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Zweifacher Torschütze der Löwen: Sascha Mölders (Mitte).

Sechzig schlägt Haching

Derby-Entscheidung in der Nachspielzeit

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Das Spiel war fast aus, da sorgt Sascha Mölders in der Nachspielzeit für die Entscheidung im „S-Bahn-Derby“ der 3: Liga: 1860 München gewinnt 3:1 bei der SpVgg Unterhaching.

Unterhaching – Das Derby-Momentum war am Sonntag nicht auf Hachinger Seite. Die SpVgg verlor das Drittliga-Duell mit dem TSV 1860 durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 2:3 und kassierte damit die zweite Niederlage in Folge. In der Tabelle liegen die Löwen plötzlich nur noch vier Punkte hinter Unterhaching. Den Unterschied machte Löwen-Oldie Sascha Mölders (34), der ein Tor vorbereitete und zwei selber schoss. Mit einer akrobatischen Aktion in der 91. Minute auch den Siegtreffer.

Das Protokoll eines unterhaltsamen Nachmittags im Sportpark:

30 Sekunden gespielt, da köpft Jim-Patrick Müller schon das erste Mal aufs Löwen-Tor. Kein Problem für Keeper Hiller, aber das erste Ausrufezeichen, wer die Hoheit im Sportpark hat. Oder haben soll.

2. Minute: Die Löwen-Fans singen „Steht auf, wenn Ihr Löwen seid“ – und es wird hör- und auch sichtbar: 1860 hat im Sportpark wie erwartet ein Heimspiel. Richtige Fußball-Atmosphäre, die es sonst so gut wie nie gibt.

12. Minute: Erster Aufreger. Der Ex-Hachinger Willsch grätscht den Ex-Löwen Greger um, der bleibt verletzt liegen. 1860 spielt den Ball aber nicht ins Aus, die erste Rudelbildung.

14. Minute: Wein grätscht von hinten in Stroh-Engel, erste Gelbe Karte.

18. Minute: Hachings Antwort auf die stärker werdenden Gäste. Zucker-Flanke von Heinrich, Hain verpasst, aber Stroh-Engel drückt den Ball am langen Pfosten zum 1:0 ins Netz.

Der Gegenschlag folgt nur sechs Minuten später. Gegen Lex kann SpVgg-Torhüter Mantl noch parieren, Mölders staubt zum 1:1 ab.

1860 ist jetzt besser im Spiel. Mölders kommt wieder an den Ball, trifft aber nur das Außennetz (26.).

Auch die Gangart der Löwen wird härter, kämpferisch sind sie voll da. Wein steigt wieder hart ein. Die Geste von Bundesliga-Schiedsrichter Ittrich ist klar: Ab sofort ist er nur noch auf Bewährung im Spiel.

40. Minute: Riesenglück für die SpVgg. Wein zirkelt einen 25-Meter-Freistoß ans Kreuzeck, dann klärt Greger auf der Torlinie.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kommt Maxi Krauß ins Spiel und gibt gleich richtig Gas. Kaum 18 Sekunden sind gespielt, da checkt er seinen Gegenspieler weg – trotz nur 1,70 Meter Körpergröße. Die Ansage ist deutlich: Haching lässt sich nicht hängen.

Aber 1860 kommt erneut besser in die Partie. 49. Minute: Mölders zieht ab, Mantl hält.

52. Minute: Mölders kommt nach einer Ecke zum Kopfball, Rieder ist zur Stelle und trifft zum 1:2. Der frenetische Jubel vor der eigenen Fankurve zeigt: Der Führungstreffer im Derby ist kein Tor wie jedes andere.

54. Minute: Haching klärt zur Ecke, auch das sorgt für Jubel beim blauen Anhang. Mölders pusht die Fans mit seinen Gesten zusätzlich.

55. Minute: Schneller Angriff der Löwen, Owusu grätscht den Ball nur Zentimeter am Tor vorbei.

61. Minute: Endlich ist die SpVgg wieder da. Freistoß von Heinrich, Hiller faustet den Ball weg. Die erste Aktion der Gastgeber seit dem 1:0 in der 18. Minute.

Es wird temporeicher. Vier Minuten später steht Lex frei vor Mantl, schießt aber drüber. Eine Minute später auf der Gegenseite: Hufnagel zieht nach toller Vorarbeit von Krauß ab, trifft aber nur den Pfosten. Haching dreht wieder auf.

Und hat Chancen. 76. Minute: Freistoß Heinrich, Stroh-Engel verpasst knapp.

79. Minute: Die Erlösung für die SpVgg. Flanke Dombrowka, in der Mitte haut Dietz am Ball vorbei, dafür müsste aus dem Hintergrund Heinrich schießen. Und Heinrich schießt – 2:2.

Stille bei den Löwen-Fans, Hachings Anhänger feiern jetzt. Kein Team gibt auf, in der Schlussphase herrscht Kampf um jeden Meter. Winklers Freistoß ist zu schwach (87.).

91. Minute: Die Löwen-Kurve explodiert. Das 2:3 durch Mölders, der einen langen Ball perfekt annimmt und aus der Drehung den Siegtreffer macht.

Jetzt singen die Löwen „Hier regiert der TSV“. Ittrich pfeift ab, noch eine Viertelstunde danach feiern die Löwen vor ihrer Kurve. Die Spieler liegen sich in den Armen, auf der Gegenseite bleibt den Hachingern nur noch das wortlose Abklatschen mit den eigenen Fans.  

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