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Pullachs scheidender Trainer Frank Schmöller fand nach der 0:4-Niederlage gegen die Junglöwen klare Worte. 

Der SV Pullach taumelt

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Was für ein Kaltstart ins Frühjahr: Eine Woche nach dem 0:3 beim TSV 1865 Dachau ging der SV Pullach zuhause mit 0:4 (0:2) gegen den TSV 1860 München II baden.

Pullach – Da interessierten beim Bayernliga-Zweiten die Patzer der Konkurrenz – Spitzenreiter SV Türkgücü-Ataspor spielte gegen Nördlingen nur 2:2, Kottern unterlag Dachau 1:2 – keinen mehr. Trainer Frank Schmöller beschäftigten eher grundlegende Erwägungen, auch seine Person betreffend: „Es fehlen zehn bis 15 Prozent. Und da brauchen wir gar nicht drum herum reden: Ich kann mir das nur damit erklären, dass ich am Ende der Saison aufhöre. Außerdem sind die Planungen schon weit fortgeschritten, einige Verträge wurden bereits verlängert. Und dann kommt noch dazu, dass wir nicht aufsteigen können.“ Faktoren, deren Zusammenwirken laut Schmöller dazu führen, „dass der eine oder andere im Kopf nicht voll dabei ist“. Und der Coach sprach noch mehr Klartext: „Wenn ich das Problem bis Saisonende sein sollte, werde ich mit Theo (Liedl, SVP-Manager; die Red.) eine Lösung finden.“

Allerdings, auch das betonte Schmöller, habe er wenig Verständnis dafür, wenn tatsächlich seine ablaufende Amtszeit zum Schlendrian verleite: „Als Spieler stehe ich doch auf dem Platz und habe meinen Stolz, ein Heimspiel nicht 0:4 zu verlieren, egal, ob draußen ein Guardiola, Heynckes oder Schmöller sitzt.“

Wobei der 52-Jährige sich mit der ersten Halbzeit sogar halbwegs zufrieden zeigte: „Da haben wir es nicht schlecht gemacht, waren aber vorne zu inkonsequent und hinten gegen einen total effektiven Gegner zweimal im Tiefschlaf.“ Der erste Aussetzer führte zu einem Freistoß, den Arif Ekin gekonnt verwandelte (8.), nach Luis Heinzlmeiers Ausrutscher bediente Löwe Ugur Türk den Ex-Pullacher Marin Culjak (45.). Und vorne vergaben die Pullacher zwei Großchancen: Martin Bauer scheiterte an Keeper György Szekely (7.), Max Zander schoss aus der Nahdistanz einen Verteidiger auf der Linie an (43.), zudem wollte Schmöller direkt vor dem 0:2 ein elfmeterreifes Foul an Zander gesehen haben.

Als Fabian Greilinger aus großer Distanz gleich nach dem Wechsel zum 0:3 traf (49.), war die Partie entschieden. Türk markierte den Schlusspunkt (58.). „In der zweiten Halbzeit sind wir auseinandergefallen“, so Schmöller. Seine Mannschaft war zwar feldüberlegen, „aber gegen einen Gegner, der nur mehr das Ergebnis halten wollte“.

Vielleicht hätte der SVP mit Chaka Ngu’Ewodo ja noch zur Aufholjagd blasen können, doch der Stürmer stand gar nicht im Kader. Schmöller: „Eine disziplinarische Maßnahme. Er wollte im Training auf dem Platz mit mir diskutieren und wer mich kennt, weiß, dass ich das nicht so gerne mache.“ UMBERTO SAVIGNANO

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