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Die Fans des MSV Duisburg sorgen im Unterhachinger Sportpark für Stimmung.

Haching ärgert den Herbstmeister

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45 Minuten toller Drittliga-Fußball, 45 Minuten immerhin Hochspannung: Die SpVgg Unterhaching holte am letzten Vorrunden-Spieltag ein 2:2 (2:2) gegen Spitzenreiter MSV Duisburg und belegt zur Saisonhalbzeit den vierten Tabellenplatz.

Unterhaching – Der erste Durchgang hatte alles, was ein Spitzenspiel braucht. Für die Qualität auf dem Rasen sorgte nicht nur der Herbstmeister, auch die Hachinger zeigten nach Wochen mit durchwachsenen Leistungen ein gutes Spiel. Vier Tore, dreimal Aluminium und vier weitere Top-Chancen auf beiden Seiten sahen die 3750 Zuschauer im Sportpark vor der Pause. Und die SpVgg zeigte sich dabei zweimal von einem Rückstand unbeeindruckt.

Gerade 24 Sekunden waren gespielt, als Niclas Stierlin mit einem Distanzschuss die erste Möglichkeit der Hausherren hatte und den Innenpfosten traf. Nach 13 Minuten musste erstmals Torhüter Nico Mantl eingreifen, der einen Schuss von Albutat parierte. Zwei Minuten später das 0:1. Stoppelkamps Schuss knallte an die Querlatte, den Abpraller köpfte Vermeij ins Tor. Hachings Antwort folgte prompt: Nach einem tollen Spielzug bediente Sascha Bigalke Dominik Stroh-Engel, der aber an Keeper Weinkauf scheiterte (19.). Wieder nur zwei Minuten danach traf Stoppelkamp erneut den Pfosten.

In einem Spiel mit unglaublich hohem Tempo kam die SpVgg in der 22. Minute zum verdienten 1:1. Einen Steilpass von Max Dombrowka legte Moritz Heinrich quer, Felix Schröter ließ Weinkauf aussteigen und schob ein (22.). Nach einer halben Stunde reklamierten die Hachinger Abseits, der Pfiff blieb aber aus. Albutats Querpass bugsierte Daschner zum 1:2 ins Tor der Gastgeber. Doch noch vor der Pause schlug die SpVgg erneut zurück. In der Nachspielzeit setzte Bigalke mit einem Freistoß-Trick Heinrich in Szene, der cool zum 2:2 vollendete.

Im zweiten Durchgang passierte wesentlich weniger, beide Teams mussten dem Vollgas-Fußball der ersten Hälfte Tribut zollen. Duisburg war nun aber die bessere Mannschaft und hatte durch Vermeij (54.), Daschner (68.) und Scepanik (83.) auch die besseren Torchancen, zweimal rettete Mantl das Remis. Am Ende waren beide Teams mit dem Unentschieden zufrieden. Und auch die Zuschauer, die sich vom packenden Duell auf dem Rasen anstecken ließen – im Sportpark schon fast ein außergewöhnliches Ereignis.

„Ich denke, heute können beide zufrieden sein“, meinte Sascha Bigalke, „das Unentschieden geht für beide Mannschaften in Ordnung. Chancen gab’s auf beiden Seiten, in der zweiten Halbzeit die größeren für Duisburg. Für uns war das ein guter Abschluss der Hinrunde.“ Alexander Winkler fand das genauso: „Wenn man zweimal in Rückstand gerät, kann man mit dem Punkt gut leben“, sagte der Hachinger Abwehrchef. „Jeder hat sich heute mit Vollgas reingehauen, wir sind zweimal zurückgekommen. Das war eine tolle Leistung von uns, wir haben die Zuschauer mitgerissen. Ein gutes Unentschieden.“ Präsident Manfred Schwabl war ebenfalls „einverstanden mit dem Punkt und mit dem Spiel unserer Mannschaft. Wenn es kurz vor Schluss 2:2 steht, hoffst du natürlich immer, dass vorne noch einer reinfällt. Aber andererseits musst du gegen Duisburg auch immer damit rechnen, dass du noch einen fängst.“ Da kamen auch Erinnerungen ans Derby gegen 1860 hoch, gestand Schwabl, als die SpVgg in der Nachspielzeit das 2:3 kassiert hatte. „Aber diesen Gedanken hab ich ganz schnell weggewischt...“

MSV-Coach Torsten Lieberknecht fand, „ein Sieg wäre am Ende für uns des Guten wohl zu viel gewesen“, ganz zufrieden war er nicht mit seiner Elf. Was wiederum Trainer Claus Schromm freute: „Wenn der verdiente Herbstmeister und Tabellenführer nicht so zufrieden ist, spricht das für uns. Ich glaube nicht, dass wir heute bedröppelt sein müssen. Wenn wir so spielen, können wir unglaublich stolz sein auf unseren Haufen!“

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