Andreas SchweitzerJugendleiter SC Baierbrunn
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Andreas SchweitzerJugendleiter SC Baierbrunn

Der Jugendleiter und U11-Trainer  des SC Baierbrunn über das Thema Fairplay

Andreas Schweitzer: „Fairplay vorzuleben ist das A und O“

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
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Für Andreas Schweitzer vom SC Baierbrunn ist das Thema Fairplay im Fußball essentiell. Vor allem im Jugendbereich hat dieses höchste Priorität.

BaierbrunnAndreas Schweitzer, Jugendleiter und U11-Trainer beim SC Baierbrunn, spricht das Thema Fairplay bei den Nachwuchskickern regelmäßig an, findet es aber vor allem wichtig, faires Verhalten vorzuleben.

Ist es schwierig, den Kindern Fairplay zu vermitteln, wenn sie bei den Profis manchen hinterlistigen Trick, wie etwa Schauspielerei oder versteckte Fouls, sehen?

Die Profis haben natürlich Vorbildfunktion, denn ihr Verhalten, zum Beispiel gewisse Gesten, überträgt sich auch oft auf die Kinder. Fairplay zu vermitteln ist also immer sehr wichtig, und es funktioniert auch ganz gut.

Bringen Kinder nicht ohnehin einen gewissen Gerechtigkeitssinn mit, der grobe Unsportlichkeiten eigentlich verhindert?

Ich würde schon sagen, dass die Kinder von klein auf einen Gerechtigkeitssinn mitbringen. Das heißt aber auch, dass sie sich manchmal benachteiligt fühlen, wenn sie meinen, dass der Schiedsrichter für die anderen pfeift. Da muss man als Trainer steuern, dass sie die Entscheidungen des Schiedsrichters akzeptieren. Oder auch, wenn sich der Gegner nicht fair verhält, dass sie nicht in Revanchegelüste verfallen, sondern dass wir trotzdem fair bleiben.

Fairplay ist in der Jugend ein großes Thema

Schlägt sich das Verhalten der Nachwuchskicker außerhalb des Platzes auch auf dem Platz nieder oder gibt es da schon manchmal Spieler mit zwei Gesichtern?

Es gibt schon mal den einen oder anderen, der im Spiel zu verbissen ist. Aber, dass sich ein Spieler auf dem Feld komplett verändert, kommt eigentlich nicht vor. Letztlich ist das eine Erziehungssache, für die das Elternhaus verantwortlich ist, aber auch Verein und Trainer. Im Großen und Ganzen sind die Kinder aber nicht problematisch.

Reden Sie mit der Mannschaft über Fairplay?

Das ist ja allein schon ein Thema, weil in der F-Jugend ohne Schiedsrichter gespielt wird und man selber gewisse Entscheidungen treffen muss, was Vor- und Nachteile hat, aber auf alle Fälle dazu führt, dass viel über Fairplay geredet wird. Und auch in der E-Jugend pfeifen ja oft Eltern oder Vertreter des Heimvereins. Wir sprechen das Thema jedenfalls grundsätzlich immer wieder an.

„Fairplay vorzuleben ist das A und O“

Wie wichtig ist es, faires Benehmen an der Linie vorzuleben?

Das ist total wichtig, das ist das A und O. Ich kann ja nicht das eine erklären und mich dann ganz anders verhalten. Und wenn ich als Trainer tatsächlich mal übers Ziel hinausschieße, muss ich auch die Größe haben, das den Kindern nach dem Spiel zu sagen und einen Fehler einzugestehen.

Das Gespräch führte Umberto Savignano.

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