Anschauungsunterricht vom ambitionierten Gegner

Freude über frühe Führung hielt beim TSV Eching nur kurz an. Am Ende verlor man mit 1:4

Der TSV Eching blieb beim SV Wacker Burghausen II ohne Chance und verlor die Partie deutlich mit 4:1 (4:1). Dabei begann das Spiel äußerst vielversprechend: Kaum waren 54 Sekunden absolviert, gelang Alexander Christophersen nach energischer Vorarbeit die Führung - 0:1 (1.). Trainerin Sissy Raith freute sich: „Endlich haben wir den Ball in die Tiefe gespielt und den Gegner regelrecht überlaufen.“ Die Freude über die Führung währte indes nicht lang, denn nur kurze Zeit später traf der starke Alessandro Belleri zum Ausgleich (5.): Der TSV kam nach einem Ballverlust im Mittelfeld nicht schnell genug zurück, dadurch ergab sich eine Unterzahlsituation, die der Gast-geber eiskalt ausnutzte. Die Reserve des Drittligisten Burghausen drückte weiter und kam durch Markus Grübl zur verdienten Führung (27.). Wacker, das übrigens keine Ver-stärkung aus dem Profikader aufbot, war den Echingern läuferisch überlegen. Zudem trat die Mannschaft sehr selbstbewusst und abgeklärt auf. Anders die Echinger Spieler: „Heute ist sichtbar geworden, wie groß der Unterschied zwischen einem Aufsteiger und einer etablierten Landesligamannschaft sein kann“, stellte Raith später nüchtern fest. Doch der Spielfluss von Wacker kam ab jetzt so richtig ins Rollen: Nach einer Standardsituation knallte der Ball gegen den Torpfosten des TSV und sprang zurück ins Spielfeld. Burghausens Belleri hatte keine Mühe, per Kopf auf 3:1 zu erhöhen (36.). Nur wenig später traf Belleri zum 4:1-Halbzeitstand (45.) Sissy Raith versuchte zwar, ihre Mannschaft in der Pausen-ansprache aufzurichten und erinnerte daran, „dass wir gegen Landsberg schon einmal einen Drei-Tore-Rückstand aufgeholt haben.“ Doch ihr Appell blieb ohne effektive Wirkung. Zwar konnten sich die Echinger in der zweiten Hälfte einige Mög-lichkeiten erarbeiten, insgesamt blieben diese aber zu harmlos, um die Wacker-Defensive wirklich in Bedrängnis zu bringen.

Auch der Gastgeber tat nun nicht mehr als nötig: Der Angriffswir-bel verebbte völlig und die Heimmannschaft verwaltete das Ergebnis nur noch. „Burghausen war uns heute in allen Belangen überlegen“, bewertete Raith nach dem Schlusspfiff die Leistung ihrer Mannschaft. „Unser Gastgeber demonstrierte uns, wie man in der Landesliga zu spielen hat.“ Viel Zeit zum Nachgrübeln wird den Echingern nicht bleiben, denn die nächsten anspruchsvollen Aufgaben warten bereits: am Mittwoch Pokal dann kommt Markt Schwaben. js

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