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Kann zufrieden sein: Ismanings Trainer Mijo Stijepic.

FC Ismaning setzt Ausrufezeichen

  • vonNico Bauer
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Testspiele und ihre Ergebnisse haben im Fußball nicht immer die große Aussagekraft, aber dieses 3:1 des FC Ismaning war ein Statement. Der Bayernligist war dem Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim in allen Belangen überlegen.

Ismaning –  Am Ende staunte sogar Trainer Mijo Stijepic, der Testspiele normalerweise nicht allzu hoch bewertet. „Wir sind schon viel weiter als geplant“, sagte Stijepic, der in den ersten 45 Minuten gegen den in bester Formation an getretenen TSV 1860 Rosenheim ein Traumspiel zelebrierte.

Die Tore von Clemens Kubina (8.), Maximilian Siebald (44.) und Angelo Hauk (45.) waren toll herausgespielt und der Gast hätte sich auch bei fünf Gegentreffern nicht beschweren können. Stijepic musste zugeben, dass das schon ganz nahe dran war an dem Fußball, den er sich in guten Spielen vorstellt. Erst nach der Pause ging durch die üblichen Wechselorgien der Rhythmus etwas verloren und Rosenheim war zumindest ein Kontrahent auf Augenhöhe.

Dieser Testspiel-Kracher ist aber nicht der einzige Punkt, der dieser Tage in Ismaning für Freude sorgt. „Wir sind sehr froh, die Mannschaft in dieser schweren Zeit komplett zusammengehalten zu haben“, sagt Präsident Emanuel Eisenreich. Er freute sich neben der Kontinuität darüber, dass die einzigen drei Neuzugänge Spieler aus der eigenen Jugend sind und diese alle mindestens seit der U14 in Ismaning ausgebildet wurden. Nachdem in der Vergangenheit schon Eigengewächse wie Daniel Weber, Jonas Redl oder Markus Neuber feste Größen mit viel Spielzeit wurden, könnte es nun die nächsten Jungen geben, die sich durchsetzen. Gegen Rosenheim sah die Startelf schon verdächtig nach erster Elf aus und mittendrin war Hannes Schmailzl. „Er ist seit vier Wochen bei uns und es macht den Eindruck, als ob er schon viel länger dabei ist“, sagt sein Trainer Mijo Stijepic.

Und er schiebt nach, dass die jungen Spieler bei ihm die faire Chance bekommen, sich zu empfehlen und keinen Nachteil gegenüber prominenten Namen haben. „Wenn die Jungen fleißig und bescheiden sind, dann haben Sie auch das Potenzial zu spielen“, sagt Stijepic. Schmailzl könnte der nächste Youngster werden, der in Ismaning vom namenlosen Kicker zum Bayernligaspieler reift. Präsident Emanuel Eisenreich beobachtet diese Entwicklung des FCI mit größter Freude. NICO BAUER

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