Aindling spuckt SVH noch in die Suppe

Heimstetten - Der SV Heimstetten hat zu Hause gegen einen schwachen TSV Aindling unglaublich leichtfertig zwei Punkte verspielt.

von matthias vogel

Joker Sasa Memisevic verlieh mit zwei Treffern der Überlegenheit der Hausherren Ausdruck. Doch anstatt auf Torsicherung bedacht zu sein, wirkte die SVH-Abwehr in der Folge schläfrig. Florian Hönisch nutzte das zweimal eiskalt aus. Die Partie endete mit einem kuriosen 2:2 und langen Heimstettener Gesichtern.

"Ein typisches 0:0-Spiel", unkte ein Zuschauer zur Halbzeit. Bis dahin war seine Unzufriedenheit nachzuvollziehen. Vieles blieb Stückwerk, viele Fehlpässe beherrschten das Geschehen, verursacht durch hektischen Spielaufbau auf beiden Seiten. Bemerkt sei aber, dass allein der SV Heimstetten Torchancen hatte. Nach einem Konter über Keeper Maxi Riedmüller und Uli Fries rutschte Gianfranco Soave der Ball über die Stirn, der Ball ging am Aindlinger Tor vorbei (5.). Nach einem klugen Pass von Dominik Haas stand dann Moritz Steiner alleine vor Keeper Thomas Geisler, doch die Nerven versagten (11.) Und schließlich prüfte Dominik Schmitt mit einem Fernschuss Geisler (20.) - vergeblich. Und Aindling? Langweilig.

Besagter Zuschauer wurde nach dem Seitenwechsel eines besseren belehrt. Thomas Reiß trat zunächst den Beweis an, dass Aindling nicht nur bieder kann. Aus zwölf Metern Entfernung verzog er, der Ball zischte am SVH-Kasten vorbei. Vitomir Moskovic, der für den erkrankten Frank Schmöller auf der Trainerbank saß, reagierte. Der bemühte aber unglücklich agierende Uli Fries musste Sasa Memisevic weichen. Nur sieben Minuten später stach der Joker. Auf glänzende Vorlage von Soave schob er den Ball zur Führung ein. Heimstetten war jetzt Chef im Ring. Wieder sieben Minuten später steckte Christoph Schmitt auf der rechten Seite den Ball für Bruder Dominik durch. Der passte in den Rücken der Abwehr und dort stand - richtig - Memisevic. Der Rest war Formsache.

2:0 und auf der Tribüne war man sich einig: "Jetzt hat der SVH Aindling im Sack." Weit gefehlt. Wie in Trance ließ die Abwehrreihe die Aindlinger eine Viertelstunde vor Schluss gewähren. Am Ende einer Doppelpass-Serie stand Florian Hönisch und vollstreckte. Nur drei Minuten später profitierte er erneut von dieser Schläfrigkeit. 2:2 - wie aus dem Nichts und völlig unnötig. Sollten dem SV Heimstetten am Ende der Saison zwei Punkte zum Klassenerhalt fehlen, so wird er sich mit Gram und Grausen an dieses Spiel erinnern.

SV Heimstetten - TSV Aindling 2:2 (0:0)

SVH: Riedmüller, Schmalhofer, Potenza, Putzke, Soave (76. Rausch), C. Schmitt, Schien, Haas, D. Schmitt, Steiner (80. Lechthaler), Fries (54. Memisevic).

Tore: 1:0 Memisevic (60.), 2:0 Memisevic (67.), 2:1 Hönisch (75.), 2:2 Hönisch (78.).

Schiedsrichter: Steffen Ehwald (Geldersheim) - Zuschauer: 150

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