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Regionalliga Bayern

0:6! Club-Reserve watscht VfR Garching ab

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Nach dem Trainer-Abschied der zweite Rückschlag in einer Woche für den VfR: Die Garchinger verlieren bei dem 1. FC Nürnberg II mit 0:6.

Garching – Es war eine turbulente Woche und am Ende stellte sich beim VfR Garching die spannende Frage, wie sich der Trainerrücktritt von Philipp Bönig auf dem Platz auswirkte. Die Antwort: Gar nicht. Harmlos und hilflos wurde der kriselnde Regionalligist vom 1. FC Nürnberg 6:0 (4:0) abgeschossen und ist jetzt endgültig am Tabellenende angekommen.

Eine halbe Stunde sah es noch einigermaßen gut aus für die Garchinger, die erst nach 24 Minuten in Rückstand gerieten und selbst durch Dennis Niebauer eine Großchance zur eigenen Führung hatten. Das war dann aber auch die einzige wirkliche Möglichkeit für die gesamten 90 Minuten. Der sportliche Leiter und Interimstrainer Ludwig Trifellner stellte später fest, dass sich nach einem Drittel der Spielzeit niemand über ein 1:1 hätte beschweren können.

Im Hinspiel (1:3) kassierten die Garchinger in zehn desaströsen Minuten drei Tore, die alles kaputtmachen. Nun am Trainingsgelände des 1. FC Nürnberg war es nicht viel anders. Diesmal brauchten die Franken für drei Treffer 14 Minuten, in einer Phase, in der Garching wie ein Kartenhaus zusammenfiel. Mit dem 1:0 waren es dann 20 Minuten für vier Tore und der Drops war gelutscht.

Der VfR Garching zeigte keine wirkliche Reaktion auf den Trainerwechsel und war über die volle Spieldistanz kein Gegner auf Regionalliganiveau. Nürnberg spielte den Dreier völlig ungefährdet nach Hause und machte mit dem halben Dutzend das Debakel komplett. Der VfR ist nun Letzter der Tabelle und nach der höchsten Saisonniederlage ist man auch nur noch ein Tor von den meisten Gegentreffern in der Liga entfernt.

Trainer Ludwig Trifellner flüchtete sich in Galgenhumor: „Ich bin jetzt 61 Jahre alt, habe ein leichtes Alzheimer-Syndrom und tue mich leichter mit dem Vergessen.“ In den nächsten Tagen brauche man dieses Spiel nicht groß zu analysieren, sondern muss es aus den Köpfen bringen. Trifellner hatte in den vergangenen Tagen schon geahnt, dass es mit einem Trainerabschied nicht getan ist. Er betonte, dass die Garchinger nun mit kleinen Dingen an sich arbeiten müssen.

Vor dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Bayreuth dürfte die Aufstellung vor allem nach Mentalität zusammengebastelt werden: „Wir müssen jetzt die Leute finden, die am schnellsten das Ruder rumreißen können“, sagte Trifellner. Nicht infrage kommt dafür Sebastian Gebhart. Auf den Rechtsverteidiger muss der VfR länger verzichten, er musste in Nürnberg mit einem Riss des Syndesmosebandes raus.


1. FC Nürnberg II – VfR Garching 6:0 (4:0).

VfR: Brenner – Gebhart (58. Zimmerschied), Strohmaier, Walter, Salassidis – Ball, M. Niebauer, Krueger (46. Arifovic), D. Niebauer, Radau (46. Topalaj) – Tunc. Tore:1:0 Tengstedt (24.), 2:0 Rosenlöcher (30.), 3:0 Rosenlöcher (38.), 4:0 Schleimer (44., Foulelfmeter), 5:0 Fuchs (54.), 6:0 Aslan (82.). Schiedsrichter: Andre Denzlein (Hochstadt).Zuschauer: 88.

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