SpVgg Unterhaching Stroh-Engel
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Eingewechselter Torschütze: Dominik Stroh-Engel (Mitte), hier im Kopfballduell mit zwei Zwickauern, erzielt per Foulelfmeter das einzige Tor der SpVgg beim Saisonauftakt, der 1:2 verloren geht.

Fußball - 3. Liga

Bittere Niederlage der SpVgg Unterhaching: „Wir können es besser“

  • Martin Becker
    vonMartin Becker
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Die SpVgg Unterhaching steht zum Auftakt der Fußballsaison in der 3. Liga mit leeren Händen da. Im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Arie van Lent kassierten die Hachinger beim FSV Zwickau eine 1:2-Niederlage.

Die Botschaft im zweisprachigen Mix war als Aufmunterung gedacht. „Kopf hoch, Captain!“, stand in Versalien auf T-Shirts mit einem Konterfei von Josef Welzmüller. Ein Gruß an den verletzten Kapitän, den die SpVgg als ordnende Instanz in ihrer Abwehr schmerzlich vermisste. Denn als die Hachinger ihre Kopf-hoch-Shirts abgestreift und in komplett blauem Dress 88. Minuten lang recht passabel gespielt hatten, da passierte es. „Wir haben einmal nicht aufgepasst, zuvor schlecht verteidigt“, analysierte Arie van Lent im Nachhinein die Szene. Der Zwickauer Neuzugang Manfred Starke kam zum Schuss, zog aus 20 Metern Distanz ab – der Siegtreffer zum 2:1-Endstand.

Während die 3600 Fußballfreunde in der GGZ Arena ihren FSV bejubelten, sanken die Hachinger geknickt zu Boden. Kurz vor Schluss noch ausgebremst: Jetzt hätte es Kopf-hoch-Shirts für die ganze Mannschaft gebraucht.

Mutmacher-Shirt: SpVgg-Trainer Arie van Lent muntert den verletzten Kapitän Josef Welzmüller auf.

„Es ist ein bisschen bitter gelaufen“, lautete das Fazit von Arie van Lent. Spielerisch habe Haching die Partie über weite Strecken bestimmt, am Schluss aber Probleme bei langen Bällen bekommen. Nach der Zwickauer Führung durch Felix Drinkuth (37.) und dem Ausgleich des eingewechselten Dominik Stroh-Engel, der einen an Lucas Hufnagel verursachten Foulelfmeter verwandelte (67.), nahm das Spiel eine unerwartete Wendung. Denn eigentlich war die SpVgg näher am 2:1 als Zwickau – die größte Chance versiebte Felix Schröter nach einer Flanke von Markus Schwabl und einer butterweichen Kopfballvorlage von Stroh-Engel.

FSV Zwickau - SpVgg Unterhaching 2:1

Zwickau: Brinkies - Hehne, Stanic, Frick, Schikora - Jensen - Morris Schröter, Drinkuth, Coskun (66. Starke) - König (90. Wegkamp), Willms (71. Wolfram)

Unterhaching : Mantl - Schwabl, Grauschopf, Greger, Dombrowka - Fuchs, Stierlin (84. Anspach) - Heinrich (63. Marseiler), Hufnagel, Müller - Schröter (57. Stroh-Engel)

Schiedsrichter: Florian Lechner (Hornstorf)

Tore: 1:0 Drinkuth (37.), 1:1 Stroh-Engel (67. Foulelfmeter), 2:1 Starke (89.)

Zuschauer: 3600

Gelbe Karten: Stanic (9.), Willms (33.), Hehne (78.) - Schwabl (37.), Felix Müller (54.)

„Die ganze Art und Weise, wie wir gespielt haben, war sehr positiv“, fand Arie van Lent. Bis auf diese entscheidenden Nuancen wie die Chancenverwertung und einen Moment der Unachtsamkeit. Das Resümee des Trainers: „Wir haben es ordentlich gemacht, aber wir können es besser.“

Schon am Sonntagmorgen ließ die Hachinger Trainertrio die Mannschaft im Sportpark wieder fleißig üben, die Trainingseinheit wurde sogar auf Video aufgezeichnet. Die Erkenntnisse soll am Freitagabend (19 Uhr) im ersten Hachinger Heimspiel der VfB Lübeck zu spüren bekommen.

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