„Schülermannschaft“: Manni Schwabls bitteres Urteil über seine Hachinger. 
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„Schülermannschaft“: Manni Schwabls bitteres Urteil über seine Hachinger. 

2:3-Niederlage im Kellerduell gegen KFC Uerdingen

„Es sieht sportlich düster aus“ für „Schülermannschaft“ SpVgg Unterhaching

  • vonKlaus Kirschner
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War’s das schon für die SpVgg Unterhaching? Es sind zwar noch 27 Punkte zu vergeben, aber der Glaube an den Klassenerhalt schwindet.

Unterhaching – Durch die 2:3-Heimpleite gegen Uerdingen, die neunte Niederlage dieser Rückrunde (bei zehn Spielen), hat das Schlusslicht der 3. Liga bereits acht Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegszone. „Wir geben nicht auf, aber die Tabelle lügt nicht“, räumte dann auch der stets Optimismus verbreitende Trainer Arie van Lent ein.

Im „Abstieg-Endspiel“ gegen den KFC fanden die Hachinger im ersten Durchgang praktisch nicht statt. Die Gäste aus Krefeld bestraften dies mit den Treffern von Adriano Grimaldi (6.) und Lukimya (30.). Präsident Manfred Schwabl fand bereits in der Halbzeitpause klare Worte: „Sicher herrscht eine Verunsicherung, aber wir haben bei den Gegentoren geschlafen. Das war bisher das Duell Schülermannschaft gegen Erwachsenenmannschaft.“

Klassenerhalt wird „verdammt schwer“

Im zweiten Abschnitt nahm van Lent einige überforderte Nachwuchsspieler vom Feld und versuchte mit erfahrenen Leuten den Umschwung zu schaffen. Zumindest hatte die zweite Halbzeit hohen Unterhaltungswert. Kurz nach dem Seitenwechsel annullierte Schiedsrichter Patrick Alt den vermeintlich dritten Uerdingen Treffer durch den Ex-Löwen Grimaldi. Nach einer Stunde erlebten die Hachinger ein kurzes Zwischenhoch. Die eingewechselten Paul Grauschopf und Stephan Hain erzielten innerhalb von 90 Sekunden den zwischenzeitlichen Ausgleich. Doch nur zwei Minuten später fuhren die Uerdingen einen Konter den Muhammed Kirprit mit dem Treffer zum 2:3 abschloss. „Da waren wir leider zu naiv“, sagte der enttäuschte Hain, der allmählich den Glauben an den Ligaerhalt verliert. „Das ist zwar rechnerisch noch möglich, wird aber verdammt schwer“, sagte der neun Monate verletzt gewesene Torjäger

Trotz letztem Platz - „Am Trainer liegt es nicht“

KFC-Profi Lukimya vergab in der 80 Minute noch einen Foulelfmeter. Die Hachinger drängten in der Schlussphase vergeblich auf den Ausgleich. Wahrscheinlich kann nur noch ein „Fußball-Wunder“ den drohenden Sturz in die Regionalliga verhindern. Haching-Präsident Schwabl will aber weiter keine Personaldiskussion anzetteln: „Es sieht sportlich düster aus, aber am Trainer liegt es nicht.“ 

(Klaus Kirschner)

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