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Für die sportlichen Fragen ist Cheftrainer Claus Schromm zuständig. Auch er ist fest davon überzeugt, dass der vom Börsengang der richtige Weg für die SpVgg ist.

Haching macht‘s wie Borussia Dortmund und geht an die Börse

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Die Gerüchte geisterten bereits seit vielen Wochen durch den Unterhachinger Sportpark, und seit gestern ist es offiziell: Die SpVgg Unterhaching geht an die Börse. Die Aktien des Fußball-Drittligisten werden noch in diesem Sommer für jeden zu haben sein. „Ich bin überzeugt davon, dass das der richtige Weg für uns ist“, sagt Haching-Boss Manfred Schwabl.

VON ROBERT GASSER

Unterhaching– Seit knapp 20 Jahren ist die SpVgg Unterhaching der erste deutsche Fußballverein nach Borussia Dortmund, der diesen Schritt wagt. Haching befindet sich damit in so illustrer Gesellschaft europäischer Topklubs wie Manchester United, Juventus Turin, Ajax Amsterdam, Arsenal London oder eben Borussia Dortmund.

Die SpVgg ließ den Börsengang bereits seit rund eineinhalb Jahren von den Börsenexperten der Starnberger Firma Portfolio Control vorbereiten. Laut Satzung wird der Verein 50 Prozent der Aktien behalten. Sollten später einmal weitere Aktien ausgegeben werden, müssen die Vereinsmitglieder dem zustimmen. Bereits im Vorfeld des Börsengangs sind Aktien für rund vier Millionen Euro verkauft worden. Schwabl und Portfolio-Control-Geschäftsführer Claus Lemke gehen davon aus, dass die SpVgg Unterhaching rund zwölf Millionen Euro einnehmen wird. Noch ist nicht bekannt, was eine Aktie, die von jedermann zu erwerben ist, genau kosten wird. Gerüchtemäßig ist von acht Euro die Rede, die eine Aktie der SpVgg kosten könnte. Insgesamt werden 1,5 Millionen Aktien ausgegeben. Vor 19 Jahren war die Aktie von Borussia Dortmund mit einem Wert von elf Euro gestartet. Sie stürzte dann regelrecht ab bis auf 80 Cent, ist mittlerweile aber wieder auf rund acht Euro gestiegen. Befürchtungen, dass es in Unterhaching ähnlich laufen könnte, hat Börsenexperte Lemke nicht. „Aus den Fehlern der Vergangenheit hat man gelernt.“ Die Dortmunder hatten damals für Unsummen neue Spieler gekauft, das hat Haching nicht vor. SpVgg-Präsident Schwabl ist jedenfalls überzeugt von diesem Projekt. Er wird nach eigenen Angaben 16,6 Prozent der Anteile halten

Wichtig, das betonen die Starnberger Aktien-Experten, ist der möglichst baldige Aufstieg der SpVgg in die 2. Liga . Und der soll auf absehbare Zeit geschafft werden. Für die kommende Saison ist ein Platz in der oberen Hälfte der 3. Liga das erklärte Saisonziel. Und dann will Haching erns-machen. „In der Saison 21/22 ist der Aufstieg das offizielle Ziel“, betont Schwabl.

Um diese Ziele verwirklichen zu können, wird weiter eifrig am Kader gebastelt. Gestern haben die Hachinger ihren sechsten Neuzugang für diese Saison verkündet: Felix Schröter kommt vom FV Illertissen. Der 23 Jahre alte beidfüßige Mittelstürmer ist eine spannende Personalie. Als Jugendlicher wurde er zweimal Deutscher Meister. Zunächst mit der TSG Hoffenheim unter Trainer Julian Nagelsmann und ein Jahr später mit Schalke 04 unter Trainer Norbert Elgert, der unter anderem die beiden Weltmeister Manuel Neuer und Mesut Özil zu erfolgreichen Profis geformt hat. Im Erwachsenenbereich ist Schröters Karriere dann etwas ins Stocken geraten, doch in der abgelaufenen Saison schoss er für den Regionalligisten FV Illertissen in 33 Spielen 16 Tore (hinzu kommen acht Vorlagen). Dafür hat Haching Angreifer Dominik Wiedemann ziehen lassen. Er wechselt zum Ligakonkurrenten Würzburger Kickers. Auch Finn Porath, der vom Hamburger SV ausgeliehen war, hat einen Verein in seiner norddeutschen Heimat gefunden. Er wechselt zum Zweitligisten Holstein Kiel.

Noch nichts Neues gibt es auf der vakanten Torhüter-Position. Laut Cheftrainer Claus Schromm steht die SpVgg in Verhandlungen. Ein Kandidat ist weiterhin der frühere Burghauser Alexander Eiban. Nico Mantl läuft weiterhin auf Krücken, soll aber bis zum Trainingslager in Schlanders vom 2. bis 7. Juli wieder fit sein. 

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