Nord auf Platz fünf überwintert. Das zweite Trainingslager steht dann vom 19. bis zum 26. Februar an. 

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