Vor dem Abflug beim MSV? Löwe Schäffler bekommt in Duisburg kein Bein auf den Boden.

Zebras vergraulen den geliehenen Löwen Schäffler

Moorenweis – Wenn der MSV Duisburg gegen den TSV 1860 München antritt, wird aller Voraussicht nach einer fehlen: Der Moorenweiser „Ur-Löwe“ Manuel Schäffler. Nach einem Foul im Training steht Schäffler beim MSV vor dem Aus.

Schäffler, der zu Saisonbeginn für ein Jahr an die „Zebras“ in den Ruhrpott ausgeliehen wurde, ist offenbar bei MSV-Trainer Milan Sasic wegen eines Trainingsfouls in Ungnade gefallen. Die „Rheinische Post“ vermutet, dass Schäfflers Attacke gegen seinen Teamkollegen Julian Koch dem „aufgestauten Frust eines Bankdrückers“ geschuldet war.

Der nach Duisburg ausgeliehene Junioren-Nationalstürmer steht noch bis 30. Juni 2012 beim TSV 1860 unter Vertrag. Löwen-Trainer Rainer Maurer hat mittlerweile ebenfalls Stellung bezogen: „Auch bei uns ist Manuel mal mit übertriebener Härte zur Sache gegangen. Aber er ist ein fairer Sportskollege, der niemanden verletzen will.“

Schäfflers Vater Ludwig, der einstige Bayernliga-Stürmer des SC Fürstenfeldbruck, kann sich „nicht vorstellen, dass mein Sohn seinen Spezl vorsätzlich gefoult hat. Im Trainingslager waren beide auf einem Zimmer. Und beide haben den gleichen Berater. Warum sollen sie im Training aufeinander klopfen?“

Manga, Bussmann und Co: Das ist die Löwen-Zukunft

Von Aleks Ignjovski bis Gökhan Gümüssu: Das ist die neue Löwen-Zukunft

Von Aleks Ignjovski bis Gökhan Gümüssu: Das ist die neue Löwen-Zukunft

Nach Schäffler senior sucht der MSV-Trainer einen Grund, um Schäffler junior los zu werden. „Wäre das Foul umgekehrt passiert, hätte es kaum einer an die große Glocke gehängt. Manuel hat bei Sasic nie so wirklich eine Chance erhalten. Dabei wollte er ihn vor einem halben Jahr unbedingt haben.“ Als aber der schon vorher heiß umworbene Torjäger Stefan Maierhofer doch noch kam hatte der junge Moorenweiser keineau Chance mehr und kam lediglich zu Kurzeinsätzen.

"Für seine Entwicklung wäre die 3. Liga besser"

Duisburgs Manager Bruno Hübner erklärte mittlerweile, „man sollte das Ganze nicht so hochspielen soll“. Der Fehltritt wurde vereinsintern mit einer Geldstrafe geahndet. Auch der zunächst verärgerte Sasic lenkt mittlerweile wieder ein: Manuel sei ein charakterfester Spieler, der in der Situation übermotiviert reagiert habe. „Ich möchte nicht, dass Schäffler in ein negatives Licht gerückt wird.“ Das habe er nicht verdient.

Ludwig Schäffler kann sich trotzdem vorstellen, dass sein Sohn vorzeitig die Zelte in Duisburg abbricht. Eventuell müsste er sportlich einen Schritt zurückgehen. „Für seine Entwicklung wäre es besser, wenn er zunächst in der 3. Liga spielen würde. Was er braucht, ist vor allem Spielpraxis.“

von Dieter Metzler

Auch interessant

Kommentare