Volksnah: Der Hachinger reißen derzeit ihre Fans mit – Mitte Dezember folgt das nächste große Spiel
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Volksnah: Der Hachinger reißen derzeit ihre Fans mit – Mitte Dezember folgt das nächste große Spiel

Mats Hummels twittert, Koch gratuliert

Begeisterung und Glückwünsche von allen Seiten für Haching

SpVgg Unterhaching - Die Pokalsensation spült Geld in die Kassen und gibt Planungssicherheit. Jetzt am liebsten ein Derby.

Selten hat dem Urbayern Manfred Schwabl das Weißbier so gut geschmeckt, wie nach der 3:0-Pokalsensation seiner Unterhachinger gegen RB Leipzig. „Jetzt geht der Konsolidierungsprozess noch schneller. Es bleibt dabei, erst nächste Saison wollen wir in der Regionalliga ganz oben angreifen, aber Haching lebt und wir sind wieder einmal bundesweit im Gespräch“, freute sich der Präsident über die vielen Glückwünsche.

So twitterte sogar BVB-Nationalspieler Mats Hummels, dessen Bruder Jonas bei den Hachingern immer noch verletzungsbedingt fehlt: „Einfach geil, das habt ihr super gemacht“. Auch BFV-Präsident Rainer Koch zeigte sich begeistert: „Das war auch ein großartiger Erfolg für den bayerischen Fußball und die Regionalliga, ich wünsche den Hachingern in der nächste Runde ein volles Stadion“.

Mit einem Etat von rund 500 000 Euro war der Drittliga-Absteiger in die Regionalliga-Saison gestartet, dazu kam noch Anteile aus der Ablöse für den Neu-Mainzer Florian Niederlechner. Ab sofort müssen die Hachinger nicht mehr knausern und von der Hand in den Mund leben, können sogar endlich die langfristigen Schulden tilgen. Rund 120 000 Euro gab es für die erste Runde mit dem sensationellen 2:1 gegen den Bundesliga-Aufsteiger. Etwa 250 000 Euro brachte der Coup gegen die völlig desolaten Leipziger, die im Sportpark dem Hachinger Speed-Fußball wenig entgegensetzen konnten. Knapp 550 000 Euro plus Zuschauereinnahmen bringt die dritte Runde, die am 15./16. Dezember ausgespielt wird.

Diesen Geldsegen betrachtet Trainer Claus Schromm als Glücksfall: „Bisher musste Haching immer wieder die besten Spieler verkaufen, jetzt ist wohl möglich, dass wir die Mannschaft zusammenhalten“. Für die Spieler lohnt sich der überraschende Sieg gegen die Sachsen auf jeden Fall, denn Präsident Schwabl wird 50 000 Euro an Prämien ausschütten.

Jetzt geht der Blick aber voraus, denn der Kreis der Wunschgegner für die dritte Runde ist ganz klein und beschränkt sich auf Münchner Derbys. Wobei der Präsident sich ein Duell mit dem TSV 1860 wünscht. Dem schließen sich mehrere Akteure an. Dazu gehört Markus Einsiedler, der gegen Ingolstadt beide Treffer erzielte und auch gegen Leipzig für das schnelle 1:0 sorgte.

Routinier Maximilian Nicu neigt eher zum FC Bayern und erklärt, wie es möglich war, den zwei Klassen höher eingestuften Kontrahenten zu besiegen: „Wir haben sehr viele Spieler im Kader, die könnten auch in höheren Ligen spielen, da wächst etwas zusammen“. Thomas Steinherr, der seinen Treffer zum 3:0 mit einem Salto krönte, sieht eine positive Zukunft für die Hachinger: „Unser Plan ist voll aufgegangen, jetzt gehen wir mit noch mehr Selbstvertrauen in die nächste Punktspiele, wir sind eine ganz hungrige Truppe“. Der neuseeländische Nationaltorhüter Stefan Marinovic, der einige herausragende Paraden zeigte, sah ebenfalls einen einfachen Schlüssel zum Erfolg: „Unser ganz schnelles Tor war spielentscheidend, damit haben wir den Gegner überrascht“.

Nach dem kurzen Pokalrausch will Trainer Claus Schromm ganz schnell zum Regionalliga-Alltag übergehen: „Das Spiel gegen Leipzig war überragend, unser Plan ist voll aufgegangen, aber jetzt wollen wir bis zur Winterpause noch möglichst viele Punkte sammeln“.

Die bayerischen Gegner freuen sich jedenfalls auf die Pokalhelden und versprechen sich eine große Kulisse: Am Samstag um 14 Uhr will der TSV Buchbach im Heimspiel von der neuen Begeisterung in Haching profitieren.

Quelle: fussball-vorort.de

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