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Abwehrschnitzer verderben VfR Garching den Sonntag

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Von: Nico Bauer

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Vergeblich gestreckt: Martin Schön (schwarz) ist Garchings einziger Torschütze.
Vergeblich gestreckt: Martin Schön (schwarz) ist Garchings einziger Torschütze. © Dieter Michalek

In der Heimspielwoche wollte sich der VfR Garching von der Abstiegszone der Fußball-Bayernliga entfernen, aber das gelang nun doch nicht.

Garching – Nach vier Punkten aus den ersten beiden Partien gab es am Sonntag beim dritten Heimspiel binnen sieben Tagen eine 1:2 (0:2)-Niederlage gegen den TSV Dachau 65. Der VfR machte sich ein ordentliches, engagiertes Spiel mit zu großen Abwehrschnitzern kaputt.

Zuletzt offenbarten die Garchinger Kicker in der Offensive ein kleines Kreativitätsloch und das ließ sich auch gegen Dachau nicht schließen. Von Beginn weg waren die Garchinger spielbestimmend, bemüht und dennoch sprangen keine großen Torchancen heraus. Am Gefährlichsten war der Dachauer Versuch eines Eigentors, der knapp daneben ging (18.). Auf der anderen Seite schrammte der VfR später noch knapper am Eigentor vorbei nach dem klassischen Missverständnis zwischen Abwehr und Torwart (33.).

Das erste Tor der Gäste von Hüseyin Ceker (22.) war ein Kopfball und der erste Angriffsversuch der bis dahin am Spiel nahezu nicht teilnehmenden Dachauer. Die bekamen in der 43. Minute auch noch das 0:2 geschenkt, als sich die beiden Innenverteidiger Hofmaier und Radau über den Haufen rannten, sodass Nickoy Ricter nur noch mit überschaubarem Aufwand den Ball ins Tor schießen musste. Mit bösen Patzern machten sich die Garchinger das Spiel selbst kaputt.

Eine Woche zuvor nach einem 0:1-Pausenrückstand kamen die Garchinger wie verwandelt aus der Kabine und drehten das Spiel. Diesmal war der Rückstand größer, die Mannschaft wiederzuerkennen und doch schaltete sie einen Gang nach oben. Erstmals eng wurde es nach einer Ecke bei einem Radau-Kopfball, der einen Meter über die Latte flog (58.). Drei Minuten später lief der Ball in den VfR-Reihen wie am Schnürchen und rollte nach dem letzten Kontakt von Martin Schön ganz entspannt ins Tor (61.)

Die extrem tief hinten drin stehenden und trotzdem nicht supersicher wirkenden Dachauer hatten noch viel Verteidigungszeit vor sich. Immer wieder bekamen die Garchinger ihre Torszenen und verdienten sich immer mehr den Ausgleich. Allerdings luden sie den Gast noch einmal zum Toreschießen ein, aber Groß vergab auf dem Weg zum 1:3 kläglich (76.).

Auf der anderen Seite kam dann die Schlussoffensive und die brachte die Millionenchance. Nach einem Dachauer Ballverlust in der Vorwärtsbewegung marschierten die Garchinger in Überzahl in den Strafraum und der frei vor dem Torwart stehende Martin Schön verpasste seinen zweiten Treffer, weil er den Ball diesmal am langen Eck vorbeispitzelte. Dann folgte noch ein Distanzschuss von Loo bevor Schluss war. Damit haben die Garchinger eine große Chance vergeben, sich entscheidend von der Abstiegszone abzusetzen. (Nico Bauer)

VfR Garching – TSV Dachau 65 1:2 (0:2).

VfR: Retzer – Stubhan (76. Kehl), Hofmaier, Radau, Salassidis – Niebauer, Reich, Zettl, Schön – Sinabov (70. Loo), Thee.

Tore: 0:1 Ceker (22.), 0:2 Ricter (43.), 1:2 Schön (61.).

Schiedsrichter: Manuel Baumann (Salzburg/Österreich) – Zuschauer: 100.

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