Markus Mattes lebt den VfB Eichstätt durch und durch und verlängerte deshalb im Februar seinen Vertrag.
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Markus Mattes lebt den VfB Eichstätt durch und durch und verlängerte deshalb im Februar seinen Vertrag.

Der Aufbau des VfB Eichstätt ist sein Baby

Erfolgs-Coach Mattes: „Man muss das Entwicklungspotential erkennen“

Erst im Februar verlängerte der Erfolgs-Coach Markus Mattes trotz zahlreicher lukrativer Angebote seinen Vertrag beim VfB Eichstätt. Die Corona-Pause macht allerdings auch den Eichstättern zu schaffen.

  • Markus Mattes hat im Februar seinen auslaufenden Vertrag verlängert
  • Der Umbruch im Sommer ist den Eichstättern gut gelungen
  • Der Coach spricht auch über seine Aufgabe als Scout

Der VfB Eichstätt spielt eine souveräne Saison. Das Saisonziel „Klassenerhalt“ sollte für den Sechstplatzierten der Regionalliga Bayern kein Problem mehr darstellen. In der Hinrunde konnte man sogar den Tabellenführer Türkgücü München bezwingen. Großen Anteil an der erfolgreichen Saison hat der 44-jährige Coach Markus Mattes. Seit der Saison 2015/2016 ist er der starke Mann an der Seitenlinie des VfB und bleibt dies auch in Zukunft.

Für Mattes war der Umbruch im Sommer ein voller Erfolg

Vor der Saison hatte Mattes einiges zu tun. Denn mit Özhitay, Zant, Haas und Steinhöfer verließ beinahe die ganze Abwehr die Eichstätter. Doch der Erfolgs-Coach konnte die Wechsel souverän kompensieren. „Der Umbruch ist uns absolut gelungen. Wenn man bedenkt, dass wir fast unseren kompletten Abwehrverbund verloren haben, stehen wir mit den zweitwenigsten Gegentoren der Liga im Moment wirklich hervorragend da“ sagte der 44-Jährige im Kicker-Interview. Er ergänzte, dass rein sportlich gesehen die aktuelle Saison-Leistung sogar noch beachtlicher sei, als die der letzten Saison.

Damit den Eichstättern nicht in der nächsten Saison ähnliches bevorsteht, nutzt der Verein die Corona-Pause. Mit Sebastian Graßl, Dominik Wolfsteiner, Julian Kügel und Jonas Fries haben vier Leistungsträger erst kürzlich ihre Verträge verlängert. Auch Mattes hat seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bis 2021 verlängert. Diesmal sei dem Trainer die Entscheidung nicht ganz leicht gefallen. „Es lag doch die ein oder andere interessante Anfrage vor“ gesteht er. 

„Eichstätt ist auch mein Baby“

Ausschlaggebend für seine Vertragsverlängerungen sind die „Signale aus der Mannschaft gewesen“. Zudem gefällt dem 44-Jährigen die Entwicklung des VfB. „Ich sehe, was wir in den letzten Jahren hier alles aufgebaut haben. Dieser Aufbau ist auch mein Baby" meint Mattes. 

In der Winterpause verstärkten sich die Eichstätter mit Felix Göttlicher. Der 17-Jährige wurde von der SpVgg Unterhaching für anderthalb Jahre ausgeliehen. Zudem gelang dem VfB Eichstätt mit der Rückhohlaktion von Marcel Schell aus Lübeck ein richtiger Transfercoup. Auch an Christian Träsch war der Verein interessiert. Dieser hat allerdings bei Al Wasl in Dubai eine bessere Option gesehen. 

„Beim Scouting ist das Gespür wichtig“

Beim Scouting - so Mattes ist „auch etwas Glück“ wichtig, aber vor allem ist „ein gewisses Gespür für Menschen und vor allem für Charaktere“ entscheidend. Man muss erkennen, „ob ein Spieler aus niedrigeren Klassen das entsprechende Entwicklungspotenzial hat oder eben nicht“ meint der Coach. Wie es mit zukünftigen Transfers aussieht steht noch in den Sternen. Die Kaderplanung „hängt mehr oder weniger wegen der Corona-Krise in der Luft“ berichtet der 44-Jährige.

„Ein Saisonabbruch ist für uns die Beste von mehreren schlechten Optionen“

Die größten Probleme während der Corona-Krise sieht Mattes im finanziellen Bereich. Deswegen setzt der Verein aktuell alle Zahlungen aus. „Die fehlenden Einnahmen gehen langsam an die Substanz“, berichtet der Erfolgs-Trainer. Ein Saisonabbruch wäre für Mattes „die deutlich beste von vielen schlechten Optionen“. Rein sportlich befindet sich der Verein im gesicherten Mittelfeld und somit würde es dem Verein nicht schaden ergänzt er.

Text: Florentin Reif 

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